“Meine Schafe hören Meine Stimme
und Ich kenne sie.
Sie folgen Mir und Ich gebe ihnen ewiges Leben
und sie gehen nicht verloren ewiglich,
und niemand wird sie aus Meiner Hand rauben.”
Warum verlassen Allbewohner ihre zumeist paradiesischen Sternenwelten, wo Krankheit, Not und leidvoller Tod nicht vorkommen, um auf unserer Erde in einem schwerfälligen und verletzbaren Körper eine zwar kurze, jedoch von Schmerz und allgegenwärtiger Sterblichkeit geprägte Lebensspanne zu verbringen? Sie haben Kenntnis, dass Gott hier das Materiekleid anzog und durch sein Sterben am Kreuz und seine Auferstehung den Tod entmachtete, wodurch er der gefallenen Schöpfung einen für alle Ewigkeit gültigen Pfad aus ihrer materiellen Gefangenschaft in sein Herz eröffnete.
Allein die erdgeborenen Menschen haben das Vorrecht, vorausgesetzt sie beschreiten den christlichen Pfad ernsthaft und treu, direkt ins himmlische Jerusalem zu gehen, um dort in des Vaters eigenem Haus zu wohnen, wo sie mit ihm und in ihm in innigster Vertrautheit leben. Diese besondere Ausgangslage ist im gesamten Universum sonst nirgendwo gegeben. Das ist angesichts der zahllosen Gestirne des Kosmos schwer nachzuvollziehen – und doch ist es so.
Aber auch Himmelsgeister kommen aus bedeutsamen Gründen hierher. Dazu muss man wissen, dass es ein fest im Gottesgeist verankertes Ursprungsleben und -lieben gibt und eine freie Vaterliebe. Zwischen diesen besteht ein unendlicher Unterschied: Die einst nicht aus der göttlichen Vollkommenheit getretenen Geister kennen sich einheitlich in verordneter Gotteszugehörigkeit. Ihr Wollen ist fest in Gottes Willen verankert. Freie Liebe zu Gott kann sich aber allein in geistiger Unabhängigkeit entfalten. Um diese zu bewerkstelligen, muss jeder Geist entweder in gänzliches Vergessen eintreten (kürzester Weg zur freien Vollkommenheit, allein auf dieser Erde möglich), oder in teilweises Vergessen (Weg durch Äonen auf anderen Gestirnen), denn nur so kann er selbstbestimmt und freiheitlich Liebe zu Gott in sich erwecken und darin von Neuem geboren werden.
Grundsätzlich kann man unterscheiden zwischen
– den Geistern des Himmels, die auf dieser Erde schon einmal eine Inkarnation zur geistigen Wiedergeburt getätigt haben. Sie ziehen das Erdenkleid erneut an, um einen Auftrag auszuführen. Um ihren Gottesgeist wieder entbinden zu können, müssen sie verschiedensten seelischen Gegenkräften und Herausforderungen unterworfen sein, wobei mancher von ihnen vom vorgenommenen Pfad abkommt. Eine folgenschwere Gefangenschaft in Satans Händen ist aufgrund der ihnen bereits zugehörigen Gotteskräfte aber nicht mehr möglich.
– den Engeln, die die freie Wiedergeburt in den Gottesgeist noch bewerkstelligen müssen. Diese erstmals inkarnierten Geister sind einst nicht mit Satan gefallen. Sie kommen zur Erde, um ihren im Göttlichen verwurzelten Willen zu verlassen. Aus dem irdischen Vergessen heraus können sie in sich ein neues, freies Liebeleben zum himmlischen Vater begründen.
– den Seelen, die schon einmal über diese Erde gegangen sind und sich sodann in den unterschiedlichsten Sphären des Jenseits außerhalb der Himmelsregionen aufhalten. Sie bekommen eine erneute Inkarnation mit der Möglichkeit zum geistigen Fortschreiten geschenkt. Sie bilden jedoch eine irdische Minderheit und nicht die Mehrheit, wie vielfach angenommen.
– den Abkömmlingen vielgestaltiger Gestirne des Universums. Sie kommen ebenfalls mit dem Vorsatz hierher, um im irdischen Überwindungskampf auf kürzestem Wege die größtmögliche Gemeinschaft mit und innigste Liebe zu Jesus Christus zu erreichen.
– den Menschen, die der Seelen-Evolution dieser Erdenwelt entstammen. Auch sie sollten eigentlich ihr Leben nach Kräften der geistigen Wiedergeburt widmen. Sie bilden das Gros der Erdbevölkerung.
Bei den vier letztgenannten ist ein Verfangen in Satans Fallstricke sehr wohl möglich. Sie können tief in ihren auf Erden erzeugten gottlosen Begierden versinken, was einen schicksalhaften und schwerwiegenden Freiheitsentzug bereits im Diesseits – und nach dem irdischen Ableben im Jenseits bedingt.
In den folgenden Texten geht es in der Hauptsache um die Erdenmensch gewordenen Himmelsgeister sowie um die hier inkarnierten Bürger verschiedenster kosmischer Welten. Sie alle sind charakteristischen Neigungen und Schwächen unterworfen, auf die an dieser Stelle näher eingegangen wird. Eine ausführliche Differenzierung der außerirdischen Wesenheiten würde den Rahmen des Kapitels sprengen, der Einfachheit halber sind sie deshalb gemeinsam als Abkömmlinge oder Kinder des Lichts benannt. Beim Studieren der Texte kann man gegebenenfalls selbst Unterscheidungen treffen.
Ehemalige Bewohner anderer Gestirne sind in dieser besonderen Phase der Erdgeschichte verhältnismäßig viele inkarniert, sie dürften etwa fünf Prozent der Erdbevölkerung ausmachen. Auch Himmelsgeister sind vermehrt anwesend, um in der Zeit des Wandels Gott zu dienen. Einige sind bereits erwacht, etliche sind im Erwachen befindlich, viele sind noch nicht erwacht und stecken eigensinnig in materiellen Begierden oder verfälschten Glaubenssystemen fest, die ihre Herzen in geistige Gefängnisse sperren.
Gerne möchte ich diesen Geschwistern mitteilen, wer sie sind und was zu tun ist – was hiermit auch geschieht. Doch die Erfahrung zeigt, dass Wahrheit nicht besonders gerne gehört wird, denn sie zerstört nicht nur falsche Weltbilder, sondern auch spirituelle Schein- sowie religiöse Wahn- und Betrugswelten. Zumeist sind Unverständnis und Ablehnung die Reaktion, wenn eine grundsätzliche und allgemeingültige Wahrheit angesprochen wird, deren Verwirklichung Demut vor und Hingabe an einen allmächtigen Gott namens Jesus Christus erfordert. Selbst Geister, die einst in inniger Liebe zu Jesus Christus gestanden sind, können ihn im irdischen Religions-Irrgarten nicht mehr finden. So bete ich im Stillen für sie. Vertrauensvoll blicke ich dabei in Gottes Augen, die sagen: “Alles wird gut, hab Geduld, wie Ich mit dir Geduld habe.”
Im Verlauf der vorangegangenen sechs Jahrtausende haben regelmäßig Bewohner der Sternen- und Himmelswelten das Erdenkleid angezogen, um die Menschheit auf ihre Herkunft und Bestimmung hinzuweisen und ihnen die Gefahren widergöttlicher Lebensweise aufzuzeigen. Selten nahm man sie ernst, oft wurden sie verlacht, verfolgt oder gar getötet. Nur wenigen war es möglich, ihre göttliche Berufung angemessen auszuführen; wenn, dann zumeist im kleinen Kreis, unerkannt von der Welt.
Manche von ihnen konnten das in sie gelegte Wort Gottes gemäß der anerzogenen Glaubensansichten nur verzerrt wiedergeben. So entstanden neben einigen wahrhaft christlichen Gemeinden verschiedenste religiöse Gemeinschaften, deren Bekenntnisse reines Gottesleben nicht stiften konnten und können. Andere Abkömmlinge des Lichts fielen ganz aus ihrer Identität – sie versanken in den Begierden irdischen Wohllebens, materiellen Reichtums und Machtstrebens.
Leider ist die Erdbevölkerung derart verdorben und (be)trügerisch geworden, dass nur wenige verkörperte Engel sich in ihrer Berufung finden können. Alle Welt strebt allein nach Erreichung ihrer materiegebundenen Sehnsüchte und nicht nach Erfüllung ihrer geistigen Identität, die ihre eigentliche und einzige Wirklichkeit in Zeit und Ewigkeit offenbaren würde.
Das Netz des Zeitgeistes ist engmaschig – die Fallen lauern vor allem da, wo man es nicht erwartet. Die Wiedergeburt im Geist kann man nur realisieren, indem man seine Bedürfnisse von der Welt abzieht. Allein die Himmels- und Sternenkinder, die in Demut den von Jesus Christus vorgezeichneten Pfad beschreiten und auf eine verweltlichte Manifestation ihrer geistigen Talente verzichten, offenbaren des Vaters Liebesmacht.
Das ist aber nicht ihr Vorrecht. Diesem und anderen Planeten entstammende Seelen sind den Kindern des Lichts völlig gleichgestellt. In Gott erwacht sind auch sie Offenbarer seines Lebens und seiner Liebe. Und natürlicherweise haben auch sie Befreiungskämpfe zu bestehen – allein deren Ursachen und Umstände sind oftmals herkunftsspezifisch. Im Grunde gibt es nur gleichwertige Geschwister, jedes lebendig in der ihnen von Gott verliehenen Wesensart, darin sie ihre ewige Bestimmung finden.
Des Menschen Schwächen gründen sich zum Großteil in seiner vorgeburtlichen Abstammung. Er bringt gefallene Seelenanteile mit in seine Inkarnation, darin sie ihm bei rechter Lebensweise als Instrument zum geistigen Erwachen dienen. Dies ist sowohl auf anderen Planeten als auch und vor allem auf dieser Erde der Fall, wo dem satanisch Bösen aufgrund der vorherrschenden absoluten Willensfreiheit uneingeschränkte Macht eingeräumt ist.
Auch Sternenbewohnern, die ihre oft lichtherrlichen Welten verlassen, um sich in die Dunkelheit grobstofflicher Existenz zu wagen, stehen neben positiven notwendige negative Veranlagungen zur Verfügung, die eine sofortige geistige Wiedergeburt ermöglichen. Ebenso belasten sich Himmelsgeister in einer irdischen Inkarnation mit zur Materie Bezug habenden Seelensubstanz, um in der rechten Handhabung derselben ihren Gottesgeist zur Entfaltung zu bringen.
Die Auswirkungen solcher Gegenkräfte sind nicht unerheblich beeinflusst von den Gegebenheiten der Welt, von der man abstammt. Je nach Lebensart der vorherigen Existenz zeigen sich, neben der Entfaltung vorbildlicher Charaktereigenschaften und großartiger Talente, auch allerlei unvollkommene Verhaltensweisen:
Vormalige licht- bis geistesschnelle Fortbewegung und ehemals augenblickliche Willenserfüllung können jetzt zu Trägheit und/oder Ungeduld führen, denn nun müssen die einstigen Sternen- und Himmelsbewohner den sie ummantelnden schweren Fleischleib tragen, darin sie sich zeitlichen Abläufen unterordnen und räumliche Entfernungen überwinden müssen. Ihr zuvor göttlicher Gerechtigkeitssinn erzeugt im irdischen Dasein bisweilen rücksichtslose Selbstgerechtigkeit. Ein einst vorherrschendes Weisheitsprinzip kann zu einer unnatürlichen Verstandeslastigkeit führen, was wiederum Stolz und Hochmut hervorruft. Das unterschwellige Verlangen nach der im himmlischen Zustand allzeit gegebenen Einsicht in das Wesen aller Dinge kann nun in penetrante Neugier ausarten. Abkömmlinge von Gestirnen, wo Ordnung und Gleichmaß das wesentliche Prinzip darstellen, können auf Erden einem unnatürlichen Ordnungszwang unterliegen, der nun ihr Verhalten bestimmt. Und so sind viele weitere exotische Ansichten und seltsame Handlungs- und Verhaltensweisen auf die Verhältnisse der zuvor bewohnten Welten zurückzuführen.
Ihr Befreiungskampf besteht, genauso wie der dieser Erde entstammenden Seelen, in der Überwindung unterschiedlichster negativer Eigenschaften im Glauben an das Wahre und Gute. Durch Zurückstellung eigener Bedürfnisse in der Familie, durch Hilfsbereitschaft im Bekannten- und Freundeskreis, durch Befolgung von Anordnungen im beruflichen Bereich sowie Einhaltung staatlicher Gesetzgebung erwächst rechte Demut im Herzen, die unbedingt nötig ist, um den christlichen Pfad beschreiten zu können. In der Entfaltung von Mitgefühl und Barmherzigkeit angesichts des schrecklichen Leids in der Welt erwacht ihr Wunsch, dieses durch Opferbereitschaft zu lindern.
Gemäß der Hingabe an die Liebe werden die anfänglich negativen Seelenkräfte schließlich zu Aufnahmegefäßen göttlichen Bewusstseins. Die zuvor dominanten Unzulänglichkeiten gehen ein in ihre ursprüngliche Vollkommenheit.
Für die der Erde entstammenden Seelen beginnt das Menschsein erst mit der Einzeugung in den Mutterleib und der folgenden Einkerkerung des Gottesgeistes im Herzen. An ihre Existenz vor dem einstigen Fall aus der Göttlichkeit sowie an ihre daraus in Gang gesetzte Entwicklung durch unzählige Zeitenläufe haben sie vorerst keine Erinnerung.
Die Abkömmlinge aus dem Licht lebten vor der irdischen Inkarnation bereits in selbstbewusster Existenz. Da im Erdenmenschsein ihr Gottesgeist ebenfalls verborgen im Herzen der Seele ruht, ist ihre Herkunft für sie zunächst auch nicht ersichtlich. Je nach Erziehung und Umfeld wachsen viele in einem weltlich prägenden Umfeld auf und vollführen ein vorwiegend materielles Dasein mit allen möglichen Höhen und Tiefen.
Um eine Erweckung zu bewirken ist zumeist Leidensdruck notwendig, da sowohl im Schlaf der Verweltlichung und scheinbaren materiellen Geborgenheit als auch in der Egozentrik spirituellen Lustlebens göttliche Berührungen meistens nicht oder nur verfälscht wahrgenommen werden können. Authentisches Erwachen ohne schmerzliche Einflussnahme geschieht deshalb äußerst selten.
Doch selbst mit der Herausforderung problematischer und leidvoll demütigender Lebensumstände kommen eine wahrhaftige und bleibende Geistes-Offenbarung sowie eine bisweilen damit einhergehende Einsicht in die vorgeburtliche Existenz kaum zustande.
Wendet sich der Mensch in seelenöffnender Not nicht zu Gott, kann sein misslicher Zustand einen tiefen Fall in Aggression, Verzweiflung oder Depression bewirken. So mancher greift dann zu Alkohol oder härteren Drogen und/oder versumpft in seinem Leid. Diese Gotteskinder enden gelegentlich als Obdachlose. So mancher schmutzige Bettler ist ein Engel des Lichts.
Während und nach der Erneuerung der Erdenwelt werden einige dieser verlorenen Geschwister in ihr Göttliches erwachen. In der neuen Zeit werden sie zu Offenbarern himmlischen Gedankenguts.
Wie bereits erwähnt, ist die Beschaffenheit der Kinder des Lichts ihrer vorangegangenen Existenz, ihrer geist-seelischen Struktur und ihrer Berufung geschuldet.
Diese Voraussetzungen schaffen in ihnen nicht selten ein Gefühl irdischer Nicht-Zugehörigkeit. Für ihr Umfeld erscheinen sie oft `lebensuntüchtig´ und unangepasst, auch seelisch labil – etliche sind inselbegabt und autistisch. Viele tun sich schwer in der Schule, was nicht auf Dummheit zurück zu führen ist, sondern sich zumeist in der unbewussten Abwehr der lieblosen und verkehrten Art und Weise irdischer Erziehung und schulischem Unterricht gründet.
Etliche sind später in sozialen Berufen tätig oder agieren angesichts ihrer Freiheitsliebe selbstständig, wobei sie wegen ihrer Gutmütig- und Gutgläubigkeit selten gewinnorientierte Geschäftsleute werden. Aufgrund ihrer eigentümlichen Wahrnehmung verweigern sich viele dem Diktat des Verstandes, weshalb sie vorrangig ihrem Gefühl und ihrer Intuition folgen. Da vor ihrem Erwachen keine bewusste Verbindung mit dem Gottesgeist besteht, sind diese Gefühlsmenschen leicht beeinflussbar und werden oft ausgenützt.
Bedingt durch fehlenden weltlichen Halt werden viele von ihnen spirituelle Sucher. Doch ihr von der Welt losgelöster Verstand verirrt sich leicht im Labyrinth von Esoterik und verfälschter Religion. Ihre ausgeprägte Sehnsucht nach Geborgenheit prädestiniert sie leider auch dazu, in extremes Suchtverhalten zu fallen. So ist ihr Weg eine gefahrvolle Gratwanderung zwischen weltlicher Zugehörigkeit und Freigeistigkeit. Die sie begleitenden Schutzgeister haben `alle Hände voll zu tun´, auf dass diese Seelen nicht zugrunde gehen.
Doch gerade schwierige und leidvolle Umstände sind die Basis für eine Erweckung zur rechten Zeit. In ihren oftmals mühseligen und unsicheren Lebensumständen befreien sie sich leichter von irdischen Fesseln als in einer gesicherten Existenz.
Einige Kinder des Lichts erreichen gemäß ihrer Beschaffenheit hohe weltliche Positionen. Oft sind dies vormalige Bewohner von Welten mit hoher Weisheitslastigkeit, die sich nun in gedanklicher Klarheit und Verstandesschärfe ausdrückt. Aufgrund ihrer Seelenstruktur besitzen sie nicht nur vielerlei Talente, sondern häufig auch eine nahezu unbeugsame, jedoch egozentrierte Willenskraft. Im Verbund bergen diese Eigenschaften eine große Gefahr, da der berechnende Verstand zumeist alles ihm dienliche zur Bereicherung seines grenzenlosen Ehrgeizes, seiner Herrschsucht und Habgier benützt, deshalb man solche Personen häufig in den oberen Etagen großer Konzerne mit gewissenloser Gewinnorientierung findet. Hier sieht man deutlich, wie sich göttliche Fähigkeiten durch Machtwahn und Habsucht ins Satanische verkehren.
So leben einige der Großen in Wirtschaft und Politik an ihrer eigentlichen Mission vorbei. Als Abgesandte des Lichts sollten sie die Menschheit eigentlich geistig unterstützen und nicht noch tiefer in die magische Welt der Materie ziehen. Doch sehe ich etliche von ihnen erwachen und sich als die erkennen, die sie in Wahrheit sind: Kinder der Liebe Gottes. Als solche werden sie einst ihre vermeintlichen Reichtümer verlassen und Jesus nachfolgen.
(Anmerkung: Die letzten beiden Texte zeigen prinzipielle Möglichkeiten auf. In der Regel vermischen sich die Eigenschaften mehr oder weniger, daher es zu vielen unterschiedlichen Schicksalen und Verhaltensweisen kommt.)
Manche Abkömmlinge des Lichts besitzen eine außerordentliche Anziehungskraft – ihre lichte Ausstrahlung übt eine stimulierende Wirkung auf ihre Umgebung aus. Verfallen solche Geister materiellem Streben, kann die gottlose Welt gezielt auf sie einwirken und benützt deren Charisma geschickt für niedere Zwecke. Sie schenkt ihnen unermesslichen Reichtum und Ansehen. In den Hochglanzmedien werden sie als bekannte Persönlichkeiten bewundert und verehrt. Zusammen mit den mit Prominenten-Status versehenen Seelen der dämonischen Welt sind sie die Götter der konditionierten Völker und die Verblendungs- und Manipulations-Marionetten der Regisseure hinter den Kulissen dieses Erdentheaters.
Vor allem in jungen Jahren ist die unablässige Verehrung Gift für diese Menschen. Im Hoheitsrausch können sich viele nur noch in Momenten uneingeschränkter Würdigung spüren. Deshalb empfinden sie trotz allen nur erdenklichen Wohlstands fortwährend eine unangenehme innere Leere.
Leider greifen sie im Verlangen nach Erfüllung selten nach geistigem Gut, sondern befriedigen und betäuben sich mit Besitz, ausschweifendem Party- und Sexualleben sowie exzessivem Alkohol und Drogenkonsum. So fallen sie immer tiefer und mancher `Star´ überlebt seine Exzesse nicht. In der Musik-und Filmwelt gibt es genug Beispiele dafür. `Only the good die young!´ ist dann der passende Slogan dazu.
Des Öfteren beschließen zwei oder mehrere Sternen- oder Himmelsgeschwister eine gemeinsame Inkarnation auf dieser Erde. Sobald die passenden Verhältnisse für die `Passagiere´ gegeben sind, treten sie die Reise des Vergessens an und begeben sich in die Leiber der Mütter. Von jetzt an geht jede Seele ihren ganz eigenen Weg, wobei die vorgeburtlichen Gemeinschaften bisweilen auch auf Erden familiär verbunden sind oder sich in bekanntschaftlichen Verhältnissen wiederfinden. Ihre vormalige Zusammengehörigkeit können sie in der Regel aber nicht mehr sehen.
Im Verlauf des irdischen Daseins entwickeln sich die unterschiedlichsten Lebensumstände und Wirkungsfelder. So fügt es sich vielleicht, dass eine Seele aus der lichten Gemeinschaft ein weltbekannter Künstler, Wirtschaftsmagnat oder Regent wird und dadurch sehr reich und angesehen. Eine andere verbringt ein Leben in Armut oder Pflegebedürftigkeit. Jeder Mensch hat sein ganz persönliches Schicksal, je nach Veranlagung, je nach Notwendigkeit der Berufung.
Nicht wenige inkarnieren mit dem Wunsch, dass sie ihren vormaligen Familienmitgliedern oder Himmelsgeschwistern gelegentlich oder wenigstens einmal begegnen dürfen, falls sie sich nicht verwandtschaftlich finden. Wenn sie schließlich `zufällig´ aufeinandertreffen, spüren sie eine innige Liebe und Verbundenheit zu der scheinbar fremden Person. Dann kommt es leider vor, dass sich bereits Verheiratete neu verlieben, bisweilen in der irrigen Meinung, sie haben nun ihre sogenannte Dualseele getroffen, was jedoch in dieser Phase der Erdgeschichte äußerst selten der Fall ist. So manche Ehe ist dadurch schon in die Brüche gegangen.
In manchen Fällen kommt es vor, dass jemand bei einem Zusammentreffen mit einer Geschwisterseele aus dem Licht die geistige Verbindung unbewusst aber eindringlich wahrnimmt und sich `unsterblich´ in diese verliebt – die andere jedoch nicht. In der weltlichen Blindheit führt so eine einseitige seelische Verbindung bisweilen zu unsäglichem Liebeskummer der betroffenen Person, manchmal zum sogenannten Stalking.
Nach etlichen Jahren und verschiedensten Lebensläufen ist es schließlich soweit, die Erde wieder zu verlassen. Jede Seele betritt zu ihrer Zeit ihr individuell geschaffenes Jenseits und je nach Verweltlichung oder Vergeistigung geht nun die weitere Entwicklung vonstatten. Neben den wahrhaft Gläubigen sind es vor allem die Notleidenden, die der Erde kaum eine Träne nachweinen. Ihre einstige Bedürftigkeit ermöglicht ihnen ein schnelles Freiwerden von irdischen Bindungen.
Die bekannte und wohlhabende Person, die jede nur erdenkliche Annehmlichkeit genoss, die vielleicht durch Reichtum und Verehrung in Hochmut und Selbstherrlichkeit verfiel, tut sich eher schwer. Sie ist verwachsen mit den materiellen Begierden, vor allem aber fehlt ihr der weltliche Status, den sie mit ins Jenseits gebracht hat. Auch hier möchte sie darin geliebt und vorzüglich behandelt werden. Sowohl im Diesseits als auch im Jenseits ist es jedoch allein die dienende Liebe, die geistiges Wachstum ermöglicht. So hat sie sich durch irdischen Reichtum und/oder Macht einen beschwerlichen Weg bereitet, wenn sie ihren hohen Stand nicht zum Wohle der Mitmenschen verwendet hat.
Ab einem gewissen Reifegrad kommen die Seelen in lichtere Gefilde. Hier wird ihnen ihre Geschwisterschaft wieder sichtbar. Die Fortgeschrittenen wirken nun mit all ihrer Liebe auf ihre zurückgebliebenen Schwestern und Brüder ein. Ihr Gebet wird nicht nachlassen, bis auch die letzte Geschwisterseele frei geworden ist, was je nach Bereitschaft zur Loslösung von irdischen Begehrlichkeiten und Verhaftungen längere Zeiträume in Anspruch nehmen kann.
Zuletzt existieren die früheren weltlichen Unterschiede zwar nicht mehr, aufgrund des auf Erden erarbeiteten Glaubens- und Liebe-Vermögens kommt es jedoch zu abweichender Aufnahmefähigkeit des Gottesgeistes, was zum Teil große Verschiedenheit in den Seligkeits-Zuständen bedingt. Wobei jede Erfüllung ihren eigenen Maßstab von Vollkommenheit in sich trägt – und somit auch eine ganz eigentümliche Glückseligkeit.
In dieser Zeit der Wandlung und Erneuerung verlassen verhältnismäßig viele Gemeinschaften die Geborgenheit ihrer lichten Welten, um sich auf dieser Erde mit einem feststofflichen Körper zu umkleiden. Aufgrund der gegebenen Inkarnations-Möglichkeiten kommt es dadurch gelegentlich zu zeitlichen Streuungen von einigen Jahren bis zu Jahrzehnten.
So ist es keine Seltenheit, dass sich gemeinsam `Abreisende´ beispielsweise als Mutter und Tochter oder Großvater und Enkel auf Erden wieder finden. Räumliche Streuungen unterliegen in der Regel seelenspezifischen Notwendigkeiten und schaffen mannigfaltige Voraussetzungen für göttliche Berufungen. Wenn sich zu gegebener Zeit zwei oder mehrere Personen aus verschiedenen Ländern oder Kulturkreisen `zufällig´ treffen und als Geistes-Geschwister erkennen, war und ist es so gewollt.
Der Grund für eine gemeinsame Eingeburt liegt oft in dem Wunsch, auch auf Erden nicht getrennt zu sein, bisweilen jedoch in der Notwendigkeit einer göttlichen Mission. Hier führt der Vater die Sternen- und Himmels-Geschwister wieder zusammen, auf dass diese eine Insel der Liebe bilden, sei es als Familie, als Freundeskreis oder als Glaubensgemeinschaft.
Leider ist es manchmal der Fall, dass ein so gestaltetes Bündnis in geistigen Hochmut oder Irrglauben verfällt, wodurch sich eine fanatische Vereinigung bildet. Dann geht das ursprüngliche Licht verloren, das Lebenswerk kann nicht vollbracht werden.
Gelegentlich nehmen eine Schwester- oder Bruderseele Armut oder eine Behinderung auf sich, um neben der eigenen Lebensaufgabe ihrem irdischen Umfeld Hingabe im Dienen zu ermöglichen. Die fürsorgliche Nächstenliebe ermöglicht es den Helfern und Pflegern, gute Fortschritte in ihrer geistigen Entwicklung zu machen. Solche Opferseelen dienen mancher Auftragsseele zur schnelleren Entfaltung des Gottesgeistes, was zuvor in Liebe abgesprochen war.
Im geistigen Kampf stehen alle für einen und einer für alle. Der `Lohn´ der Opferseelen ist der gleiche wie der der Arbeiterseelen. Hier gibt es kein besser oder schlechter, kein höher oder niedriger. Zuletzt sind alle wieder vereint, und die Liebe zu ihrem Vater in Jesus Christus ist ihr gemeinsames Leben.
Erdenseelen
Es gehört zu meinen Aufgaben, aufzuklären über die Verhältnisse der diesseitigen und der jenseitigen Welt. Ein klein wenig durfte ich an dieser Stelle über die Abkömmlinge ferner Gestirne sowie von den Geistern aus den himmlischen Gefilden berichten.
Gleichermaßen und vor allem geht es im universellen Erlösungsprozess um die Kinder dieser Erde, die in der feststofflich gebundenen Seelensubstanz namens Materie als stetig freier werdendes Bewusstsein durch das Natur- und Tierreich bis hin zum freien Menschsein wandern, um zuletzt die Brücke der Gotteskindschaft beschreiten zu können. Auch sie sind aufgrund des luziferischen Falls mit Schwächen und Unzulänglichkeiten behaftet und unterliegen denselben Bedingungen wie alle anderen kosmischen Wesenheiten.
Die außerirdischen Völkerschaften bringen jedoch andere Voraussetzungen mit ins irdische Dasein und sind dadurch befähigt, als Diener der Liebe mitzuarbeiten an der Erlösung der gefallenen Erde. In diesem Amt steht man nicht über, sondern unter seinen vom Planeten Erde ausgeborenen Geschwistern. Vor Gott gibt es keine wie immer gearteten Hoheitsrechte – eine Sternenherkunft oder himmlische Abstammung ist in erster Linie Verpflichtung, sich in den Dienst der Liebe zu stellen.
Ist eine Erdenseele erwacht, kann es durchaus der Fall sein, dass sie den Abkömmlingen aus dem Licht an Liebe und Weisheit voraus ist und zu deren Lehrer und Führer wird – und so wird es einst auch sein. Niemand kann erahnen, was in einem noch so tief gefallenen Menschen enthalten ist – gleich welcher Herkunft.
Ich möchte noch einmal betonen: Vor Gott gibt es keine Zwei- oder Dreiklassengesellschaft, keinen Werte-Unterschied zwischen Geistern aus den Himmeln, Seelen von fernen Sternen, und den Seelen, die der Substanz dieser Erde entnommen sind. Eher neigt sich die göttliche Liebe dem Gefallenen und Hilfebedürftigen zu. Das Herz des Vaters hat große Sehnsucht nach Erlösung seiner gefallenen Schöpfung. Sein ganzes Sein widmet er dieser Befreiung. Er ist erst dann vollkommen glücklich und zufrieden, wenn dereinst auch das letzte verlorene Kind seiner Liebe wieder nach Hause gefunden hat.