Mensch – Welt – Gott

Samuel Surazal Ein Crash mit Höchstgeschwindigkeit gegen eine Wand aus Licht und Liebe

Über diese Ausgabe
Autor / Quelle
Samuel Surazal

“In jedem Menschen ist Gott Gefangener

dessen Todes.”

Durch die Anbetung der Materie hat der Mensch seine göttlichen Wesenszüge in den Schmutz gezogen. Um seine Herrschsucht und Besitzansprüche durchzusetzen, ist er zu einer rücksichts- und gewissenlosen Ausbeutungs-Maschine mutiert. Mit dem Blut zahlloser Opfer durch Rassen- und Völkermorde, grausamen kriegerischen Auseinandersetzungen, sowie durch Lüge und Betrug hat er alles wahre Leben verachtende politische, wirtschaftliche und religiöse Strukturen geschaffen, durchdrungen von Gier und Machtwahn, aufrecht erhalten durch Terror, Korruption und Manipulation.

In diese Welt werden wir hineingeboren und von Geburt an wird uns ihre `Normalität und Unabänderlichkeit´ injiziert. In der Versklavung unserer Seelen wurden wir zu gewalttätigen und konsumsüchtigen Marionetten mit nahezu ausnahmslos materiellen Lebensinhalten, darin sich die Bestimmung wahrhaftigen Menschseins längst verloren hat. Wer nicht konform geht, wird entweder als Sonderling belächelt oder gleich für verrückt erklärt, oder dem elitären Kreis entrückter Heiliger zugeordnet, der für `Normalsterbliche´ angeblich nicht zugänglich ist.

So sterben wir täglich in unseren seelischen Abgründen und denken, wir leben. Wir nennen unser Treiben Bewegung, doch es ist Erstarrung. Ja, wir verteidigen unser unsägliches Tun mit allen Mitteln, um unser Dasein weiterhin mit dem schmerzhaften Gewicht der Vergänglichkeit beschweren zu können. Wir verwenden unsere gesamte Energie, um unsere unsterbliche Seele mit ihrer sterblichen Umhüllung in den sicheren Tod zu führen.

Aber bald wird unser himmlischer Vater diese Erdenwelt reinigen von allem Übel und jammervollem Elend und sie begießen mit der immerwährenden Liebe seines Herzens, auf dass wieder erblühe der Garten Eden in voller Pracht und wohlschmeckende Früchte trage, zu speisen das erschaffene Leben im Angesicht der ewigen Wahrheit.


Die Menschheit sitzt in einem Käfig bei geöffneter Tür und krallt sich aus Angst vor der Freiheit am Gitter fest. Dabei bräuchte sie nur ihr selbstgewähltes Gefängnis loslassen, sodann könnten sich ihre geistigen Flügel entfalten. Frei wie ein Vogel flöge sie gen Himmel, um wieder zu atmen die Liebe Gottes in der wundervollen Leichtigkeit des Lebens.

Klärtest du aber die Menschen auf über ihre Gefangenschaft, lachten sie dich aus oder beschimpften dich, da du damit ihre scheinbare Existenzgrundlage infrage stelltest. Ließen sie sich von der Wahrheit berühren, würden ihre `ruhmreiche´ Vergangenheit, ihre eingebildete Gegenwart und die darin vorgestellte Zukunft als Trugbilder entlarvt und verblassend in Wert- und Sinnlosigkeit versinken. Aus diesem Grund flieht der Mensch die Wahrheit; am liebsten kleidet er sie in den Mantel des Mystizismus und des Mysteriösen und wandelt in sicherer Entfernung deutungsvoll um sie herum.

Die Flucht vor der Realität verhindert nicht nur das Entfalten der Flügel und den Flug aus dem Käfig, sie unterbindet das vorherig notwendige Öffnen der Augen, um zu sehen, wo man sich tatsächlich befindet und wer man eigentlich ist.


Um der Menschheit die Rückkehr in ihre göttliche Bestimmung zu ermöglichen, hat ihr Gott den Baum der Erkenntnis zur Verfügung gestellt. Da sie dessen Früchte zur Erschaffung und Erhaltung eines macht- und geldgierigen Systems benützt, sind diese jeden göttlichen Segens verlustig gegangen – sie sind vergiftet und bringen Leid und Tod. So tastet sie sich mehr oder weniger blind durch die Zeiten. Fern der Wahrheit spekuliert und theoretisiert sie sich durchs Labyrinth des eitlen Weltverstandes, ohne zu wissen, dass sie sich darin verirrt hat. Schließlich wird eine Korrektur nötig sein, auf dass wieder Liebe, Licht und Leben einkehren in die Herzen der verlorenen Kinder dieser Schöpfung.

Es kann sich aber jeder Mensch abwenden von all dem irdischen Blendwerk und sich Gott anheimgeben, worauf ihm der Erkenntnisbaum gesegnete Früchte darbietet. Diese beleben sein verlorenes Herz, wodurch er sehend wird. Er verlässt den vom Weltverstand gesteuerten Zug, der im Missbrauch göttlicher Gaben auf einen Abgrund zusteuert – und findet sich bald auf dem Erlösungspfad der Wahrheit und des ewigen Lebens. Er hat sich das blinde Suchen und Forschen durch unendliche Zeiträume im Irrgarten der Vergänglichkeit und des Todes erspart.


Jeder Mensch hat zu seiner größtmöglichen Freiheit einen eigenen Willen geschenkt bekommen. Dieser gibt ihm einerseits die Möglichkeit, sich auf allen nur erdenklichen Bewusstseinsebenen zu bewegen, andererseits kann er sich in dieser geistigen Selbstständigkeit mit jedem Gedanken, jedem Wort und jeder Tat für oder gegen ein Leben in Liebe zu Gott entscheiden.

Verbringt man sein Dasein ohne Liebe zu Gott, wird das unbekannte Schicksal zum sorgenbringenden Gefährten. Man weiß nicht mehr den wahren Sinn und Zweck seiner Existenz, weshalb man sich in äußeren Befriedigungen sucht und verliert. Die strenge Hand `höherer Gewalt´ führt das Instrument von Schuld und Sühne. Krankheit, Leid und Tod sind die früheren oder späteren Begleiter und werden zur unabdingbaren Normalität.

Lebt man sein Dasein in der Liebe zu Gott, tritt man Schritt um Schritt aus der geistigen Finsternis. Man erfährt wahrhaftige Erkenntnis von Leben und Tod, von Gut und von Böse. Man durchschaut die scheinbare Willkür des Schicksals, durchschaut Ursache und Wirkung allen Geschehens. Diese Sichtweise entfacht zunehmend das Feuer der Sehnsucht nach Wahrem und Gutem; in der Liebe zum himmlischen Vater findet dieses Verlangen schließlich seine Erfüllung. Getreu seiner Lebensweise wird der Mensch vom göttlichen Geist erfasst und durchdrungen – bis dieser zu seinem natürlichen Lebenselement wird.


Führt man ein Leben in materiellem Wohlstand oder gar Reichtum, genießt dazu vielleicht einen gewissen Anerkennungs- oder Verehrungsstatus in der Öffentlichkeit, ist man gemäß der allgemein gültigen Auffassung und Werte-Vorstellung erfolgreich.

Aus geistiger Sicht ist jedoch das Gegenteil der Fall. Ein Leben in Überfluss und Selbstzufriedenheit verhindert das ernsthafte Streben nach gottgeistigen Lebensinhalten. Man genügt sich in den materiellen Sicherheiten, darin man keinen Gott benötigt. Wenn es denn schon einen geben soll, dann bitte einen unnahbaren, damit man in seiner Sinnlichkeit und Bequemlichkeit nicht gestört wird; “… denn er könnte ja etwas anderes mit mir im Sinn haben und mich aus meinem behaglichen Dasein nehmen.” (Was früher oder später bei Krankheit und Tod ohnehin geschieht). Bestenfalls bedient man sich alternativ einer Spiritualität, die dem Ego schmeichelt und in unsinniger Toleranz und falsch verstandener Glaubensfreiheit alles erlaubt, was der leiblichen und seelischen Befriedigung dienlich ist.

Ist man finanziell nicht so gut gestellt, besteht der Lebensinhalt zumeist in monatlichen Balanceakten, um die Miete bezahlen zu können, das Auto zu finanzieren, einige Freizeit-Aktivitäten zu erleben und vielleicht für ein paar Tage Urlaub etwas anzusparen. Das ist an und für sich notwendig und gut. Doch im ununterbrochenen medialen Beschuss irdischer Bedürfniserweckung blickt man dabei stets auf die, die mehr haben; man ergötzt sich an den Reichen und Prominenten und wünscht sich auch so ein `sorgenfreies, glückliches und erfolgreiches Leben´. Platz für Gott gibt es keinen – Sehnsucht und Verlangen suchen ihre Erfüllung vorwiegend in der Welt der Materie.

Verbringt man sein glaubensloses Dasein in einkommensschwachen Verhältnissen oder Armut, sind die Wünsche in der Hauptsache ebenfalls finanzieller Art. Im unumgänglichen Vergleich mit der umgebenden Wohlstandswelt ist das Verlangen verständlicherweise in erster Linie auf materielle Güter ausgerichtet. Ein gottergebenes Dasein in Einfachheit und Genügsamkeit wird zumeist als Benachteiligung oder Strafe empfunden.

(Anmerkung: Wobei es zunehmend arbeitsame Bürger und Rentner gibt, die aufgrund des Unvermögens regierender Instanzen und der Geldgier von Vermietern in Armut getrieben werden. Sie sind Opfer des Kapitalismus und resignieren angesichts der sozialen Ungerechtigkeit. Eine herzliche Hinwendung zu Jesus Christus könnte ihnen bislang verschlossene Türen öffnen und wieder Zuversicht und Lebensfreude schenken.)

So ist nahezu ausnahmslos aller Menschen Lebensinhalt vergänglicher Natur. Macht, Geld, Besitz, Genuss und Vergnügungen aller Art wurden zum globalen Objekt der Begierde. Seine wahre Heimat und bleibende Erfüllung in der geistigen Welt und vor allem in der Liebe zu Gott zu suchen, hat sowohl im alltäglichen (Über-) Lebenskampf als auch im Rausch äußerer Sinnesbefriedigungen und egoistischer Selbstgefälligkeiten keinen Platz.

Was nicht heißen will, dass man sich unter allen Umständen von den dargebotenen Annehmlichkeiten dieser Welt enthalten soll. Es bedarf aber der seelischen Freiheit davon, um nicht in den unstillbaren Leidenschaften und Begierden gefallenen Menschseins zu ertrinken. Die Liebe zu Gott muss über allem Verlangen stehen. Ist ein Mensch vom Gottesgeist erfüllt, ist ihm der Reichtum dieser Welt nicht mehr wichtig. Er hat sein Leben seinem himmlischen Vater anheimgegeben, der ihn nun selbst über diese Erde geleitet und in allen Belangen für das Wohlergehen seines Kindes Sorge trägt.


Die Scheidung der Geister

Die Mehrheit der Erdbevölkerung hält die lebendige Seele für ein Phantasieprodukt, denn diese ist dem herrschenden Verstand nicht beweisbar. Spricht man einen Weltmenschen auf die Realität des Jenseits an, wird man mitleidig belächelt, “… denn das kann man ja nicht wissen!” Vergänglichkeit und Tod schiebt er weit von sich – konfrontiert man ihn mit seinem eigenen, wird er ärgerlich. Der Zustand der Welt mit all den seelischen Grausamkeiten und Kriegen wird gerne mit “Es war ja schon immer so!” beantwortet.

Für die große Allgemeinheit ist die Existenz Gottes, falls sie überhaupt in Erwägung gezogen wird, eine eher unwahrscheinliche Möglichkeit, und Liebe zu Gott ist für sie überhaupt nicht nachvollziehbar. Selbst die meisten Mitglieder konfessioneller kirchlicher Institutionen haben nur einen blind-hörigen Glauben ohne geistige Substanz.

Wahrhaft Gläubige, die ihr Leben dem himmlischen Vater anheimgeben, werden allseits als Fanatiker bezeichnet und eindringlich auf die Gefahr geistiger Verirrung hingewiesen. Doch geisteskrank ist derjenige, der sich nicht zu einer göttlichen Realität bekennen kann, die ewiges Leben bedingt.

Ein kleiner Teil der Menschheit erkennt, dass das materielle Dasein nicht alles ist und öffnet das Herz für spirituelle und religiöse Inhalte. Diese Suchenden tragen eine starke Sehnsucht nach Liebe und unverfälschter Lebendigkeit in sich. Ihr aufrichtiges Verlangen hält ihnen jederzeit und überall die Tür in ihre wahre Heimat geöffnet.

So scheiden sich die Geister. Im Laufe der nächsten Jahre wird diese Kluft stetig größer werden. Die Sklaven der Welt werden noch mehr von materiellen Begierden vereinnahmt. Von den religiös orientierten Menschen wird mehr verlangt werden an Opferbereitschaft und Hingabe. Der Weg wird schmaler und drängt auf eine vor Gott gültige Entscheidung.

Die Schwelgerei in selbstgefälliger Esoterik und selbstverliebter Spiritualität muss und wird verschwinden, Wahrhaftigkeit tritt an ihre Stelle. Das Bekenntnis zu Jesus Christus und die Liebe zu ihm ist Fundament wahrhaftigen Glaubens, sie allein schenkt Sicherheit in den kommenden Endzeitstürmen.


Beim Lauf durch Wald und Feld begegnete mir ein gemächlich dahin schreitendes Pferd. Der Reiter darauf hatte ein Smartphone in der Hand, auf das er fleißig tippte. Das Tier kannte anscheinend den Weg, denn sein Passagier bearbeitete konzentriert das Gerät und sah nicht ein einziges Mal hoch.

Sonst sieht man diese `abgelenkte´ Art der Fortbewegung bei so manchem Fußgänger und Autofahrer, ja, sogar bei Radfahrern – einen tippenden Reiter sah ich zuvor noch nie. Dieses seltsame Bild wurde mir zum Symbol dafür, wie sehr der Mensch aus seiner Gegenwärtigkeit getreten ist. Die degenerierte Seele ist ohne äußere Hilfsmittel, die ihr Selbstbestätigung, Befriedigung ihrer Neu-Gier und eindringliche Spannungselemente liefern, nicht mehr in der Lage, sich lebendig zu erfahren und zu entfalten, weshalb multimediale Kommunikation in alle Bereiche unseres Daseins vorgedrungen ist. Die (Sehn-) Sucht nach ununterbrochener Reflexion in und aus den künstlich geschaffenen Welten breitet sich aus wie eine Seuche, wovon vor allem die Generation Jugend betroffen ist.

Dem Erwachten offenbart sich in der globalen digitalen Vernetzung die Interaktivität der Seelenwelten: Verschiedenste Vorgänge, die sich in den jenseitigen Sphären abspielen, umkleiden sich im stofflichen Universum mit Materie, sprich werden diesseits mittels Wissenschaft und Technologie bewerkstelligt. So sind die jenseitige Seelen-Verflechtung und geistige Wechselwirkung in den Ausdrucksweisen Smartphone und Computer mit all den Netzwerken einer `fortschrittlichen´ Zivilisation für irdische Prozesse nutzbar.

Da sich die geistige Welt zunehmend zur Erde neigt, respektive die `Trennwand´ zwischen Diesseits und Jenseits fortlaufend dünner wird, werden die materiellen Entsprechungen in den nächsten Jahren noch deutlicher zutage treten – immer mehr geistige Realitäten manifestieren sich in analogen diesseitigen Erfindungen. Ihre uneingeschränkt wirksame Schöpferkraft erlaubt der Menschheit technische Innovationen in einem bisher für unmöglich gehaltenen Ausmaß.


Da der Mensch sein göttliches Dasein verloren hat, darin der gesamte Kosmos enthalten ist, muss er die Welt außer sich erforschen. Er ist zum Entdecker und Eroberer nicht nur dieser seiner Erdenwelt geworden, er hat auch einen starken Drang ins All vorzudringen, um vielleicht auf fernen Planeten auf intelligentes Leben zu stoßen. Hier kommt die Herkunft inkarnierter Sternenseelen zum Tragen – ihre kosmische Sehnsucht und Wissbegierde sind Antrieb für unsere Raumfahrt geworden.

(Anmerkung: Aber auch die Liebe und Zuneigung unserer Geschwister auf fernen Planeten und Sternen zu uns Erdenmenschen zieht unsere Herzen gleichsam wie ein Magnet an; dies hat ebenfalls zu unserem Verlangen beigetragen, ins All vorzudringen.)

Den ersten sowie den im weiteren Zeitenverlauf im Geiste Gottes eingeborenen Menschen war ihre Seelenwelt noch gänzlich erschlossen. Sie lebten im Bewusstsein, dass sich die äußere Welt in ihrer wahrhaftigen und unvergänglichen Realität in des Menschen unendlichem Seelenkosmos befindet. So konnten sie diese Erde geistig bereisen, und auch die fernen Planeten und Sterne waren ihnen nicht fremd, da sie geistpersönlich vor Ort waren.

(Anmerkung: Im eigentlichen Sinne erlebt man die Welt nur in sich. Allein durch die materielle Bindung entsteht eine relative äußere Bezugswelt, die aber nicht der Wirklichkeit entspricht. Man sieht außer sich die in der Seele gleichsam formatierten Bildnisse einer im Grunde unbegreiflichen, weil unendlichen Geisteswelt. Diese räumlich und zeitlich begrenzten Abbilder werden auf den jeweiligen Wirklichkeiten dreidimensional dargestellt. So entsteht eine für unsere Sinneswahrnehmung (be)greifbare gegenständliche Projektion. Dies ist ebenso beim Wort als auch bei allen Lebewesen der Fall.

Gemäß des geistigen Erwachens löst sich die bildhafte Manifestation sukzessive auf, worauf die universelle Realität `dahinter´ sichtbar wird. Eigentlich: Worauf sich die im Gottesgeist im Herzen des Menschen enthaltene göttliche Realität allmählich offenbart. Äußere universelle und herzensinnere Wirklichkeit entsprechen sich aber nicht nur, es ist ein und dieselbe Wirklichkeit / Wahrheit.)

Was ein wiedergeborener Mensch der geistigen Realität verordnet, muss in der äußeren, materiell erscheinlichen Welt geschehen, daher gehorchen ihm die Pflanzen- und die Tierwelt. Damit ist ihm die Erde und alles, was auf, in und über ihr ist, untertan – wie es uns ursprünglich von Gott angetragen war. Dieser Zustand wurde immer wieder von einzelnen Gotteskindern verwirklicht. Aus weisheitsvollen Gründen offenbarten sie ihre Fähigkeiten aber stets nur im kleinen Kreis und nie der herrschenden Verstandeswelt. Für die Allgemeinheit war und ist allein das lebendig machende Wort Träger geistiger Macht.

In der Aufrüstung des Endzeitgeschehens wird es vermehrt Erdenbewohner geben, die in ihren Anlagen und Talenten teilweise, vereinzelt sogar vollständig im Geiste wiedergeboren sind. In der neuen Zeit werden sie darin und daraus öffentlich agieren.


Es gibt zahllose Wesenheiten im Kosmos, die sich unter den verschiedensten Bedingungen und Voraussetzungen entwickeln und die unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen haben:

Auf dieser Erde geht das, sich in der Gottverlorenheit erst verflüchtigt habende und schließlich zu Materie erstarrte Seelenleben (Seele meint hier das Bewusstsein der aus der göttlichen Vollkommenheit gefallenen Geister) zu seiner Wiederbringung den Evolutionsweg durch das es stetig freier setzende Mineral-, Pflanzen-und Tierreich.

Wenn nun ein solches Seelen-Bewusstsein alle nötigen Ausbildungsphasen bis zu den höchst entwickelten Tierarten durchschritten hat, werden seine noch geteilten Anteile wieder zusammengefügt und konsolidieren sich je nach Beschaffenheit über einen gewissen Zeitraum zu einer Menschenseele. Ist eine passende Geburts-Konstellation vorhanden, kann sie sich in einen Mutterleib einzeugen, wo ihr im embryonalen Zustand der Geist Gottes ins Herz eingebunden wird. Diesen kann und soll der Mensch in der Liebe zu seinem Vater in Jesus Christus möglichst bereits im irdischen Dasein entbinden – was aufgrund der allgemeinen Gottverlorenheit bislang zumeist jedoch erst in den weiteren jenseitigen Entwicklungsverläufen geschieht. Sodann schließt sich der Kreis des Werdens, die wiedergeborene Seele geht als freier Geist ein in die ewige Heimat.

Dann gibt es die aus ihrem eigentümlich-seelischen Evolutionsprozess hervorgegangenen Menschen der zahllosen anderen Planeten sowie der unzähligen Sternenwelten des Alls. Viele von ihnen vollbringen ihre Existenz in geistigen Höhen, dennoch leben sie nicht uneingeschränkt willensfrei, da ihr Bewusstsein gottverordneter Lebensart unterliegt – in Anpassung an die bewohnte Welt.

Sie wagen den Weg des Vergessens in die Finsternis dieser Erdenwelt, denn sie wollen hier die freie Gotteskindschaft erlangen, die ihnen umgehend einen Platz in der Wohnstatt unseres himmlischen Vaters bereitet. Eine langwierige Vervollkommnung durch zahllose Zeitenläufe in aufsteigenden Inkarnationen auf immer höher entwickelten Gestirnen, um schließlich die Atmosphäre des Himmels atmen zu können, ist infolgedessen nicht nötig.

(Anmerkung: Die unmittelbare geistige Wiedergeburt ist nur auf dieser Erde möglich, da hier die satanischen Kräfte am stärksten gegen den Gottesgeist wirken, wodurch sowohl Gutes als auch Böses grenzenlos ausgeübt werden kann. Hier ist der Geist Satans gebunden – und hier nahm Gott Menschengestalt an und bahnte für seine gefallenen Kinder den direkten Weg aus dem Tod in sein Leben.)

Und es gibt die Geister aus den Himmeln, die hier gegebenenfalls einen Auftrag erfüllen sollen. Wie die Sternenseelen müssen auch sie im irdischen Lebenskampf ihren Gottesgeist erst wieder entdecken und freisetzen. Ihre Aufgabe besteht darin, mit ihrem Herzenslicht das Welten-Bewusstsein zu erhellen und der Erdbevölkerung mit aller Kraft und Hingabe zu dienen.

Manche Himmelsbewohner, die jetzt Fleisch angezogen haben, sind, seit der Erschaffung des ersten Menschen vor etwa 6000 Jahren, schon einmal über diese Erde gewandelt. Davor gab es wohl auch humanoide Lebewesen, ihre Seelen waren aber mehr tierischer Natur – sie waren noch nicht in der Lage, göttliches Bewusstsein zu empfangen. Erst in und durch Adam und Eva wurde das heutige Menschengeschlecht begründet. Dieses Paar ist wahrhaftig das von Gott erschaffene Urelternpaar der Menschheit.

Grundsätzlich gibt es in der Gotteskindschaft aber keine Unterschiede. Sei es, dass eine Seele aus den himmlischen Sphären `herabgestiegen´ ist oder von einem Stern abstammt. Alle geschaffenen Geister kommen ursprünglich aus Gott, gehen verschiedene Wege und finden sich als vollkommene Einheit in Gott wieder. Eine geistige Hierarchie existiert also nur in Form zeitbedingter Relativität, wobei jede geschaffene Wesenheit in ihrer angelegten schöpferischen Bestimmung eine ganz individuelle Funktion ausübt – und somit eine ganz eigene Glückseligkeit erfährt.

Im universellen Erlösungswerk gestaltet sich die Liebe-Ordnung so, dass die Himmelsgeister Diener der Erden- und aller anderen Allseelen sind, denn um die geht es ja eigentlich. Die durch die Gottverlorenheit mit Satan gefallene Geisterschar, nun sich erscheinlich darstellend als materielles Universum, soll im Laufe der Ewigkeit befreit und erlöst werden. Und die intensivste Tätigkeit und Anstrengung dafür findet auf diesem kleinen Planeten namens Erde statt – denn bei Gott wird stets das Kleinste zum Größten erhoben.


Eigenschaften und Vorlieben jedes einzelnen Erdenbewohners als auch ganzer Völker dieses Planeten richten sich nach dem jeweils vorherrschenden Kollektivbewusstsein, aber auch nach der vorgeburtlichen Herkunft. Bei Seelen, die bereits selbstbewusst auf anderen Gestirnen existiert haben, sind dafür maßgebend dortige religiöse und soziale Verhältnisse, aber auch die landschaftliche und wirtschaftliche Beschaffenheit.

Dem Planeten Erde entstammende Seelen bringen natürlicherweise ebenfalls prägende Voraussetzungen ins Menschsein mit, die sich aus den Charakteristiken hochentwickelter Tierarten ergeben.

Die von den unterschiedlichsten Gestirnen mitgebrachten Eigentümlichkeiten vermischen sich mit der auf dieser Erde erfahrenen Erziehung, der vorherrschenden kulturellen und traditionellen Färbung, dem Bildungsstand beziehungsweise der Meinungsbildung, dem maßgeblichen Glaubensprinzip sowie dem Liebezustand. Zusätzlich spielen die, von den Eltern der eingezeugten Seele übergebenen Seelenanteile (Analoge Wesensart, körperliche Ähnlichkeit – diese können aber auch aufgrund einer identischen kosmischen oder himmlischen Abstammung gegeben sein), als auch die genetischen Vorgaben des Stammbaumes eine nicht unbedeutende Rolle.

Unter dem Begriff Genetik oder genetische Vererbung verbergen sich Blutlinien – dies sind aufgrund der seelisch-geistigen Abstammung verordnete Ahnenreihen, die bis zu den ersten Menschen zurückreichen. Es ist also das Zusammenspiel vorgeburtlicher Eigenschaften und irdischer Prägung, die eine Persönlichkeit ausmachen – wobei die charakterliche Grundhaltung primär und materielle Vorlieben häufig im vorerdenmenschlichen Dasein ihre Wurzeln haben.

In der Erdbevölkerung geistiger Erblindung ist das Wissen um die Existenz der kosmischen Völkerschaften verloren gegangen, daher zieht der Verstand eine in den Leib mitgebrachte seelische Grundbeschaffenheit überhaupt nicht in Betracht. Ist man geistig erwacht, werden einem diese Verhältnisse jedoch ersichtlich; sie schenken ein tieferes Verständnis irdischer Um- und Zustände. Ausführliches dazu in `Abkömmlinge des Lichts´.


Kurze Geschichte der Geburt der Menschheit (in Anlehnung an die Offenbarungen des Vaters durch Jakob Lorber).

Mit der Einbindung des Gottesgeistes im Herzen der Seele des erstgeschaffenen Menschen Adam wurde die Menschheit geboren. Dieser Geist unterscheidet uns vom Tier und von den Urmenschen, denn er schenkt uns freiheitliches Bewusstsein und macht uns dadurch fähig zur wahrhaftigen Gotteskindschaft.

Aber der Erstgeschaffene erkannte sich und die Welt noch nicht. Ihn überkamen große Einsamkeit und Verlorenheit, da er weder kannte seine Herkunft noch seine Identität und seine Bestimmung. Ruhelos irrte er umher und konnte nichts finden, was seine unbestimmte Sehnsucht befriedigen konnte. Er hatte Hunger und Durst sowohl nach materieller als auch nach geistiger Nahrung, doch wusste er nicht, was diese Bedürfnisse bedeuten und kannte auch nicht die Möglichkeit, diese zu stillen.

Da versetzte Gott Adam in einen tiefen Schlaf und zeigte ihm die Liebe seines Herzens, darin Adam sich und die Welt mit Wohlgefallen erkannte. Doch es bestand die Gefahr, dass er sich selbstverliebt darin verlieren könnte und dadurch den in seiner der Erde entnommenen Seele vorhandenen satanischen Kräften erneut Tür und Tor geöffnet würden.

Daraufhin entnahm ihm Gott die erwachte Eigenliebe und manifestierte diese als separates, jedoch von Adam abhängiges Bewusstsein in Form einer wunderschönen reizenden Gestalt, voller Anmut, Sanftmut und Zartheit. Und Adam fand großen Gefallen an der Eva und es ward Licht in ihm und Freude und dadurch auch in der Eva.

In der Folge offenbarte Gott dem ersten Menschenpaar alles Leben dieser Erde. Er schenkte ihnen ein göttlich Leben im Paradies, darin sie herrschten über alle Tiere, Pflanzen und Elemente.

Um Adam und Eva zur Zeugung von Nachkommen zu befähigen, auf dass die Erde zum Zwecke des seelisch-geistigen Erlösungs-Prozesses zunehmend bevölkert werde, zeigte ihnen ihr Vater die Möglichkeit der Fortpflanzung. Um ihre Demut und ihre Ergebung in den göttlichen Willen bleibend zu festigen, gebot er ihnen aber, den Beischlaf erst auf sein Geheiß hin zu vollziehen, ansonsten sie aus dem Paradies verstoßen würden und der Tod die Folge sein werde.

Das Verlangen zu kosten von der sinnlichen Frucht war jedoch größer als ihr Gehorsam. Adam und Eva erlagen `der Schlange der Versuchung´ und verfielen wiederholt der hemmungslosen Fleischeslust – und verloren schließlich ihre jungfräuliche Vollkommenheit an die Sterblichkeit und Unvollkommenheit zeitlicher Liebe. Ihr gottgegebener Geist, der sie zu Regenten über die Erde gemacht hatte, zog sich zurück. Fortan durften sie nicht länger die Früchte des Lebensbaumes genießen (lebendiges allgegenwärtiges Wissen), sie mussten sich von den Früchten des Baumes der Erkenntnis ernähren (Weg der zeitlichen Erfahrung).

Im Verlauf der folgenden Generationen teilte sich die Menschheit in die Völker der Höhen und Tiefen. Die Bewohner der Berge fanden Dank göttlicher Führung zurück zum wahren Glauben. Aufgrund ihrer reinen Lebensweise kannten sie weder Krankheit noch andere existenzielle Nöte. Die Liebe in und zu Gott sowie der Dienst am Nächsten waren ihr Lebenselixier. Sie erreichten durchwegs ein Alter von mehreren hundert Jahren, ihr `Tod´ war zumeist ein bewusstes Verlassen des Körpers.

Die glaubenslosen Völker in den Tälern verschlossen ihre Herzen gänzlich vor Gott. Krankheiten wurden geboren, der Tod wurde zum Schreckgespenst. Bereits damals gab es Städte, die von machtgetriebenen Herrschern regiert wurden. Die privilegierten und wohlhabenden Bürger lebten allein für ihre Lustbedürfnisse, das niedere Volk wurde in erbärmlicher Sklaverei gehalten.

Bedingt durch den gesellschaftlichen Verkehr mit den Talbewohnern zogen jedoch immer mehr Bewohner der Berge hinab in die Städte, um am ausschweifenden Leben der Völlerei und Hurerei teilzuhaben. In den Generationenfolgen verloren schließlich auch sie ihr gottgeistiges Bewusstsein.

Infolge ihrer widergöttlichen Lebensweise ging die Bevölkerung in den Tälern in einer Überschwemmung gigantischen Ausmaßes zugrunde. Allein Noah, der in den hohen Regionen des Glaubens als Getreuer der Liebe des himmlischen Vaters blieb, wurde mitsamt seiner Familie verschont. Er wurde zum Stammvater eines neuen Geschlechts.

Heute befindet sich die Welt in einem ähnlichen Stadium. Nur wenige Menschen sind Gott tatsächlich treu und leben auf den Bergen wahrhaftigen Glaubens – und bleiben auch dort. Die Liebe zum himmlischen Vater entspricht der rettenden Arche. Wenn die Schleusen zur Dunkelheit geöffnet werden und diese alles Böse und Lügenhafte mit sich in ihren Abgrund reißt, wird allein Gottes Herz Schutz und Rettung bieten.

(Anmerkung zu Mann und Frau: Egozentrische Liebe als negatives, empfangendes Prinzip stellt sowohl die Schöpfung als universelles Aufnahmegefäß göttlichen Lebens dar, wurde aber auch weiblich wesenhaft aus dem ersten Menschen Adam als Urmutter Eva gestaltet.

In der derzeitigen Phase der Emanzipation wird die Darstellung der Frau als dem Mann entnommene Selbstliebe bei vielen auf Unverständnis und Ablehnung stoßen. Hier gibt sich jedoch keine Meinung kund, sondern eine rein objektive, tatsächlichen Gegebenheiten folgende Betrachtungsweise, die das weibliche Geschlecht in keinster Weise ab- und den Mann keinesfalls aufwertet.

Dieser hat seine gottgegebene Verantwortung als liebeweiser Führer der ihm angetragenen Weiblichkeit für niedere Zwecke missbraucht und wurde zum despotischen Unterdrücker des weiblichen Geschlechts. Das konnte nicht gutgehen. Jetzt erstrebt die Frau die Macht, um den Mann in die Schranken zu weisen. Doch auch das ist nicht in der göttlichen Ordnung.

Mann und Frau sind gleichwertige Wesenheiten, jedoch mit unterschiedlicher Seelenstruktur und dadurch divergenten Lebensaufgaben – er als gebendes, sie als empfangendes Herz; sie bilden aber nur in ihrer Liebe zu Gott und daraus zueinander eine vollkommene Einheit. Eine himmlische Ehe kann erst zustande kommen, wenn sich beide in ihren göttlichen Identitäten verwirklichen und vereinen – und nicht in falsch verstandenem Geltungs-, Gleichheits- und Unabhängigkeitsstreben ihre wahrhaftige Bestimmung untergraben. Mehr zu diesem Thema im Kapitel `Sexualität ´.)


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