Die Lehre selbst muss die Wahrheit rechtfertigen. Wer künftig nicht nach dem Wort lebt, wird im Gericht desselben Wortes sterben, das zu ihm gesprochen wurde und dem er weder geglaubt noch vertraut hatte.
Denn so wie Ich aus Mir, vom Vater aus, die Macht habe, jedem Menschen, der durch seinen Willen fähig ist, es aufzunehmen, das ewige Leben zu geben oder zu nehmen, vermag auch Mein Wort dasselbe zu tun. Denn Mein Wort ist stets der gleiche allmächtige und für alle Ewigkeit fortdauernde Ausdruck Meines Willens.
Wer demnach Mein Wort vollständig in sich aufnimmt und unbeirrbar danach handelt und lebt, nimmt dadurch Mich Selbst mit all Meiner Liebe, Weisheit, Macht und Kraft auf. So ist er zu einem wahren Kind Gottes geworden, dem der Vater im Himmel nichts von dem vorenthalten wird, was Er besitzt.
Der heilige Vater kann nicht mehr tun, als Sich in Mir, Seinem Sohn, leibhaftig zu offenbaren, aus euch gerichteten Geschöpfen vollkommen freie Götter zu zeugen und euch danach Seine Freunde und Brüder zu nennen.
Bedenkt stets, Wer Derjenige ist, Der euch dies nun offenbart, und was ihr durch diese Offenbarung empfangt. Dann wird euch die materielle Welt nicht mehr bedrängen, und ihr werdet sie leicht besiegen. Dies ist umso notwendiger, weil ihr keine Kinder des Vaters im Himmel werden könnt, ohne die Welt in euch vollständig besiegt zu haben.
Damit will Ich aber auch keine Kopfhänger und Verflucher der Welt machen, sondern nur Menschen, die sie weise nutzen.
Müsste man nicht denjenigen einen Toren nennen, der sich in irgendein gut brauchbares Werkzeug, das er zur Ausübung seiner Kunst benötigt, so sehr verliebte, dass er es gar nicht für den vorgesehenen Zweck gebrauchen wollte? Stattdessen würde er es nur lustvoll anstarren und in einem Schrein aufbewahren, damit es nicht rostig und dadurch weniger schön würde und ihn so in seinem eitlen, leeren Vergnügen beeinträchtigte.
Auch die Welt ist für euch ein Werkzeug, mit dem ihr überaus viel Gutes und Herrliches schaffen könnt, wenn ihr es richtig und seinem Zweck entsprechend einsetzt. Als Meine nunmehrigen Jünger müsst ihr dieses Werkzeug jedoch so gebrauchen, wie Ich es euch als euer einziger wahrster Meister während zweieinhalb Tagen gelehrt habe.
So gebraucht und eingesetzt, wird euch dieses Werkzeug das ewige Leben bereiten und festigen. Wenn ihr es jedoch anders gebraucht, wird es einem überaus scharfen Messer in den Händen kleiner Kinder gleichen. Sie werden sich damit nur allzu leicht und schnell eine tödliche Wunde zufügen, die kaum noch ein Arzt heilen kann.
Nehmt mit diesen Worten auch Meinen vollen Segen entgegen und teilt diese Worte allen mit, die sie jetzt nicht hören konnten, damit sich am Ende der Dinge niemand mit Unwissenheit entschuldigen kann.
Und nun, ihr Meine wenigen Jünger und ihr alle, die ihr Mir von Galiläa und Jerusalem hierher gefolgt seid, macht euch bereit für die Reise nach Galiläa. Dort könnt ihr euch wieder um die Bewirtschaftung eurer Felder kümmern.»
Nach dieser Anweisung erhebe Ich Mich und gebe den noch wartenden Engeln ein Zeichen, das nur sie verstehen. Darauf verschwinden sie alle bis auf den Engel Jonaels. Auch die sichtbar geöffneten Pforten der Himmel schliessen sich. Das Haus Irhaels und Jorams bleibt jedoch mit all den Einrichtungen aus den Himmeln bestehen, ebenso das Schloss Jairuths. Alle Anwesenden, die noch wach sind, begleiten uns bis zum Haustor. Der Oberste lässt es sich aber nicht nehmen und begleitete Mich bis an die Grenze des Stadtgebiets und kehrt von dort nach Sichar zurück.