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Die Satansfalle

Quelle: Hans Dienstknecht

Originaltitel: Die Satansfalle

Originaldatum: 15. Mai 2025

Ihr Lieben,

da kommt ein neuer Beitrag als PDF “Die Satansfalle”. Viel Freude beim Lesen.


Euer Hans

* * *

Dass es vor undenkbar langer Zeit zu einer geteilten Schöpfung kam, ist allgemein bekannt. Weniger bekannt sind die Umstände, die dieses Geschehen, das wir „den Fall“ nennen, betreffen, und was das heute für uns für eine Bedeutung hat.

Kurz gesagt: Der weibliche Engel namens Sadhana sah nicht ein, dass sich unser himmlischer Vater als die Urquelle, als den Urgrund allen Seins bezeichnete. Trotz liebevoller Aufklärung führte Sadhana ihren Aufstand gegen Gott weiter, was schließlich damit endete, dass sie und ihr Anhang – etwa ein Drittel der himmlischen Bewohner – die Himmel verlassen mussten, weil das Prinzip wirksam wurde, dass Ungleiches sich abstößt, während Gleiches zu Gleichem findet.

Und da der Himmel Liebe ist – reinste, für uns unvorstellbar große und alles umfassende Liebe –, erfolgte die im Gesetz vorgesehene Trennung. Sie stellte also keine Strafe Gottes dar, sondern ergab sich sozusagen „automatisch“. Sadhana, die sich später als „Luzifer“ 1) bezeichnete (Lichtbringer), die ich aber der Einfachheit halber in dieser Erläuterung „Satan“ nenne, sah ihr Unrecht nicht ein. Sie kämpfte weiter und fiel und fiel und fiel … Am Ende ihres Falls bildete sich das materielle Universum, wobei Materie, was inzwischen jeder Wissenschaftler bestätigt, nichts anderes ist als Energie in ihrer verdichtetsten Form. Und gleichzeitig der tiefste Punkt der Schöpfung.

Soweit die kürzeste Kurzfassung.

Das Problem Satans bestand und besteht darin, dass jedes Lebewesen, sei es im Himmel oder in der Hölle (womit ich den feinstofflichen Tiefpunkt der Schöpfung bezeichne), Energie braucht, weil es ansonsten nicht existieren kann. Die Quelle dieser unendlich fließenden Energie ist Gott, der aber, weil Er auch die Gerechtigkeit ist, die „Menge“ der lebenserhaltenden Energie von einem entsprechenden Verhalten abhängig macht, das in Seiner Liebe gegründet ist.

Viel Liebe zu Gott (ein ehrliches Bemühen reicht Ihm) = viel Energie aus Seinem Herzen, wenig oder keine Liebe zu Gott oder vielleicht sogar Auflehnung und aktiver Widerstand = wenig oder ein absolutes Minimum an Liebesenergie, gerade so viel, dass das Wesen, das gegen Ihn handelt, noch existieren kann. Aber ein Leben, das kann sich jeder von uns vorstellen, ist das nicht; zumal dann nicht, wenn man es zuvor einmal anders kannte.

*

Ich habe schon meine Eltern genervt mit der Frage nach dem „Warum?“. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und es ist schon interessant, dass man auf viele Antworten stößt, wenn man nicht aufhört zu fragen. Aber nicht andere Leute, sondern man fragt immer „nach innen“.

Die allermeisten Menschen hören nach den ersten Fragen auf – sofern sie sie überhaupt stellen. Man muss schon ein wenig suchen und darf nicht gleich aufgeben. Aber die Antworten sind da.

Wollen wir es mal versuchen.

Satan und seine Vasallen brauchten und brauchen (immer, auch heute, was bedeutet: auch jetzt, in diesem Augenblick) nach wie vor dringend Energie. Da sie diese von Gott nicht bekommen, blieb ihnen nur eine Möglichkeit: Sie holten und holen sie sich von den Menschen und von den Seelen, die sie auf den untersten Stufen der Aufwärtsentwicklung zu Gott noch beeinflussen können. Das hört sich logisch an, und die meisten werden nicken und sagen: „natürlich“, und dann zur Tagesordnung übergehen, was ganz im Sinne der Gegenseite ist. Dabei vergessen sie, vergessen wir: Sie holen sich ihre so dringend benötigte Lebenskraft von Dir und mir und von allen anderen, die ihre Schwächen und Fehler noch nicht kennen bzw. überhaupt nicht darum wissen, dass sie durch ihre Unkenntnis, oft auch durch ihre Unaufmerksamkeit zu permanenten Energielieferanten der Finsternis werden. Oder sie kennen sie, stellen sie aber mit der Hilfe Christi nicht ab, weil das zu mühsam erscheint. Das ist die gefährlichste Variante.

Luzifer/Satan war ursprünglich einer der schönsten und größten Engel mit einer außerordentlichen Macht, der sich Gott jedoch nicht unterordnen wollte; die Folgen sind bekannt. Was nicht oder kaum bekannt ist, weil man ihn in einer „abstrakten“, nicht näher erläuterten „Hölle“ vermutet: Er wirkt ununterbrochen auf uns ein (in welchem Maße ihm das gelingt, hängt von uns ab), er lebt mitten unter uns und ist damit ebenso real und uns ebenso nahe (nochmals: es kommt auf uns an) wie unsere Schutzengel, an die wohl die allermeisten von uns glauben.

Über einen Zeitraum, den wir nicht ermessen können, baute er sich sein für uns unsichtbares, in den tiefsten Astralebenen – und trotzdem mitten unter uns – gelegenes Reich mit einer unüberschaubar großen Anzahl von Mitstreitern auf, die ihm treu ergeben waren und sind, und die er mit großen Kräften ausstattete. Oder die ihm gehorchen müssen oder von ihm abhängig sind, weil sie sich noch nicht aus seinem Einfluss „herausgearbeitet“ haben; denn dazu sind unsere Inkarnationen da. Und das alles mitten unter den Menschen und nicht, wie von ihm als Lüge in die Welt gesetzt, fernab in einer irgendwo und irgendwie gearteten Hölle.

Die Raffinesse, mit der er dabei vorging, kann kaum oder nicht beschrieben werden und war von den allermeisten Menschen nicht zu durchschauen. Einen Schutz bot lediglich ein ehrliches Bemühen, das Liebesgebot, das Jesus von Nazareth uns brachte, im täglichen Leben umzusetzen. Aber auch dann gelang es ihm immer wieder – weil keiner von uns fehlerfrei ist –, mehr oder weniger intensiv und von uns meistens unbemerkt in unser Leben einzugreifen.

Was ihm dabei zugutekam und -kommt, war neben der Unaufgeklärtheit der Menschen die Art und Weise, wie er seine Angebote gestaltete:

Er bediente und bedient sich der „geheimen“ Wünsche und Vorstellungen des Menschen, die dieser oft selbst nicht kennt bzw. ableugnen würde, machte man ihn darauf aufmerksam. Weil solche Aspekte in allen Menschen schlummern und von ihnen, falls sie sie doch kennen, nicht als „gefährlich“ angesehen werden – was sie in ihrem Anfangsstadium ja auch nicht sind –, gehen sie (wir!) sehr oft auf seine Angebote ein. Wir versprechen uns davon Erleichterung oder Genuss oder Unterhaltung oder anderes mehr, worin wir mit Recht auch nichts „Schlimmes“ sehen. Zumal wir ja nicht ahnen, dass dahinter möglicherweise ganz andere, und zwar negative Kräfte stehen.

Aber gerade darin besteht die List: Das „Opfer“ (und wir alle sind in solchen Fällen oft schon ein Opfer geworden, ohne es zu ahnen) zu ködern und es mit den ersten kleinen Schritten zu den nächsten größeren Schritten zu verleiten.

Das war jetzt nur eines von vielen Beispielen, ein kleines. Vielleicht gehen jetzt dem einen oder anderen schon die Augen auf …

Man muss sich nur einmal – ganz, ganz vorsichtig und unter dem Schutz Christi! – rein gedanklich in seine Lage versetzen und überlegen, was man an des Satans Stelle tun würde. Dann kommt man oft sehr schnell dahinter, um was es in Wirklichkeit geht, und was tatsächlich geschah. Ich hab’s mit Seiner Hilfe versucht.

Ich und mit mir sicher viele andere würden zuerst versuchen, meine Existenz vor den Menschen zu verschleiern. Den Glauben an mich ganz aus der Welt zu schaffen, gelingt bei vielen sicher nicht. Aber ich würde mich bemühen, ein Bild von mir zu zeichnen, das mit der Wirklichkeit, mit meinen Absichten und mit meinem Hineinwirken in das Leben der Menschen nichts zu tun hat. Ich würde ihnen Angst machen, so dass alleine schon die Nennung meines Namens den einen oder anderen (oder auch viele bis zig…) dazu bringen könnte, sich am liebsten erst gar nicht mit mir und meinen Vorgehensweisen näher zu beschäftigen. Und so habe ich es auch gemacht.

Schon in den frühen Jahrhunderten des neu aufbrechenden Christentums ist es mir gelungen, meine Mitstreiter in die Reihen derjenigen einzuschleusen, die sich mit Hilfe weltlicher Kräfte (Kaiser und Könige) an die Spitze der „christlichen“ Bewegung setzen konnten. Dort und durch sie wurden dann die falschen Vorstellungen über mich zum Allgemeingut, und wer dagegen war, der wurde durch Verfolgung, Folter und Feuer eines Besseren belehrt. Das geht heute leider nicht mehr, so dass ich andere Wege – Wege der Verunsicherung und der falschen Informationen – einschlagen musste.

Und so gelang es mir, dass zwar der Teufel nicht abgeschafft werden konnte, aber die Meinungen über ihn so irreführend waren und sind, dass sie mir nicht schaden, sondern mir im Gegenteil dazu verhelfen konnten, meine Macht weiter auszubauen. Ein genialer Schachzug (ich lobe mich dafür selbst!), auch wenn er im Rückblick schlussendlich doch nicht den Erfolg hatte, den ich mir wünschte. Daran war dieser Jesus schuld.

Das ist die Satansfalle, die ich aufgebaut habe, und die bis vor 2.000 Jahren funktioniert hat. Unzählige Seelen habe ich so an mich binden können und ebenso unzählige Menschen dazu gebracht, dass sich ihre Seelen nach dem, was ihr Tod nennt, in mein Reich begeben mussten, weil ihnen für einen Aufstieg in höhere Welten die Entwicklung und die Kraft fehlten.

Der Weg zurück zu meinem Gegenspieler Gott geht über 7 geistige Stufen. Ab etwa Stufe 3 – 4 verliere ich meinen Einfluss, so dass ich alles daransetzen muss, auf der Erde zu wirken. Wenn mir das nicht gelingt, habe ich später, wenn die Seelen der Menschen nach ihrem Ableben „aufsteigen“, keine Möglichkeit mehr zur Beeinflussung und Verführung.

Dabei hat mir sehr das falsche Wissen über mich und über das geholfen, was mit den Menschen geschieht, wenn sie ihre weltlichen Augen schließen. Wenn sie wüssten …!

Wenn sie wüssten, dass sie als Seele genau in dem Umfeld weiterleben, das ihrem Inneren beim Tod, beim Verlassen der Erde entspricht! Einfach ausgedrückt: Die Unwissenden kommen zu den Unwissenden, die Bösen zu den Bösen, die Kleingläubigen zu den Kleingläubigen. Das gilt leider genauso für die Aufwärtsstrebenden, für die ehrlich Bemühten, für die, die Sehnsucht nach dem Licht in ihrem Herzen haben. Leider! Aber an diesem Prinzip konnte und kann ich nichts ändern.

Es sah gar nicht so schlecht aus mit meinem Plan. Ich war auf der Erfolgsspur, und unzählige Seelen und Menschen konnte ich auf diese Weise an mich binden. Mein Einflussbereich wurde größer und größer. Beinahe hätte ich gewonnen. Doch dann kam dieser Jesus und machte alle meine Absichten zunichte. Ich habe schweren Herzens einsehen müssen, dass ich jetzt nicht mehr gewinnen kann. Darum habe ich mir ein anderes Ziel gesetzt: Wenn ich schon nicht der Sieger sein kann, dann werde ich alles zerstören.

So würde ich handeln, hätte ich ein entsprechend böses Potential in mir. Glaubt jemand allen Ernstes, dass die Intelligenz Satans gegenüber meiner nicht unnennbar größer ist? Und nicht nur meiner gegenüber, sondern gegenüber allen Menschen und Seelen? Keiner von uns hätte irgendeine Chance, wenn wir nicht unter dem Schutz unseres Bruders Jesus Christus ständen. Und zwar unter einem Schutz, den wir oft „unverdient“ erhalten, weil es ja auch noch die göttliche Barmherzigkeit gibt, die außerhalb des Gesetzes von Saat und Ernte wirkt.

Die Methode Satans und seiner Gefolgsleute war über viele zigtausend Jahre und noch viel länger äußerst erfolgreich, weil es ihm gelang, immer mehr Menschen zu einem Verhalten zu bewegen, das nicht der Liebe entsprach, weil sie dadurch nach ihrem Ableben auch nicht in höhere Sphären aufsteigen konnten. Auch von ihm angezettelte Kriege, Hungersnöte und vieles, vieles mehr trugen dazu bei, Ängste hervorzurufen, was wiederum eine Weiterentwicklung verhinderte.

Da brachte Jesus neben der Liebeslehre auch für alle eine zusätzliche Energie, den sogenannten Erlöser- oder Christusfunken, den wir seitdem alle in der Nähe unseres Herzens tragen. Der Plan Satans ging jetzt nicht mehr auf, und damit war seine Macht gebrochen; grundsätzlich und im Prinzip, was aber nicht bedeutet, dass er keinen Einfluss mehr hat auf diejenigen, die sich nach wie vor nicht auf höhere Lichtebenen zubewegen. Was bedeutet: Ernsthaft ein Leben nach den Geboten der göttlichen Liebe zu leben. Mitgliedschaften in kirchlichen oder sonstigen religiösen Gemeinschaften reichen für eine innere Entwicklung nicht aus.

Inzwischen hat er seine Strategie geändert: „Wenn ich nicht mehr gewinnen kann, werde ich alles zerstören.“

*

Und nun noch etwas, was sicher bei dem einen oder anderen sofort höchsten Widerspruch hervorrufen wird, zumindest dann, wenn sein Glaube fest in kirchlichen Lehren gegründet ist:

Es war niemals Gottes Absicht, außerhimmlische Bereiche einschließlich der Erde und des Menschen zu schaffen. Warum hätte Er das tun sollen?

Wenn wir jetzt die Schultern zucken und sagen: „Woher sollen wir das wissen?“, dann machen wir es uns zu leicht. Wenn wir um den Fall wissen und dieses Geschehen als Wahrheit anerkennen – also auch die Entstehung der Materie einschließlich des Menschen, wie zuvor geschildert –, dann ist alles, was außerhalb der reinen Himmel entstanden ist, Folge der Auflehnung Sadhanas gegen unseren himmlischen Vater. Dann müsste es also auch im Willen Gottes gewesen sein, dass sich Sadhana mit ihrem Gefolge gegen die göttliche Liebe stellte …

Falls wir in der Logik bleiben wollen …!

Ist das denkbar? Etwas zu wollen oder etwas zuzulassen, ist ein riesengroßer Unterschied. Hätte es keinen Fall gegeben, wäre alles noch in der ursprünglichen Heimat, und wir alle als Geistwesen noch bei Gott; hätten also die für uns so wichtigen Erfahrungen, die eine oder in der Regel mehrere Inkarnationen mit sich bringen, nicht gemacht.

Auch daran erkennt man wieder die unendliche Weisheit Gottes: Er holt auch aus dem, was uns katastrophal und verhängnisvoll erscheint, immer das Beste heraus.

*

Zum Schluss: Müssen wir jetzt den Kopf hängen lassen? Mitnichten, aber wir sollten wachsam sein, möglicherweise wachsamer als in der Vergangenheit, und uns vielleicht auch noch mehr auf Jesus Christus ausrichten (falls das überhaupt möglich sein sollte …☺☺). Aber es kann nicht schaden, um die für die allermeisten von uns unbekannte Gefahr aus dem zumeist Unsichtbaren zu wissen.

Aber noch mehr darum zu wissen, dass wir alle eine Liebe in uns tragen, von deren Größe und Macht keiner von uns im Entferntesten eine Ahnung hat. Zu dieser Liebe können wir jederzeit kommen; ganz besonders wichtig und erforderlich ist dies dann, wenn wir spüren, dass wir angegriffen werden. Aber gegen Christus kann auch der Mächtigste aus dem Reich des Bösen nichts ausrichten.

Im wahrsten Sinne: Gott sei Dank!

1) Luzifer, auch Lucifer. Wörtlich übersetzt bedeutet er „Lichtträger“ (zu lateinisch lux, ‚Licht‘ und ferre, ‚tragen, bringen‘). Im Christentum gilt Luzifer als Name eines Engels, der gegen Gott rebellierte, um sich ihm gleichzumachen, und daraufhin aus dem Himmel verbannt wurde. Daraufhin wurde Luzifer zum Gegenspieler Gottes, Urheber des Bösen und mit dem Teufel gleichgesetzt. (Quelle: Wikipedia)

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