Diese richten sich selbstverständlich an alle Menschen, die den Weg mit Jesus Christus gehen.
Liebe Geschwister, in Jesu Gegenwart habe ich in meiner Brust ein Gefühl von Wärme und Licht, in meinem Herzen spüre ich dabei die Quelle des Lebens, Unsterblichkeit überkommt mich und absolute Geborgenheit, so dass es nichts gibt, was mich beunruhigen oder in Furcht versetzen kann.
Wenn ich Kundgaben aus dem Geist empfange oder der Vater in mir spricht, fühle ich das lebendige Wort im Herzen, das sich offenbart in Liebe und Wahrhaftigkeit und sich sodann durch mich manifestiert in der Welt des Scheines und des Todes.
Im Alltag darf ich oft erleben, dass alles Liebe ist. Die Fesseln irdischer Gebundenheiten lösen sich und geben mich frei. Die Scheidewand, welche die Seele von der geistigen Eingeburt trennt, ist bereits durchsichtig und ich fühle, was es bedeutet, im Gottesgeist aufzugehen. Ich sehe meine Zukunft im Dienst unseres himmlischen Vaters und der Welt Zukunft im Licht der Wahrheit und sehe, dass alles gut ist und gut wird.
Dann kommen wieder Zeiten, wo sich der Geist zurückzieht und ich Jesus nicht nahe bin und somit keine Liebe in mir finde. Dann erfasst mich die Welt, dann umschließen die Ketten irdischer Begierden meine Seele und fesseln sie an den Tod der Materie.
In diesen Momenten treten Zweifel an mich heran ob meiner Berufung und oft überkommen mich dann Traurigkeit und erdrückende Dunkelheit. Nehmen die Zweifel Überhand, sage ich zu Jesus: „Wenn ich ein Verirrter bin, wenn ich nicht in Deinem Sinne handle, dann nimm mir diesen Leib.“ Das meine ich dann auch so. Denn lieber sterbe ich, als dass ich mir anmaßen möchte, ein Prophet zu sein – und es nicht von Gott aus bin. Bisweilen nehme ich dann wahr, dass Himmelsgeschwister für mich beten, und das stärkt mich wieder.
Dieses Hin-und-her und Auf-und-Ab ist aufgrund der in der Seele befindlichen verborgenen Missstände vorerst noch notwendig, und als Gotteskind darf man das auch so sehen. Denn dadurch findet eine Lockerung erstarrter Seelensubstanz statt, in den seelischen Stürmen wird die Sehnsucht nach Wahrheit und Liebe immer stärker angefacht, lösen sich gefallene Bewusstseinsfragmente aus den seelischen Abgründen und werden so sichtbar und greifbar, um sie Jesus Christus darbringen zu können zur endgültigen Erlösung.
In diesem Auf-und-Ab befinden sich alle Gotteskinder – mehr oder weniger. Jedes in seiner ganz individuellen Reifezeit und Erkenntniswelt, stets gemäß der seelischen Struktur, der irdischen Konditionierung und Verfassung sowie der geistigen Befangenheit, Herkunft und Berufung.
Das ist solange nötig, bis die Demut den Reifegrad erreicht hat, bis der Raum in der Seele vorhanden ist, dass der Geist Gottes, der bereits in uns über den Wassern unserer werdenden neuen Welt schwebt, spricht: „Es werde Licht!“ Und es wird Licht werden, das Licht der Liebe unserer Herzen wird bald erstrahlen in unseren neugeborenen Seelen und über die neue Erde durch und in Jesus Christus. Amen.
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Lieber Bruder, liebe Schwester, was ist deine wahrhaftige Sehnsucht? Kannst du dir ein ewiges Leben ohne Jesus Christus vorstellen … ohne an Seiner Seite zu sein jetzt und in Ewigkeit? Für die meisten von uns ist es doch unvorstellbar. Deshalb schenken wir Ihm unser Leben jetzt.
Mit welchen Verdiensten stehen wir dann einst vor Ihm? Was hat ein Christ für Verdienste? Die gibt es in Wahrheit nicht, denn alles Gute tut Gott und alles Schlechte der Mensch. Und doch ist es so, dass uns unsere Werke nachfolgen, die guten wie die schlechten. Die guten Werke, das ist Er selbst, Er folgt uns nach. Das heißt, Er erfüllt uns in und mit Seiner Gnade und schenkt uns das Ergebnis Seiner göttlichen Werke in und durch uns. Die schlechten Werke, das sind wir mit unserer gedanklichen Last, mit unseren seelischen Verfehlungen, getan in Eigensinn und Selbstsucht.
So stehen wir einst und jetzt nackt vor Jesus Christus, angetan allein mit dem Gewand Seiner barmherzigen Liebe und sprechen: „Danke Vater, dass ich nichts vor Dir sein darf, so kannst Du alles sein in mir. Nur Deine Liebe möchte ich, lieben möchte ich Dich in Ewigkeit, immer mehr, Du mein Jesus, mein Ein und Alles!“
Ist das nachvollziehbar? Zu extrem? Zu weit weg? Welche Dimension des Glaubens wählen wir? Wie weit reichen unsere Demut und Liebe? Soweit, wie wir mit Jesus Christus vereint sind in unseren Herzen. Seine Liebe ist ewig und unsterblich und wir dürfen es sein mit ihr und in ihr.
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Liebe Geschwister, in der Bibel steht, dass uns unsere guten und schlechten Werke nachfolgen und dass diese unsere Wohnstatt und unseren Zustand im großen Jenseits bilden.
Wir als Christen stehen also einst mit unseren getanen Liebewerken vor Gott. Doch mit welchem Bewusstsein? Denken wir dann, dass wir ja dies und jenes Gute getan haben und auch Seinem Liebewillen nachgekommen sind und dass wir deshalb den Himmel erwarten dürfen? Werden wir dann verlangen, einen gewissen geistig-himmlischen Status zu besitzen vor denen, die offensichtlich nicht so gut gehandelt haben wie wir?
Oder besitzen wir die Demut, zu sagen: „Lieber Vater, allein um der Liebe willen habe ich liebreich gehandelt und nicht um eines Lohnes willen. Lieber Vater, alles Gute in und aus mir hast ja Du getan und alles Übel kam von mir. So stehe ich vor Dir und frage nicht nach himmlischem Lohn, sondern nur Dich möchte ich. Bei Dir möchte ich sein, denn Du allein sollst mein Lohn und die Erfüllung all meiner Sehnsucht sein. Lieber Vater, ich bin es nicht wert, dass du mich aufnimmst, doch bitte ich Dich, sei mir armen Sünder gnädig und lass mich eingehen in Dein Herz, denn nur mit Dir und in Dir kann und möchte ich noch leben.“
Liebe Brüder und Schwestern, seien wir ganz ehrlich: Ist in uns nicht ein gewisses Vorrechtsbedürfnis und Hochmutsgefühl vorhanden? Wenn wir unangenehme `Liebe-Opfer´ gebracht haben, verlangen wir dafür nicht heimlich oder versteckt einen Ausgleich, einen gerechten Lohn?
Woher kommt dieser Hochmut? Ganz einfach: Üben wir unsere Liebewerke mit dem Verstand aus beziehungsweise bewerten diese vorwiegend mit dem Verstand, verlangt dieser eine Gegenleistung. Er kann nicht anders, denn er ist materiegebunden und somit egozentrisch. Sind wir hingegen in hingebungsvoller und selbstloser Liebe für unseren Jesus tätig und sprechen Ihm grundsätzlich jegliches Liebetun zu und leben also im Bewusstsein, dass wir Arm und Wort Seiner Liebe sind, Er aber der wahrhaft Handelnde und Geber aller Gaben ist, sind und bleiben wir frei von selbstgerechter und lohnverlangender Ichhaftigkeit. Dann handelt Jesus in und durch uns, dann beginnt Er in uns zu leben und wir haben Anteil an Seiner Göttlichkeit.
Das ist das Erbteil unseres himmlischen Vaters, das ist die Auferstehung des Fleisches, das ist das wahre Leben in Gott. Dann kommt kein Bedürfnis mehr nach menschengemachter Gerechtigkeit, nach Selbstgerechtigkeit auf, keine Überheblichkeit und kein Herabsetzen von Personen, `die das nicht verdient haben, was wir verdienen´.
Liebe soll und muss den Verstand dirigieren, muss Herr sein über den Verstand, der wohl seine Berechtigung hat, aber nicht als Herr der Liebe, sondern als ihr Diener. So wie auch wir als Gotteskinder unserem Herrn und Gott und Vater dienen sollen, und uns nicht in Hochmut über Ihn erheben, da wir sonst Seine Liebe entgöttlichen und so auch uns.
Jesus spricht: „Meine Kindlein, liebet und gebet allein um der Liebe willen, erfreut euch an der Schönheit der Liebe – sie ist das Gut, das euch vergöttlicht. Doch nur, wenn ihr sie selbstlos verteilet, wird sie euch erfüllen und Mich in euch verherrlichen. Dann werdet ihr eingehen im Mein göttlich Reich, welches ist Mein Herz und ist Meine ureigene Wohnstatt ewiglich.“
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Liebe Geschwister, diese Jahre sind besondere, denn in dem Maße, in dem sich die weltliche Lage zuspitzt, findet auch die geistige Transformation statt bei denen, die sich freigegeben haben für die Liebe zu Jesus Christus. Sein Geist drängt geradezu in unsere Seelen, das Blut Seiner Barmherzigkeit fließt in unsere Sünden und bietet sich unaufhörlich an, gleicht aus, ermuntert, segnet, verbindet, erneuert.
Dabei kommt es bei Gotteskindern zu bislang ungekannten und ungeahnten Seelenzuständen neuer und wunderbarer Art und Weise. Aber es kommt auch zu Prüfungen, die eine bewusste und tiefgreifende Entscheidung fordern. Eine Entscheidung für das Leben in Jesus Christus mit allen Konsequenzen – oder eben nur eine halbe oder noch weniger.
Bleibt man im Vertrauen und geht diesen Weg konsequent, führt uns der himmlische Vater tiefer in Sein Herz, erfüllt Er uns mehr und mehr mit Seinem Liebegeist. So geht es Schritt für Schritt in die geistige Entrückung, in die geistige Wiedergeburt.
Deshalb frage sich jedes Gotteskind: „Was bedeutet Christsein in Wahrheit für mich? Wie weit bin ich bereit zu gehen? Bin ich wirklich willens, meinen alten Menschen für die Liebe zu opfern? Reicht meine Liebe, um mein Leben Jesus Christus zu schenken?
Für die Erfüllung dieser Fragen und Anforderungen sind wir auf diese Erde gekommen. Bereits in dieser Welt einzugehen in den Geist der Liebe Jesu Christi ist der Sinn unserer irdischen Existenz. Alles andere ist dem untergeordnet und bekommt erst dadurch Sinn.
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Nach einigen Gebetserhörungen bei Krankheiten
Liebe Geschwister, wie man sieht, hat die `kleine Herde´ bereits Gebetsmacht erhalten. Die Zusammengehörigkeit im Geiste und in der Liebe schafft eine göttliche Einheit mit Jesus in unserer Mitte. Seine Gegenwart in unseren Herzen macht unseren Glauben lebendig und ist die Erfüllung unserer Sehnsucht. Treue und Vertrauen sind die Instrumente der Herzensliebe zu Jesus Christus. Sie führen uns in die Wirklichkeit und Lebendigkeit wahrhaftigen Glaubens. Zusammen mit unserem himmlischen Vater gehen wir voller Freude und Zuversicht auf dem Weg der Wahrheit und des Lebens. In Freude und Not halten wir zusammen und stehen füreinander ein, sei es im Gebet, sei es in der Tat.
Ja, wir sind aufgewacht und angekommen. Nun heißt es, die mehr oder weniger noch vorhandene Schlaftrunkenheit abzulegen und unsere Herzen beständig für Jesus Christus zu öffnen und offen zu halten, auf dass Er bleibend eingehen kann in das freie Reich unserer Seelen, in die freie Liebe unserer Herzen.
Geistige Gemeinschaften bilden vereint den Leib Christi. Wir sind eine davon, ja, wir sind ein Teil Seines Herzens. Durch uns und in uns betritt Er diese Erde, um Sein Reich zu errichten – seien wir uns dessen stets bewusst. Ihm zu dienen ist unsere erste und vordringliche Aufgabe, sie steht über unserem eigenen irdischen Verlangen und unseren Bedürfnissen. Dies zu tun und zu sein ist unsere Berufung und freie Bestimmung.
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Liebe Geschwister, unser Glaube muss erfüllt sein von Liebe zu Jesus Christus. Wir brauchen Vertrauen in unseren Glauben, so schaffen wir geistige Realität in uns und um uns, denn unsere Gedanken sind ja bereits Realitäten in der geistigen Welt. Diese beleben wir im Glauben, dass wir wahre Gotteskinder sind, dass unser himmlischer Vater uns gerufen und berufen hat, um uns immer mehr zu durchdringen mit Seinem Geist.
Glauben bedeutet auch, dass unsere Verbindung zu Jesus Christus die einzig wahre Realität in uns erzeugt und darstellt. Im wahrhaftigen Glauben lösen sich alle Zweifel bezüglich der Gegenwart Gottes in uns auf.
Ich erlebe das so, dass ich absolute Sicherheit habe, dass meine Bitten und Gedanken in Jesu Herzen ankommen. Da gibt es keinen Zweifel mehr. Wodurch kommen wir in diese Gnade? Es ist die Treue zu Gott und das unbedingte Vertrauen in Seine allgegenwärtige Liebe.
Treue bezeichnet, dass man schrittweise alles loslässt, was den göttlichen Geist an der Erfüllung der Seele hindert. Dies geschieht, wenn man aufrichtig und in Demut vor Jesus Christus tritt und Ihn um Befreiung von aller Last bittet, Ihn bittet um das nötige Licht zur wahren Selbsterkenntnis. Das kann dann auch ein Loslösungsprozess sein, nicht alles auf einmal, aber doch nach und nach und das bestimmt – wobei rasch natürlich besser ist.
Dieses scheinbare Opfer führt den Menschen unweigerlich in die göttliche Auferstehung. So wird Glaube zur Gewissheit, so erwacht der Herzensfunke und durchdringt den Menschen mit Jesu Gegenwart. Dann wird die Verbindung vom eigenen Herzen zu Jesu Herz spürbar, dieser Liebelichtstrahl, welcher erwärmt das Seelenherz, man spürt eine lichte Wärme in der Brust, ein Fließen des Geistes von innen heraus, manchmal sehr intensiv. Dies wonnige Gefühl ist die göttliche Berührung von Herz zu Herz, ist die Begegnung von Vater und Kind.
Der Vater sagt: „Habt Vertrauen in euren schwachen Glauben, dann werde Ich diesen stärken und erfüllen mit Gewissheit. Nehmt diese Meine Worte als Tatsache: Ich bin in euch und will in euch leben. Lest Meine Worte mit euren Herzen und erfühlt dabei Meine Gegenwart. Erstarkt in Mir, Meine Kinder; glaubet doch, dass Ich bei euch bin alle Tage.“
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Liebe Geschwister, viele von uns haben ihr Leben mehr oder weniger dem himmlischen Vater anheimgegeben. Doch manche von uns fragen sich: „Warum gebraucht der Vater mich nicht bereits als Sein Werkzeug? Warum erkenne ich Gottes Plan mit mir nicht? Warum muss ich in eine Arbeit, in einen Beruf, darin ich ganz im Weltlichen sein muss, der mich mit irdischem Ballast füllt und mich vom geistigen Bewusstsein abzieht? Warum bin ich krank, obwohl ich Ihm doch dienen möchte?“
Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele von uns. Der Grund der Unsicherheit und der Fragen ist mangelnde Selbsterkenntnis, sind Misstrauen und Ungeduld sowie fehlende Demut. Deshalb sollen wir uns zunächst einmal fragen, warum wir Gott dienen wollen. Was ist unsere Motivation? Und bereits hier scheiden sich die Geister. Schenke ich mein Leben der göttlichen Liebefürsorge für diese Welt oder in der Hauptsache der Fürsorge für mich selbst? Lege ich Gottes Willen in meinen Ich-Willen oder meinen Ich-Willen in Gottes Willen? Das ist ein sehr subtiler Vorgang und die Erkenntnis dafür ist ebenso subtil.
Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass die Sehnsucht, Ihm dienen zu wollen, der Beweis dafür ist, dass Sein Lieberuf in der Seele erfolgt ist, dass Er uns tatsächlich in Seine Dienste einberufen will. Unser Gott-dienen-wollen ist also nicht Eigenwille, sondern Gottes Wille. Dieser Sehnsucht dürfen, ja müssen wir Glauben schenken, da ansonsten die Gefahr besteht, dass wir an einer Berufung vorbeigehen.
Allerdings ist es oft der Fall, dass Gottes Ruf zuerst eingeht in unseren Eigennutz und Eigenwillen, denn Er beruft uns ja in und aus unserem Weltenschlaf. Da ist es nicht selten der Fall, dass der Ruf sich in uns aufgrund fehlender Demut verkehrt – wir integrieren ihn in unser Ego, anstatt dass wir unser Selbstisches in Sein Wort hineinlegen und es/uns dadurch verwandeln lassen als und in Diener Seiner Liebe. Unsere Motivation, unsere Bestimmung wird dann eine Ichbezogene, wir benützen Gott für unsere Zwecke und merken es nicht. So bauen wir eine Mauer um uns herum auf und schließen Jesus Christus darin ein, beziehungsweise nageln wir Ihn ans Kreuz unseres Eigenwillens und verlangen zugleich von Ihm, dass Er uns helfen soll.
Liebe Geschwister, das geht nicht. Jesus Christus soll in uns auferstehen, doch wir halten Ihn fest in unserem eigenen Tod – das ist die sündige Macht der Gotteskinder. Wir haben jedoch auch die Macht, Ihn vom Kreuz zu befreien, auf dass Er in uns auferstehen kann und wir dann mit Ihm zum ewigen Leben.
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Liebe Geschwister, bei Christen ist es nicht selten der Fall, dass christliche Wahrheit und das Einstehen dafür unter dem Deckmantel christlicher Rechtschaffenheit und Wahrhaftigkeit vertreten und verkündet werden, doch eigentlich sind Eigenwille und Rechthaberei das wirkliche Motiv. Ja, man möchte für die Wahrheit einstehen, doch sieht man in seinem Eifer nicht, dass man Wahrheit aus Selbstgerechtigkeit verteidigt und nicht um der Wahrheit selbst willen verkündet. Man benützt angelesenes Geistesgut, um sich zu rechtfertigen, um die eigene Meinung durchzusetzen – und macht sich dadurch zu einem Instrument der Lüge. Das ist ein sehr subtiles Geschehen, das nur schwer zu durchschauen ist, denn nichts ist heimtückischer als verbohrter Selbstbetrug und Starrsinn.
Dies geschieht vor allem dann, wenn geistiges Gedankengut sprich Wahrheit nicht Eigentum des Herzens ist, sondern Verstandeswirken weil angelesen. Damit hat der Mensch das Konzept einer anderen Person übernommen und lebt und wirkt in dessen Bewusstseinssphäre, oder er benützt eben das Wort Gottes als Waffe der eigenen Selbstgerechtigkeit und Selbstdarstellung. In beiden Fällen hat er keine göttliche Lebendigkeit in sich verwirklicht. Das nennt man dann Fanatismus.
Weist man jemanden auf solche Verirrung hin, ist meist beleidigter Hochmut im Spiel, denn Liebe hat da keinen Platz, den brauchen Selbstverteidigung und Rechthaberei. So erkennt man gut, wessen Geistes Kind ein Mensch ist. Denn Gottesdienst bezeugt sich zwar schon im unbeugsamen Verbreiten von erkannter Wahrheit, doch in erster Linie und vor allem durch verständnisvolle Weisheit, Geduld, Feinfühligkeit und selbstlose Nächstenliebe im Dienst unseres himmlischen Vaters – und nicht in blinder Radikalität.
Allein die von Gott gesandten Wahrheits- und Gerichtsverkünder werden und müssen öffentlich Klartext sprechen – schonungslos und eindeutig. Wer dazu berufen ist, weiß es.
Göttliches Licht ist uns allen nötig in dieser dunklen und antichristlichen Zeit. Wir alle befinden uns im Lern- und Werdeprozess und unser aller Bemühen sollte sein, dass wir uns frei von Angst betrachten und dadurch Fehlverhalten erkennen und es uns eingestehen. Doch das kann man nur, wenn man nicht am Buchstaben seines Verstandesgottes klebt, sondern lebt in Gegenwart des lebendigen Gottes Jesus Christus im eigenen Herzen. Allein in der lebendigen Erkenntnis unseres himmlischen Vaters, welcher ist das Leben der allmächtigen Gottheit, bricht jede Verhärtung und jede Verkehrtheit der Seele auf, fallen aller Fanatismus und Hochmut ab und nur dann findet der Mensch in die Einheit und Freiheit des Geistes.
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Liebe Geschwister, wir befinden uns in einem geistigen Stand, darin wir fest glauben, dass bei Gott alle Dinge möglich sind. Wir glauben, dass Gott alles vermag, da Ihm alles untertan ist in Zeit und Ewigkeit. Wir halten jegliche Wunder für möglich und setzen Gott somit keine Grenzen. Doch haben wir auch das Vertrauen in Ihn, dass Er solche Wunder auf unser Bitten hin tatsächlich wirkt? Glauben wir wirklich, dass Seine Macht in uns und durch uns offenbar wird? Denn erst dann hat Glaube Realität und Lebendigkeit.
Glaube braucht also Vertrauen. Vertrauen und Glaube sind untrennbar miteinander verbunden. Wie komme ich nun ins göttliche Vertrauen? – in die Gewissheit, dass meine Bitte und mein Wunsch Gottes Willen entsprechen.
Dazu muss man Gott in Seiner Liebe-Weisheit erkennen. Wie geht das? Unsere Liebe zu Jesus Christus bewirkt Seine erfahrbare Gegenwart in unseren Herzen. Seine erkannte Gegenwart ist der Schlüssel ins göttliche Vertrauen, und dadurch in den lebendigen Glauben, welcher ist das lebendige Wort in uns. In der Liebe zu Jesus Christus geht unser Wollen ein in Sein Wollen. Dann denken und handeln wir aus diesem Wollen heraus stets gemäß der göttlichen Liebeweisheit.
Für viele Gläubige sind diese Zeilen zu theoretisch und nicht nachvollziehbar, denn sie wollen Gottes Liebewillen in ihren Verstandesglauben integrieren, anstatt ihren Verstand Gottes Liebe anzuvertrauen. Sie möchten mit dem Verstand vertrauen, was bis zu einem gewissen Grad durchaus möglich ist, aber dadurch kann niemals lebendiger Glaube erstehen, denn hier fehlt die Herzensverbindung zum himmlischen Vater, die dem Glauben unzweifelhaftes Vertrauen und Gewissheit verleiht.
Er spricht: „Meine Kinder, ihr sollt eine persönliche Beziehung zu Mir aufbauen, ein göttliches Miteinander im Herzen, in der Liebe zu Mir. So erkennet Mich in diesen Worten:
Ich vermag nur Gutes zu tun, Ich kann nur lieben, Ich will stets alles zum Guten und Wahren führen, Ich bin von Herzen sanftmütig und demütig. Geopfert habe Ich Mich am Kreuz, um euch Erlösung zu schenken. Auferstanden bin Ich, um euch den Weg vom Tod ins Leben zu bahnen. Ich sehe nicht auf eure Sünden, Ich sehe nur darauf, euch in göttliche Freiheit zu führen.
Es ist also alles immer Liebe, im Grunde gibt es nur Liebe, die alles schafft und bewirkt. So betrachtet Mich im Herzen, dann findet ihr Mich in eurer Liebe, dann erstehe Ich in euch und Ihr in Mir. Dann geht ihr ein in grenzenloses Vertrauen, worin kein Zweifel möglich ist, dann erfüllt euch lebendiger Glaube, der alles vermag: Ich in euch, ihr in Mir. Vater und Kind, ewiges Leben in göttlicher Gemeinschaft. Amen, so spreche Ich heute zu euch. Amen.“
„Wer Mein Wort, das Ich zu allen Zeiten durch die Propheten zu den Menschen geredet habe, hört, es annimmt und danach lebt, der kommt dadurch zu Mir und also auch zum lebendigen Wort und seiner Kraft; denn Ich selbst bin ja das lebendige Wort und seine Kraft, und alles, was der endlose Raum fasst, ist ja auch nur Mein lebendiges Wort und seine ewige Kraft und Macht.“ GEJ 7.171
Liebe Geschwister, es ist die Zeit gekommen und ist schon da, da wir von der Theorie zur Praxis schreiten müssen. Lange genug haben wir uns an schönen Worten erbaut und Gottes Wort im Verstand reflektiert. Doch fehlte und fehlt es den meisten von uns am Mut, die Barrieren des Zweifels und Misstrauens zu Gott niederzureißen, unsere Herzen vorbehaltlos für Ihn zu öffnen, so dass lebendiger Glaube in uns erstehen kann, auf dass wir Jesus Christus bedingungslos vertrauen in Leben und Tod.
Jesus mit uns, Jesus in uns.
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Liebe Geschwister, Demut und Willensstärke bilden eine untrennbare Einheit auf dem Weg ins göttliche Herz. Nur ein fester und starker Wille kann göttliche Macht tragen und ertragen und gottgemäß wirken. Nur ein demütiges Herz kann göttliche Macht tragen und ertragen und gottgemäß wirken.
Demut und ein starker Wille – wie passt das zusammen? Den eigenen Willen Gott anheimgeben bedeutet nicht, dass man seinen Willen aufgibt, sondern unser Wille muss sich in der Zubereitung und Überwindung sammeln und finden in unseres himmlischen Vaters Liebe, um sich sodann und zugleich in demütiger Haltung mit dieser zu vereinen.
Die Willensstärke der Überwinder bezeugt sich also in ihrer Demut vor Gott. In der Demut liegt die Kraft, die Leben schafft. Sie bildet das Fundament der ewigen Liebe.
Aus diesem Grund stellt uns unser himmlischer Vater in herausfordernde Situationen, aus diesem Grund lässt Er es zu, dass wir in Sucht und Sünde fallen und gefallen sind, damit wir in dieser Demütigung und Demut unsere Willenskraft vereinen mit der Willenskraft der alles erlösenden Liebe.
Darum lasst uns Überwinder sein, liebe Brüder und Schwestern, lasst uns mutig und stark voranschreiten in der Liebe zu Jesus Christus, denn die Liebe ist stärker als der Tod. Die Willenskraft der Liebe ist ja bereits das göttliche Leben in uns. Mit ihr treten wir aus der Sünde und sind somit frei vom göttlichen Gesetz. Erst dann kann eine bleibende Vereinigung mit dem Geist Gottes stattfinden, denn der Vater spricht: „Nur ein sündenfreies und reines Herz kann in Meine Himmel eingehen.“
Doch wir wissen auch, dass in dieser Zeit der Wandlung und Erneuerung die göttliche Gnade in außerordentlichem Maße gewährt wird. Dies ist das Entgegenkommen und Handreichen unseres himmlischen Vaters, dies ist das Suchen und Finden des verirrten Schafes, dies ist das Heimkehren des verlorenen Sohnes, dies ist die Einladung zur Hochzeit des Lammes.
Darum, wenn wir ernsthaft und bemüht das Unsrige tun, wird der Vater das Seine tun jetzt, und zu einem anderen Zeitpunkt unerwartet Größeres in väterlicher Gnade und Barmherzigkeit.
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Liebe Geschwister, auch wenn der himmlische Vater uns als Seine Kinder bezeichnet und uns in Seiner Liebe Gaben Seines Herzens schenkt, so sehen wir doch in Seinen Worten, was es eigentlich bedeutet, ein wahres Gotteskind zu sein. Da sind wir alle noch ein Stück weit davon entfernt und müssen weiterhin intensiv an uns arbeiten. Die Bedürfnisse unseres Herzens müssen wir immer mehr von der Welt abziehen, sonst kann unser Vater uns nicht mit Seinem Geist erfüllen.
Gotteskind zu sein bedeutet, den Vater in sich zu finden und nicht außer sich. Das Zeichen wahrer Gotteskindschaft ist es, die Liebe Jesu im Herzen zu spüren und im Licht dieser Liebe sich reinigen zu lassen vom Schmutz der Welt. Das ist nicht immer angenehm und erfordert bisweilen große Selbstverleugnung. Es muss schon der unbedingte Wille da sein, diesen Weg mit allen Konsequenzen, mit allem Seelenernste zu beschreiten und Gottes Willen über alles Menschen-Verstandesdenken zu stellen – und sich diesem bedingungslos anzuvertrauen. Das geht nur, wenn wir uns in der Liebe unseres himmlischen Vaters finden und befinden. Da trennt sich die Spreu vom Weizen.
Ein Gotteskind spürt und weiß, dass der Vater stets bei ihm ist, wenn auch unsichtbar, um es zu unterweisen, um es zu beschützen und um es in dieser Gemeinsamkeit immer mehr zu sich zu ziehen. In diesem Findungs- und Erkennungsprozess stehen wir jetzt. Wir stehen an einem sehr wichtigen und entscheidenden Punkt unseres Erdenweges – und unserer gesamten Existenz. Die kommenden Jahre werden uns einige angenehme und auch unangenehme Möglichkeiten bieten, die uns tiefer in die Entscheidung für oder gegen die Macht der Liebe in Jesus Christus hineinführen werden – oder unsere Lauheit bestätigen.
Dazu sagt der Vater, dass wir uns in der derzeitigen antichristlichen Weltsituation ganz auf Ihn konzentrieren sollen und nicht auf die satanischen Machenschaften. Je mehr Er in uns gegenwärtig sein kann, umso freier und ruhiger sind wir in allem irdischen Toben und Stürmen um uns.
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Liebe Geschwister, wie begegnen wir unseren Nächsten, wie berühren wir unsere Mitmenschen? Wie funktioniert das mit der Seelenbeschau des oder der Nächsten? Wie sehen wir als Gotteskinder (in) die Seele eines Menschen?
Dazu muss man zuerst wissen, dass wir unsere Mitmenschen nicht wirklich sehen, sondern `nur´ ihr Abbild, denn die Wirklichkeit eines Menschen ist eine unendliche, die wir als mit Materie umkleidete Wesenheiten nicht erfassen können. So sehen wir unsere Umwelt außer uns als Bildnis ihrer seelisch-geistigen Identität, während wir die Welt in uns in ihrer Tatsächlichkeit und Wirklichkeit erleben (können).
In diesem Seelenbild eines Menschen in uns ist dieser als vollständige Wesenheit enthalten. Das bedeutet, in uns und nicht außer uns haben wir Sichtweise zu und Einblick in den Menschen, der vor uns steht. Diese seelisch-geistige Schau geschieht gemäß unserer eigenen Seelenstruktur, unserer seelischen Konditionierung und Verfassung. Aus diesem Grund sieht jeder Mensch seine Mitmenschen und die Welt mit `anderen Augen´, und so kommen auch die unterschiedliche Sichtweisen und Berichterstattungen gemeinsamer Erlebnisse zustande.
Als Kinder Jesu Christi fühlen wir, und sehen in der weiteren geistigen Eingeburt den Zustand jedes Menschen, sehe Lüge und Wahrheit in ihm. Was wir zuerst instinktiv ahnen und spüren, wird dann zur Gewissheit. Denn wenn wir Personen in uns berühren – auf der Seelenebene selbstverständlich – berühren wir diese auch außer uns. So funktioniert Heilung, so funktioniert fürbittende Befreiung im Gottes Namen, so findet das Wort Eingang in die Seele des Nächsten.
So geschieht aber auch Zerstörung. Denn unsere sündhaften und bösen Gedanken berühren das Gegenüber zuerst in uns, und daraus erst außer uns. Dies ist der Grund, warum Menschen sich selbst Schaden zufügen, wenn sie böse über Andere denken, wenn sie bei Anderen Gewalt anwenden. Und aus diesem Grund geht es uns gut, wenn wir liebevoll handeln, denn dann aktivieren wir unser Göttliches und somit das Göttliche des Nächsten in uns und dadurch das Göttliche im Nächsten außer uns.
Es geschieht also im eigentlichen Sinne alles zuerst in uns und findet erst dann in der äußeren Scheinwelt Manifestation; beziehungsweise ist es ein gleichzeitiger individueller und zwischenmenschlicher Akt in der seelisch-geistigen Dimension, während die materielle Auswirkung zeitlich verzögert zum Tragen kommt, also an der materiellen Oberfläche nicht sofort sichtbar wird, sondern nach kurzer oder meist längerer Zeit. Die Seele jedoch spürt im Gewissen sofort ihre Verkehrtheit, wenn sie es nicht im materiellen Rausch ertränkt hat oder dieses vom Antichristentum manipuliert und umgepolt wurde. Dies ist leider bei vielen Menschen der Fall – gerade in der Jetztzeit.
Als Gotteskinder dürfen wir immer mehr in die Realität und Wahrheit des Lebens hineinwachsen und erkennen, dass diese nur in uns zu finden ist, denn Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben in uns – ja, Er wohnt geistwahrhaftig im Herzen eines jeden Menschen.
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Bäumen sich im göttlichen Liebelicht die gefallenen Seelenanteile in Furcht um ihre Auflösung im Bewusstsein des Christen auf, kann er oft nicht mehr zwischen Licht und Finsternis unterscheiden, da sich sein Inneres in großer Aufruhr befindet. Er findet all seine guten Vorsätze und Vorhaben nicht mehr, irrt in seiner Gedankenwelt in Niedergeschlagenheit und Selbstsucht umher, sucht nach Halt, ringt nach Licht, doch die seelische Dunkelheit trübt immer wieder seinen Blick, raubt ihm den Atem – der Tod ist gegenwärtig.
Dies kann möglicherweise nach einer göttlichen Berührung geschehen, entweder kurz danach oder nach einem oder mehreren Tagen, je nach seelischer Beschaffenheit. Dieser Zustand bringt viele Gotteskinder immer wieder zu Fall. Deshalb muss der Vater sehr vorsichtig sein mit Seinen Herzensberührungen, doch sind sie in manchen Prozessen und ab einem gewissen Zeitpunkt notwendig, um geistigen Fortschritt zu gewährleisten.
Extrem wird dies vor allem dann, wenn auf dem geistigen Weg kein schrittweises beziehungsweise vorwiegend gleichmäßiges Umwandeln der satanischen Seelenspezifika vonstattenging, sondern sich bis zuletzt aufgrund wiederholten Zweifels, Eigensinns oder Lauheit ein mächtiges negatives Energiefeld im Unterbewusstsein gebildet hat. Dadurch kommt es wiederholt zu gewaltigen Seelenkämpfen, allein in der demütigen Hingabe an Gottes Gnade und Erbarmen kommt dieses Gefecht zu einem guten Ende, so dass das Gotteskind letztendlich Befreiung findet. Ja, allein vertrauensvolle Demut hilft ihm in dieser schwierigen Lebenslage.
Es ist aber auch möglich, dass in einer solchen Situation die seelisch-geistigen Gewalten das Seelenbewusstsein abrupt zum Einsturz bringen, wobei in dieser Ohnmacht und Demütigung die Möglichkeit einer totalen Hin- und Übergabe an den Geist der Liebe gegeben ist.
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Liebe Geschwister, in der letzten Kundgabe habe ich beschrieben, wie sich die satanischen Seelenspezifika beziehungsweise naturgeistigen Energien und Seelenelemente im Erspüren ihrer kommenden Verwandlung in uns aufbäumen, sobald die göttliche Einstrahlung sich verstärkt, weshalb unser Vater dabei behutsam vorgehen muss. Er kann und darf uns nicht ungemäß unserer geistigen Entwicklung und unseres Herzenszustandes berühren und erfassen, da wir ansonsten den dann in uns aufbrausenden niederen Energien erliegen können.
Doch hierzu kommt noch ein anderer wichtiger Aspekt: Sind unsere Herzen in Gottes Gnaden sehr angerührt vom Geist der Liebe, was gelegentlich in stiller Meditationen oder beim gemeinsamen Beten geschieht oder beim Liebetun am Nächsten, dauert dieses himmlische Gefühl wohl einige Zeit an, doch schließlich verebbt es wieder im Sog der Zeit. Dann erscheint es uns bisweilen so, als ob uns etwas abgeht, wir fallen in ein Gefühl der Verlorenheit und des Verlassen-seins, oft ohne dies bewusst so wahr zu nehmen.
Diese seelische Dunkelheit, dieses latente depressive Gefühl kann sich bei dem einen nur schwach auswirken, bei anderen aber sehr intensiv. Solch scheinbare seelische Verlassenheit in Verbindung mit dem Aufbäumen gefallener Energien beinhaltet die große Gefahr eines kompletten Absturzes in die Abgründe vergangener Materiebindungen und Traumata.
Hier sieht man, welche Risiken und Gefahren in der Vergeistigung der Seele lauern, und wie sehr es darauf ankommt, dass wir die Voraussetzungen schaffen durch unsere Demut und Liebetreue, auf dass unser himmlischer Vater unseren Seelenraum betreten kann, ohne dass die Gefahr eines tiefen Falles besteht.
Wobei uns dieser Zustand der Gottverlorenheit einerseits auch wiederum in die Reue führt, welche ist die Zubereiterin der Demut, welche ist das Fundament der Liebe zu Gott und daraus zum Nächsten; andererseits sind diese Zustände ein deutliches Zeichen dafür, dass man auf dem richtigen Weg zu und mit Jesus Christus ist, denn nur der Wahrheit Licht scheucht den Tod auf.
Dem Gotteskind dient also alles zum Vorwärtsschreiten, sei es Licht, sei es Finsternis – wenn es sich in wahrhaftige Demut und Hingabe und ins rechte Gottvertrauen stellt, wenn es die Erfüllung seiner Liebesehnsucht zum Vater in Jesus Christus zu seinem Lebensinhalt gemacht hat.
Diese Erfahrungen habe ich in den letzten Jahren intensiv machen dürfen, so dass ich diese nun weitergeben darf im Auftrag unseres himmlischen Vaters.
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Sünde und Reue
Liebe Geschwister, es ist tatsächlich so, dass viele von uns nicht so genau wissen, was Sünde eigentlich ist. Es ist uns zwar der Maßstab der zehn Gebote durch Moses gegeben (deren göttliche Erklärung man im Lorber-Werk findet) und das Gebot, das uns Jesus Christus selbst gegeben hat: `Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst´, und doch hapert es am Verständnis und an der – oft ungewollten weil unangenehmen – Einsicht in das Wesen der Sünde.
Nehmen wir an, ein Gedanke taucht in der Seele auf, zum Beispiel jemanden Übel nachzureden, zu hintergehen, zu bestehlen oder eine Person oder gar den Ehepartner zu betrügen. Nun steht dieser Gedanke im Seelenraum und fordert einen Bezug, er möchte sich in unserem Willen niederlassen und sich dadurch in und durch uns auswirken. Sündigen wir jetzt bereits, wenn so ein Gedanke in uns auftaucht?
Nein, sicher nicht. Gleich woher dieser Gedanke kommt, sei es aus unserem Unterbewusstsein oder sei es eine geistige Energie – also eine energetische Wesenheit, die von außen in unsere Sphäre gedrungen ist, was im Verlauf eines Tages des öfteren geschieht (wobei hier eine seelische Ambivalenz gegeben sein muss, ansonsten keine Anziehung vorhanden wäre) -, solange wir diesen nicht in unseren Willen integrieren und ihm dadurch irdischen Zugriff und Aktivität ermöglichen, sündigen wir nicht, und sollte es ein noch so unsäglicher Gedanke sein.
Sündigen tut man also erst und nur, wenn man den Gedanken Leben gibt, indem man diese absichtlich im Geiste beziehungsweise mittels einer Tat aktiviert. Dies ist wichtig zu wissen, da viele Gotteskinder schon ein schlechtes Gewissen überkommt, wenn ein übler Gedanke in ihnen aufkommt. Es ist dies eine satanische Falle, denn das schlechte Gewissen schwächt die Seele, wodurch negative Energien leichter anhaften und eindringen können – ein Teufelskreis entsteht.
Es kann durchaus sein, dass dieselben üblen Gedanken immer wieder anklopfen oder uns gar penetrant verfolgen – was bedeutet, dass eine unbewusste oder unterschwellige Neigung zu solch einer Sünde im Bezug auf unser seelisch-göttliches Bewusstsein vorhanden ist – oder in Bezug auf Gott.
Dazu zwei Beispiele: Ein aggressiver Gedanke, sich wegen einer demütigenden Beleidigung oder seelischen Verletzung durch üble Nachrede oder verletzende Gedanken/Taten rächen zu wollen, wurzelt darin, dass man sich im versteckten Hochmut über Gott stellt und dadurch ständig seine eigene göttliche Identität beleidigt und seine Seele verletzt – und dies dann eben äquivalent im Äußeren am Nächsten manifestiert. Oder es tauchen Gedanken des Hintergehens oder Stehlens auf, dann hintergehen wir eigenliebig und eigensinnig die göttliche Gnade und rauben dem Vater die Liebe Seines Herzens.
Sind wir uns der geistig-seelischen Ursache unseres irdischen Verhaltens nicht bewusst, werden wir die sündhaften Gedanken nicht los – und wundern uns, warum diese immer wieder an uns herantreten, obwohl wir sie doch unserer Meinung nach nicht denken wollen.
Nun ist es so, dass man im Laufe seines irdischen Daseins so manchen üblen Gedanken immer wieder willentlich ergreift und diesem so Tatkraft verleiht. Mit der Zeit bildet sich dadurch ein immer stärker werdendes autarkes Energiefeld in der Seele, welches den Menschen schließlich beherrscht. Er wird zur Marionette der sündhaften Energien und hat nicht mehr die Macht und die Kraft, sich daraus zu befreien. Nicht, dass man dann zu willensschwach ist um frei zu werden, tatsächlich ist es so, dass sich nun die negative Energie die Willensstärke ihres Wirtes erobert hat und diese benützt zu ihrer Erhaltung und zur Verstärkung und Vergrößerung ihres Wirkungskreises.
Viele Menschen haben nicht nur ein solches Energiefeld in sich, sondern mehrere. Ja, fast alle Menschen sind Sklaven dieser energetischen Kräfte, die in ihren Seelen ein Eigenleben entwickelt haben und sie fremdbestimmen. Verhärtete Gewohnheiten, Süchte, Fanatismus und irrsinniges Verhalten sind deutliche Zeichen solcher Felder, wodurch ein sonst ganz vernünftig scheinender Mensch zuweilen oder ganz zu einer gewissenlosen und (selbst)zerstörerischen Kreatur mutiert, was man in dieser Zeit sehr gut beobachten kann.
Ein Mensch kann auch von positiven Energiefeldern geführt sein. Diese sind aber ebenfalls eigenständige Kräfte, positive Gedankenfelder, die sich in der Seele festsetzen. Dann ist das Gute im Menschen nur solange aktiv, solange diese Felder aktiv sind. Das nennt man positives Denken. Hier findet aber kein fundamentaler Bewusstseinswandel, keine grundlegende seelische Erneuerung im Gottesgeist statt, allein das vergängliche Denken schenkt die gute Gesinnung sowie Daseinsfreude. Diese Energie hat keinen festen Bestand im Menschen, ist sehr wechselhaft und löst sich unter entsprechenden Umständen schnell auf.
Bei solch einer positiven Grundstimmung ist selbstverständlich eine gute und weitaus bessere Basis und Voraussetzung gegeben, um in ein freudiges und wahrhaftiges Glaubensleben einzutreten, als wenn das Bewusstsein von negativen Energien überlagert beziehungsweise besetzt ist, doch letztendlich muss das positive Denken, also die irdisch-weltliche Daseinsfreude, dem göttlichen Geist anheimgegeben werden, damit dieser die Seele durchdringen kann: Die Wiedergeburt im Gottesgeist.
Eine andere Problematik beim positiven Denken ist aber auch die, dass der Mensch in seiner meist oberflächlichen Zufriedenheit keinen Gott sucht und braucht, während eine belastete, haltlose und bedürftige Person eher nach überirdischer Hilfe verlangt. So hat alles seine zwei Seiten.
Doch zurück zu den negativen, den Menschen beherrschenden Energiefeldern. Hält dieser stand und lehnt diese dauerhaft ab, werden sie sich seltener bei ihm bemerkbar machen, sie werden sich zurückziehen beziehungsweise schwächer werden. Solch eine quasi Selbstbefreiung ist durchaus bis zu einem gewissen Grad möglich – und dadurch verändert sich der Mensch in seinem Denken zum Guten, bleibt dabei im Grunde aber die alte Person, denn er ist nicht wiedergeboren im göttlichen Sinne, er hat die vergänglichen negativen Energien gegen vergängliche gute ausgetauscht, wie sie oben genannt sind.
Denn, wie bereits erwähnt, die Wiedergeburt im Geiste ist nur mit und in Jesus Christus möglich, nur Er kann einen neuen Menschen aus uns machen. Zusammen mit Ihm, in der Liebe zu Ihm ziehen wir den alten Menschen aus und den neuen an – das bedeutet eine komplette Erneuerung der Seele im göttlichen Geist. „Man füllt keinen Wein in alte Schläuche, denn diese sind löchrig und zerreißen und der Wein wird verschüttet“ sagt Jesus.
Wir gehen also mit unserem zwar guten aber schwachen und teils vergeblichen weil unvollkommenen Bemühen vertrauensvoll zu unserem himmlischen Vater und geben Ihm in Demut unser verkehrtes Denken und Leben anheim, ernsthaft und aufrichtig. So nimmt Er uns an und Sein barmherziges Erlöserblut nimmt alle vergangenen und präsenten Sünden von uns.
Sodann spricht Er: „Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr.“
Und hier kommt Reue ins Spiel. Nicht mehr ins alte persönliche Sündenbabel zurück zu fallen braucht demütige Reue, braucht tiefe Einsicht in die verheerende Auswirkung verkehrten irdischen Verhaltens sowie der Sünde und den damit verbundenen Verlust der Gnade. Nun gibt es aber zwei Arten von Reue:
Entweder ich bereue um meinetwegen, weil ich Angst vor Strafe habe, vor Gottes Gerechtigkeit, und weil ich mir leid tue, dass ich mir die Gegenwart des Vaters und somit Glückseligkeit versagt und vertan habe. Oder ich bereue meine Sünden, weil ich Gottes Liebe verstoßen habe, weil ich Sein Herz, Seine Liebe verletzt habe, und auch, weil ich dadurch Seine Liebe nicht weitergeben konnte und kann, so wie es möglich gewesen wäre und jetzt möglich wäre.
Die eigenliebige Reue wird nicht die Kraft und göttliche Macht innehaben, mich aus der Sünde zu führen und mich dauerhaft von ihr fern zu halten. Doch die wahrhaftige Reue in Gottes Liebe wird mich verwandeln und in Sündenfreiheit führen.
Was ist nun Reue eigentlich? – diese brennende Reue, von der Jesus spricht. Liebe Geschwister, diese Reue tut richtig weh. Sie schmerzt durch und durch, denn sie stellt die Seele in die Flamme der Wahrheit. Sie fegt und brennt die Seele aus, deshalb heißt diese Reue in der kirchlichen Tradition Fegefeuer. Während die ichhafte Reue scheinbar nur kurz währt, weil das Selbstmitleid die Seele schnell mit falscher Liebe betäubt, begleitet die wahrhaftige Reue die Seele, ja, sie bleibt und geht nicht mehr, doch bedingt sie in der rechten und demütigen Handhabung göttliches Erwachen, sie wird zum Tor zum Herzen Gottes, sie wird zur Pforte zur Glückseligkeit.
Darum ist es so wichtig, den himmlischen Vater sowohl um wahrhaftige Einsicht in die eigene Sündhaftigkeit zu bitten, als auch darum, dass Er einen in die wahrhaftige Reue führt. Dazu brauchen wir Erkenntnis von Gottes Herzen und der damit verknüpften Einsicht in die unbedingte Notwendigkeit der Freiheit von Sünde – nicht darum, dass Gott uns dienen kann, sondern dass wir Gott dienen können. Deshalb soll unsere Bitte lauten: „Lieber himmlischer Vater, bitte schenke mir Einsicht in Dein Herz, offenbare mir Dein Herz und hilf mir, mein Herz immer weiter für Dich zu öffnen, damit ich Deine Vaterliebe wahrhaftig erkenne und mich darin finde als Kind Deiner Liebe.“
Ist diese Reinigung erfolgt, werden uns all die Instrumente und Talente in unserer Seele sichtbar, mit denen wir unserem himmlischen Vater und unseren Nächsten dienen können, und im weiteren Verlauf werden wir in dieser göttlichen Freiheit in die geistige Wiedergeburt eintreten und diese wird sich in uns sicher verwirklichen.
Erst dann sind wir neue Menschen in Jesus Christus, kein sündhafter Gedanke kann uns dann mehr bedrängen, keine vergänglichen Energiefelder bestimmen mehr unser Leben. Dann wird sich unsere Sehnsucht erfüllen, die ja bereits in uns erwacht ist und die nun immer stärker wird, je näher wir Gottes Herzen kommen, je intensiver wir Seine Gegenwart wahrnehmen. Wir sind dann, wenn Gott diese Welt richten wird nach ihren Worten und Taten, bereits in Seine Gegenwart eingetreten.
Ja, die wir uns so sehr sehnen nach Seiner Liebe, befinden uns doch bereits in der Gegenwärtigkeit göttlicher Liebe, die Er selbst ist, und in Seiner Gnade wird es eine ewige sein. Möge Jesus Christus uns segnen und uns nicht mehr aus Seiner Barmherzigkeit lassen, sondern uns in Sein Herz führen für immerdar.
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Ewige Verdammnis
Liebe Geschwister, was verstehen die Bibel beziehungsweise Jesus Christus unter `ewiger Verdammnis´? Ist damit eine Hölle gemeint, in die man unweigerlich von Gott geworfen wird, wenn man in Sünde lebt und/oder nicht an Ihn glaubt?
Nein, sicher nicht, denn die Hölle ist ein Zustand, und erst aus diesem wird sie zur Örtlichkeit, so wie sich auch der unendliche `Ort´ Himmel aus dem Zustand der Gottesliebe bildet.
Dabei geht es aber nicht darum, gut sein zu wollen, weil man ansonsten mit der Hölle bestraft wird, oder um die Zughörigkeit zu einer bestimmten Glaubensinstitution beziehungsweise des Einhaltens eines Glaubenskodex oder um ein tatenloses Bekenntnis zu Jesus Christus – es geht allein um die Liebe zu Gott und daraus die tätige Liebe zum Nächsten, diese führt uns in den Himmel beziehungsweise errichtet den Himmel in uns.
Die ewige Verdammnis bezieht sich also darauf, dass der Mensch in sich tot ist, weil er das göttliche und wahre Leben nicht durch die tätige Liebe öffnet und eröffnet. Die Hölle ist ein von Gott zur Verfügung gestellter freier geistiger Raum, darin die Seele sich selbst bannt durch ihre permanente Lieblosigkeit und Falschheit. `Ewig´ meint dabei den Zeitraum, nämlich solange sie in ihrer Falschheit und Bosheit verharrt.
Und eine boshafte Person ist meist nicht so leicht und schnell von ihrem selbstsüchtigen und eigensinnigen Tun abzubringen, denn ihre Hölle ist das von ihr selbst in die Gottlosigkeit und Sündhaftigkeit `betonierte´ Bewusstsein, welches aufzubrechen oder aufzuweichen viel Not und große Anstrengung von Seiten der geistigen Arbeiterschaft erfordert. Ja, der Höllenbewohner liebt seinen Zustand, denn er nimmt seinen Bewusstseinskerker nicht als solchen wahr, sondern betrachtet ihn als eigenmächtige Freiheit. Er sieht also den Tod als das Leben an, weshalb er eisern in seiner Erstarrung und Finsternis verharrt. Ja, er sucht das Leben im Tod und stirbt darin. Dies ist nicht nur das Schicksal der jenseitigen Verstorbenen, es ist auch das derzeitige Schicksal der diesirdischen Menschheit.
Das Wort Verdammnis will demnach unbedingt richtig erkannt und verstanden werden, da ansonsten ein grausam-strafender Gott dargestellt wird, der Seine Geschöpfe gnadenlos verurteilt und einkerkert, bloß weil sie Ihn (noch) nicht erkannt und/oder sich im Labyrinth dieser dunkeln Erdenwelt verirrt haben.
Verdammen kann sich ein Mensch also nur selbst durch seine Verkehrtheit und Gottlosigkeit, doch das nur solange, bis er sich darin als tot erkennt und sodann frei werden möchte. Dann wird der aufrichtige Ruf nach Errettung Jesus Christus und Seine Arbeiterschaft auf den Lebensplan der jeweiligen Seele rufen und diese behutsam und geduldig herausführen aus dem todbringenden Sumpf falscher und falsch verstandener Liebe, hinein ins göttliche Liebetun und -leben.
Ja, unser himmlischer Vater ist ein wahrhaft guter Gott, der jeden Menschen erretten, freimachen und beglücken möchte in Ewigkeit, und sei dieser noch so sehr in die Irre gegangen, sei er noch so sehr von Wahn und Lüge getrieben und durchtrieben. Und ewig beglücken meint hier tatsächlich unendlich, denn Böses und Falsches sind vergänglich, doch das Gute währt ewiglich.
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Nach einer Diskussion über die Reinkarnationslehre
Durch die Reinkarnationslehre wird für viele Menschen die Dringlichkeit einer geistigen Entwicklung aufgehoben, zudem erfolgt eine scheinbar plausible Freisprechung von den in diesem Erdendasein begangenen Sünden, denn nun kann man sagen:
„Alles Übel, das ich jetzt erlebe, ist die Auswirkung vorheriger Erdenleben, und außerdem habe ich ja noch viele Inkarnationen vor mir, in denen ich mich dann mehr anstrengen kann.“
Man braucht also nicht mehr so sehr sein derzeitiges Fehlverhalten betrachten und hat somit nicht die Selbsterkenntnis und das daraus hervorgehende dringende Bedürfnis, Jesus Christus gerade jetzt um Erlösung vom Tode zu bitten, die man aufgrund der karmischen Auswirkung vermeintlicher unzähliger vorangegangener Inkarnationen und noch ebenso viel folgender nicht unbedingt benötigt. So kann man sich und andere als Träger einer eingebildeten `weißen Weste´ getrost belügen, außerdem kann man sich ausgiebig in die Freuden und Sinnlichkeiten materieller Genüsse stürzen, um schließlich im Sog der Vergänglichkeit mitgerissen zu werden in den geistigen Tod. Erst in der jenseitigen Umnachtung erkennt man dann, dass man einer falschen Lehre aufgesessen ist.
Die Reinkarnationslehre ist eine satanische Lehre, die verhindern soll, dass man sein jetziges Dasein in Gottes Wahrheitslicht stellt. Die darin enthaltene und daraus hervorgehende Selbsterkenntnis würde mächtige Reue in der Seele bewirken, die diejenige Demut ermöglicht, die freien Raum in der Seele für unseren himmlischen Vater schafft und somit vorzeitige Erlösung vom geistigen Tod.
Dies will Satan unbedingt verhindern, deshalb hat er die Rein-karnationslehre ins Bewusstsein der Menschen gepflanzt. Das ist seine wirksame List und Waffe, um die Gläubigen davon abzuhalten, sich in diesem Erdendasein mit allen Kräften um Erlösung von Sünde zu bemühen.
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Liebe Geschwister, wie man global sieht und es im eigenen Familien- und Bekanntenkreis erlebt, beginnt nun die Zeit der großen Abberufung von Weltmenschen und auch der Heimholung von Gotteskindern. Aus diesem Grund sagte und sagt unser himmlischer Vater immer wieder, dass wir den leiblichen Tod mit den Augen des Geistes, mit Seinen Augen und mit Seinem Herzen betrachten sollen und nicht mit den Augen der Welt.
Ja, der Tod wird große Ernte halten auf dem Feld Erde. Das Unkraut wird verbrannt, das heißt: Die lieb- und gottlosen Seelen kommen in die Läuterungskammern göttlicher Gesetzmäßigkeit, graduell angepasst an die vorangegangene irdische Verblendung beziehungsweise Lieblosigkeit und Boshaftigkeit.
Der Weizen kommt in die himmlischen Scheuern, das heißt: Die wahren Gotteskinder dürfen in Gottes Barmherzigkeit in ihre geistige Heimat gehen. Da gibt es auch verschiedene Wohnungen – vom Paradies bis in den höchsten Liebehimmel, welcher ist die innerste Herzenskammer Gottes.
Wir, die wir noch ein Weilchen hierbleiben auf diesem verblendeten Planeten, müssen uns nun verstärkt dem geistigen Fortkommen widmen. Für uns ist das Gnadentor weit geöffnet, die Arche steht bereit, sie ist das Herz Gottes, in das wir nun eintreten dürfen und sollen. Seid also für alles bereit. Selbst wenn der Engel der Abberufung naht, nehmt seinen Ruf dankbar an als Ruf aus Gottes Herzen. Und wenn ihr Jesu leise Stimme in der Seele vernehmt, dass ihr berufen seid, Ihm hier zu dienen im stillen Opfergang, dann lasst diese Stimme dankbar in euren Herzen ertönen.
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Liebe Geschwister, der Vater teilt mit, dass bald die Zeit anbrechen wird, wo Er nicht nur viele Weltmenschen abberufen wird, sondern auch eine Anzahl Seiner Kinder, für die nun die Zeit gekommen ist, wieder in die geistige Heimat einzugehen. Ihre Inkarnation war und ist nicht dafür vorgesehen, durch die allerletzte Trübsal zu gehen und/oder Bürger des Friedensreiches zu sein. Diese Vorgabe ist in der Seele angelegt und kann in wahrhaftiger Demut vor Gott eingesehen beziehungsweise erspürt werden.
Um dann im Jenseits in dem Zustand anzukommen, der eine rasche Führung in die himmlischen Gefilde erlaubt, ist bei allen noch eine mehr oder weniger intensive Reinigung/Läuterung vonnöten. Erwartet deshalb in Demut, was der Vater noch zulassen wird an Krankheit und Not, denn es sind Notwendigkeiten. Als Gotteskind darf man alles Seiner Hand entnehmen, sei es Freude oder Trübsal, sei es Leben oder Tod. Alles dient zur Vorbereitung für Jesu Gegenwart, dient zur Vergeistigung und zur Vergöttlichung der Seele.
Hadert man als verblendeter oder blinder Weltmensch mit dem Schicksal, kommen meist Anklage und Verzweiflung auf. Doch als Gotteskind empfängt man sein Schicksal aus Gottes Hand und Herz, dabei wird die Seele erfüllt von duldender Hingabe, von Vertrauen und wachsender Geborgenheit, von der Gewissheit ewigen Lebens in Jesus Christus.
Es ist also nun an der Zeit, noch tiefer ins Gottvertrauen zu gehen und endlich abzulegen, was der Seele an weltlichen Schlacken und sündhaftem Verhalten anhaftet, denn unser ernsthaftes Bemühen bedingt unseren weiteren Weg zu und mit Jesus Christus. Dies dürfen wir mit Freude im Hinblick auf unsere göttliche Berufung und Bestimmung tun; dies sollen wir tun in der Verantwortung für unsere Lieben und Nächsten, denn unsere Vergeistigung bedingt in einem gewissen Rahmen auch deren seelisch-geistigen Stand und Fortschritt.
Warum? In Jesus Christus haben wir die Macht, unsere Umgebung mit Liebe und göttlicher Gnade zu berühren, so dass Erlösung geschehen kann, wo ansonsten sich Dunkelheit ausbreiten und der geistige Tod als Sieger vom Feld gehen würde.
Liebe Geschwister, in Jesus Christus ist alles gut, unser Schicksal ist in Seiner Hand. Er hat uns gerufen und berufen zur Nachfolge und zur Auferstehung zum ewigen Leben. Wie und wo Er uns dahin führt liegt in Seiner Liebeweisheit. Zuletzt und für immer sehen und treffen wir uns alle wieder im Hause unseres himmlischen Vaters.
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Liebe Geschwister, nicht wenige von uns haben Angst vor dem sogenannten Sterben. Nun, was ist das Jenseits? Seht, wir haben das Jenseits nie verlassen. Unsere Seelen, das sind wir, das ist unser inneres Bewusstsein, hat sich nur mit Materie umkleidet, ummantelt mit feststofflicher Substanz – die im Grunde ja auch verdichtetes Seelenbewusstsein darstellt -, um diese Erdenschule durchwandern zu können.
Doch als personale Wesenheiten befinden wir uns seit jeher und durchgängig in der jenseitigen Welt. Ja, im Grunde gibt es nur eine geistige Welt, die sich je nach Entwicklungsspezifität mit verschiedenen grob- und feststofflichen Gewändern umkleidet. Allein die (bedingt notwendige) Identifikation mit Materie hat uns in die seelisch-geistige Blindheit geführt und täuscht uns darin vor, dass Materie Grund und Inhalt jeglicher Existenz sei. Je nach Intensität der materiellen Verhaftungen und freiwilligen Bindungen an die Feststofflichkeit hält sich der Mensch mehr oder weniger darin selbst in Gefangenschaft.
Was bedeutet das für uns? Das bedeutet, wenn wir uns bewusst machen – und dies nicht, wie zu Beginn unseres Glaubenslebens, gedanklich mit dem Verstand, sondern lebendig mit dem Bewusstsein unserer Seele, also mit dem Gefühl -, dass wir in Wahrheit Geistwesen sind und dadurch unser Bewusstsein fortlaufend von der Materie abziehen, unsere geist-seelische Existenz zunehmend Gestalt annimmt, dann nehmen wir uns immer mehr in der geistigen Welt und als Geisteswesen wahr.
Dadurch gehen wir schrittweise ein ins unsterbliche Bewusstsein, es manifestiert sich in uns als unser ewiges Leben. Deshalb sollen und können wir durch die meditative Stille hineingehen in unser Inneres, um uns hier als Seelenwesen wahrzunehmen. Das Organ für diese Wahrnehmung ist das Seelenherz als Sitz der göttlichen Liebe. Hier findet das Gotteskind in seine wahre göttliche Identität, hier erfüllt der Geist Jesu Christi die Seele mit göttlichem Bewusstsein.
Der Tod, das Verlassen des Leibes, verliert dann jeglichen Schrecken, ja, hat dann keine Bedeutung mehr in Sinne von Sterben, sondern von Auferstehung in unser wahres Lebensumfeld und in unseren tatsächlichen Lebensraum: Das jenseitige Reich, das wir eigentlich nur in der materiellen Einbildung und seelischen Erblindung verlassen haben, aber niemals wirklich.
Öffnen sich die Augen unseres Geistes in der Liebe zu Jesus Christus, sehen wir die Welt, in der wir eigentlich leben. Dann erkennen wir, dass alles materielle Geschehen eine Umkleidung und Verbildung unserer seelischen Heimat ist, ein Bildnis unserer wahren Existenz und somit unseres seelischen Zustandes.
Liebe Geschwister, als Seelenwesen leben wir bereits jetzt und immerdar in der Welt, in die wir beim Verlassen des Körpers eintreten. Die materiellen Umstände sind Entsprechungsbilder der geistigen Welt – in uns. Den Tod gibt es nur als geistigen Tod, der körperliche Tod ist ein Bildnis davon.
Der unendliche Raum, mit allem, was sich darin befindet, ist geboren aus der Liebe unseres himmlischen Vaters und ist durch und durch erfüllt von Licht und Liebe. In tiefer göttlicher Wahrheit gibt es weder Finsternis noch Tod, es gibt nur ein Schließen der Augen und ein Verschließen der Herzen.
O Vater, öffnest Du die Augen Deines Kindes, sieht es: Alles ist Licht, ich darf die Schöpfung sehen mit Deinen Augen; ja, alles ist Liebe, Liebe und wieder Liebe. O Jesus, so darf ich sterben in Deinen Armen den süßen tränenreichen `Tod´ der Liebe. O welch schöner Tod, der in sich die Auferstehung und Aufnahme trägt ins göttliche Herz. Ein Vereinen zweier Herzen, unsagbar ewig und ewig unsagbar. Amen Amen Amen.
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Die 12 Stämme
Das Judenvolk steht noch immer unter einer speziellen göttlichen Obhut und Gerichtsbarkeit. Wobei sich dies alte Volk Israel neu gespalten und geordnet hat gemäß der 12 Stämme und ihrer Nachkommen und gemäß der zu erlösenden Blutlinien nach Ursache und Wirkung.
In diese Tiefe der Völkerschaften hinein zu sehen wäre aufgrund ihrer Komplexität zu verwirrend und ist derzeit für uns überhaupt nicht nötig. Doch sollte man wissen, dass Gott ein neues Volk Israel berufen hat, und dass der Staat Israel nichts mehr zu tun hat mit dem alten und neuen Volk Israel, denn dieser wurde gegründet, um Tod und Verderben in diese Welt zu bringen.
Das wahre Volk Israel sind die Herzenskinder des himmlischen Vaters, verstreut über die ganze Erde, vor allem im deutschsprachigen und dem hier angrenzenden Raum, partiell auch in den USA und vereinzelt in allen Ländern dieser Erde.
Diese kleinen und größeren Gemeinden bilden Seinen Leib. Darunter sind viele, die aus den jüdischen Blutlinien stammen. Das Herz bilden größtenteils Nachkommen Davids. Dabei sind welche, die damals bereits als Menschen gelebt haben, dabei sind welche, die als Nachfahren das erste Mal inkarniert sind.
Gott hat damit eine heilige Gemeinschaft geschaffen, berufen und erwählt. Einen neuen Stamm, vereinend die Essenz der 12 Stämme, deren Vater Jakob war, der zu Israel wurde. Die grundlegende Bedeutung von Israel lautet in etwa sinngemäß `Gott hat für Jakob gestritten, und nun wird Gott für Israel streiten.´
Das bedeutet, dass der Kampf Gottes um Sein Volk zwar mit Seiner Kreuzigung und Auferstehung seinen Zenit erreicht hat, aber dieser nun im Endkampf einen neuen Höhepunkt erreicht mit dem Schlusspunkt der Entmachtung des Bösen und der Errichtung des Friedensreiches. Nun schließt sich der Kreis der Stämme Israels, deshalb auch Jakob involviert ist und einige seiner Kinder, welche die 12 Stämme begründeten.
Liebe Geschwister, erkennt nun, in welcher besonderen Zeit wir leben und welch außerordentliche Abläufe und Fügungen jetzt geschehen. Erkennt darin auch die Notwendigkeit der Scheidung der Geister – auch unter den Gläubigen, auch unter den Berufenen. Denn Gott siebt nun auf allen Ebenen mit dem Sieb, das Demut, Treue und Wahrhaftigkeit der Liebe durchlässt, und das Lauheit, Hochmut, Untreue und Falschheit der Liebe aussondert.
Denn Berufene werden erst erwählt, wenn sie im Feuer der Liebe und der Wahrheit geläutert sind. Berufen zu sein ist kein Freibrief für Erlösung, sondern ist der Beginn der Selbstverleugnung in der Liebe Gottes, um als der alte Mensch darin zu sterben, so dass Jesus Christus in uns auferstehen kann, womit wir ganz neue Menschen werden.
Nur wenn wir genug Öl in den Lampen haben, also genug Liebe im Herzen, sind wir zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen, dürfen wir teilhaben und teilnehmen am großen Fest der Liebe, das nun endlich gehalten wird zum Ende der Zeiten des Bösen, das nun gehalten wird zur Eröffnung des Friedensreiches.
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Ostern
Trotz Seiner gewonnenen Kämpfe in der Jugendzeit und im jungen Erwachsenendasein brauchte Jesus abschließende 40 Tage des Ringens in der Abgeschiedenheit der Wüste, um die Last der freiwillig und unschuldig in Sich aufgenommenen Sünde für immer zu bereinigen. Er hatte ja in Seinem Menschsein so viel mehr satanische Substanz (bindende und zu erlösende Seelenlast) integriert, um Sich als Gottmensch im Fleisch zu verankern und zu festigen und um Sich zugleich daraus befreien zu können dadurch, dass Sich Seine göttlichen Kräfte in diesen gewaltigen inneren Kämpfen aktivierten und entfalteten.
In diesem Entsagen in der Ödnis der Wüste tobte in Ihm und außer Ihm die Hölle, wobei der satanische Geist an Ihn heran trat mit all seiner Falschheit, List und Tücke. Doch göttliche Liebe und Wahrheit ließen ihn verstummen und das Weite suchen. Die Hölle in Jesus Christus war besiegt.
Doch noch einmal musste Er in die Hölle eintreten: Im Garten Gethsemane. Aber diesmal wurde Er nicht mit eigener seeleninterner Dunkelheit konfrontiert, denn die gab es nicht mehr, da Jesus ganz Licht und Liebe war. Diesmal wurde Er in den finsteren Sündenpfuhl der Menschheit versetzt. Alles je sündhaft Gedachte und Böses in die Welt Gesetzte brach über Ihn herein wie eine erstickende, undurchdringliche, finstere Lawine. Inmitten dieser Finsternis stand Satan vor Jesus und führte Ihm in allen Einzelheiten hämisch vor, was Er erleiden werde – von der Geißelung bis zum grausamen Sterben am Kreuz.
Jesus Christus, die personifizierte Liebe, Sanftmut und Güte, wurde ins Tiefste erschüttert von all der in Ihm und um Ihn tobenden Dunkelheit, von all dem Ihm bevorstehenden Leiden. Man kann sich nicht vorstellen, was für ein Kampf in Ihm stattfand. Hin und her gerissen im Taumel der teuflischen Gewalten suchte Er Halt im Äußeren, doch Er durfte keinen finden, Er musste diesen Kampf alleine ausfechten. Aber nicht mit göttlicher Macht, sondern mit Seinen seelischen Kräften, denn allein die Seelenkraft des Gottmenschen musste und durfte die Entscheidung zum alles erlösenden Opfer treffen, nur der Seele Wille durfte die gefallene Allseele besiegen, allein die Demut der Seele konnte den Raum und den Weg bereiten für die göttliche Liebe, für den Vater, der schließlich die Seele Jesu wieder erfüllen konnte, um das erlösende Werk zu vollbringen und zu vollenden.
So wie auch wir in unserem Weltenkampf in Demut der Liebe einen Raum bereiten müssen, damit sie uns erfüllen kann und führen in das Herz unseres himmlischen Vaters.
Wie wir wissen, gewann Jesus Christus diesen Kampf – und ging diesen Weg des unsagbaren Leidens, um die Macht des Todes ein für allemal zu brechen und uns dadurch zum ewigen Erlöser zu werden, indem Er die Erbsünde und ihre Folgen vor der Gerechtigkeit Gottes tilgte und uns befreite von Schuld und Sünde.
Was zeigte Er uns noch mit Seinem Opfergang? Dass Er den Willen der Menschen allzeit gewähren lässt, gleich wie verkehrt und böse sie auch handeln. Denn Er hätte diese grausame Tat verhindern können, doch Seine Liebe ließ es geschehen. Ja, Er gab dem Verräter und den Henkern die Lebenskraft zur Durchführung ihres teuflischen Planes. Diese Tiefe unsagbarer göttlicher Liebe und Barmherzigkeit können wir noch lange nicht begreifen.
Doch was wir in Gottes Gnaden im Geschehen der Kreuzigung erkennen, begreifen und sehen dürfen, ist Seine Liebe zu uns. Sein geöffnetes Leibesherz steht ja stellvertretend für Sein geöffnetes Vaterherz. Sieh Jesus Christus am Kreuz und du siehst Gott bluten für Seine Kinder, siehst das Innerste von Gottes Liebe. Im größten Schmerz waren Seine Augen voller Güte und Sanftmut, voller Mitleid für die gefallene Menschheit.
Liebe Geschwister, Gott hat Sein Herz am Kreuz für uns geöffnet. Doch bislang war es so, dass wir es mit unseren Sünden wieder zudeckten und sodann erneut suchen und warten mussten, bis ein nächster Gnadenstrahl der Liebe uns berührte – bis zum nächsten Verlust der Gnade durch unser Fehlgehen. Doch nun ist es anders. Ich sehe, dass die göttliche Einstrahlung intensiver geworden ist, dass der Gotteskinder Nachlässigkeiten und Verstöße vom Liebelicht Gottes sofort verweht werden. Ja, der Vater schaut sozusagen `durch die Finger´ und Barmherzigkeit nimmt hinweg die Schuld von denen, die ringen und kämpfen für das Gute und Wahre, immer wieder fallend, um immer wieder neu zu erstehen in Gottes Liebgnade.
Wir können Gottes Herz nicht mehr vor uns verschließen. Selbst in der Sünde umarmt uns die Liebe unseres himmlischen Vaters und nimmt hinweg den Tod. Es gibt keine Trennung mehr für die wahren Kinder Gottes. O wie groß ist Seine Liebe!
Seht in eure Herzen, da steht es geschrieben: „Mein Kind, Ich will in dir auferstehen, denn du hast Mich gerufen in deiner Erdennot. Nun gibt es keine Trennung mehr, denn Mein Name ist Treue und Wahrhaftigkeit. Jetzt vollbringe Ich die Vereinigung von Vater und Kind. Jetzt werde Ich Meinen Geist über euch ausgießen, die ihr Mir anhanget in Liebe und Treue und Wahrhaftigkeit. So verbringet diese Osterzeit in stiller Ruhe in Mir, begleitet Mich durch diese Tage, Ich bin da, gekreuzigt und auferstanden gebe Ich euch das ewige Leben. Amen, Meine Kinder, Amen.“
So sollen wir beten:
„Vater, als Sünder knie ich vor Dir, wortlos, mit zerknirschtem Herzen ob Deiner grenzenlosen Liebe und Barmherzigkeit. Ich bitte Dich, nimm mich auf in Dein Herz für immerdar; ich möchte wieder bei Dir sein. Ohne Dich fühle ich mich wie tot, nur mit Dir und in Dir kann und möchte ich noch leben. Einst habe ich Deine Liebe verstoßen, doch Du ließest mich erkennen meine Verkehrtheit und meine Untat. Nun stehe ich vor Dir und kann nicht anders als Dich zu bitten: Sei mir armen Sünder gnädig. Bitte erhöre mein schwaches Gebet, lieber Vater, lass mich sterben in Dir, damit Du in mir geboren werdest. Mein Jesus, Du mein Leben und meine Liebe.
Und wenn in mir die Hölle tobt, weil sie spürt, dass sie mich im Licht Deiner Liebe verlassen muss, so tritt Du hinzu und gebiete der Dunkelheit zu weichen. Mein Jesus, lass Deine Willensmacht in mir wirksam sein, so dass ich in meiner Not zusammen mit Dir sprechen kann: Lieber Vater, nicht mein, sondern Dein Wille geschehe ewiglich. Amen.“
Nun frägt sich vielleicht so mancher: Nachdem Jesus den freien Willen Seiner Schergen nicht angetastet hat, wenn Gott den Willen der Menschen völlig freien Raum lässt, wie kann Er uns dann beschützen?
Im Fall der Gotteskinder ist es so, dass Er zwar den ihnen schaden Wollenden keine Willens-Zügel anlegt, aber Er kann Wege und Schicksale so lenken, dass gewisse Begegnungen und Geschehnisse nicht zustande kommen, und/oder Er wirkt im Verborgenen ein auf ein arges Bewusstsein, so dass eine Abkehr von einer üblen Tat zustande kommt. Das kann und tut Er deshalb, weil der Christ Ihm durch die Liebe zu Ihm Zugang in seine Lebenssphäre gewährt. Wobei der Vater doch wiederum so manches zulässt, um Sein Kind in und mittels der Not frei zu machen von aller Ichhaftigkeit – und dann ist es gut.
Allein bei selbstsüchtigen und bösen Menschen lässt Er allen Geschehnissen freien Lauf, da greift Er nicht ein, ja, Er kann es nicht, da der Mensch die Türe zu Ihm verschlossen hält.
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Liebe Geschwister, was ist der Unterschied zwischen der Gottheit und Jesus Christus?
Jesus Christus ist der himmlische Vater, ist der für uns schau- und berührbare Gott, dem wir die Erlösung vom Tode zu verdanken haben und mit dem wir in alle Ewigkeit leben dürfen in göttlicher Einheit und Liebe. Er ist die Quelle allen Seins, der Ursprung, welcher ist das Leben allen Lebens und die Liebe aller Liebe.
Die unantastbare Gottheit ist das unendliche und unbegreifliche, alles verzehrende Feuer als grundlegende Ausstrahlung und Fundament universeller göttlicher Gerechtigkeit, ist die unverrückbare und unabänderliche weil vollkommene Gesetzgebung ordnungsgemäßer göttlicher Weisheit.
Nun sage ich:
Die Gottheit richtet und tötet, um Ihr Ziel zu erreichen.
Der Vater befreit, behütet und erlöst, um Sein Ziel zu erreichen.
Was ist Bestreben und Ziel der Gottheit? In unbeugsamer Selbstgerechtigkeit alles zu verurteilen und zu vernichten, was nicht ihrer unendlichen Machtvollkommenheit und Heiligkeit entspricht, denn diese duldet nichts außer sich.
Was ist Bestreben und Ziel des Vaters? Die barmherzige Freisprechung und Erlösung von Sünde und Tod und die Rückführung allen gefallenen Daseins ins göttlich-geistige Leben, indem Er es sorgsam und geduldig dorthin geleitet, denn Er möchte alle Seine Geschöpfe unendlich glücklich machen.
Der Vater beschützt Seine Kinder vor der Gottheit, beschützt uns vor dem vernichtenden Prinzip Seiner unendlichen göttlichen Machtvollkommenheit, welche ist das ewig verzehrende und alles durchdringende Feuer im dimensionslosen Urgrunde von Ewigkeit und Unendlichkeit. Dieses wohnt Ihm also nicht nur inne, sondern Er selbst ist diese zugleich in sich seiende und aus sich strömende Urgewalt, diese namenlose Ur-Energie, die alles selbst ist – immer und überall. Dieses kann Er nicht eliminieren, denn da müsste Er Sich selbst beseitigen und das geht nicht.
Sind es nun zwei Götter? Nein. Die Gottheit ist die unantastbare und verzehrende Heiligkeit der Liebe, der himmlische Vater ist die berührbare, verbindende und erschaffende Barmherzigkeit der Liebe.
Nun musste Gott einen Konsens zwischen Seiner gerechten Heiligkeit und Seiner Liebe-Barmherzigkeit schaffen, gewissermaßen eine Versöhnung in Sich und mit Sich bewerkstelligen, um diese Schöpfung zu erhalten. Dazu musste Er Sich in Seiner Herrlichkeit demütigen, musste Sich in Seinem Heiligkeits- und Hoheitsrecht zurück nehmen und dieses der selbstlosen, alles erhalten und beglücken wollenden Liebe untertan machen.
Diesen Akt eröffnete Er im großen Schöpfungsprozess, als Er Sich der abfallenden Rotte um Luzifer erbarmte, diesen führte Er fort in der Erbarmung um Adam und Eva bei deren Sündenfall und diesen vollendete Er im Zuge Seiner Menschwerdung und vor allem Seiner Kreuzigung und Auferstehung.
So beinhaltet der Opfergang Jesu Christi nicht nur die Erlösung der Menschheit im Sinne der Sühne ihrer Sündenschuld, sondern bezeugt auch den Sieg der barmherzigen Liebe über die absolute Gerechtigkeit Gottes.
Er zeigt, dass die Macht der Liebe über der Macht göttlichen Rechts steht; er bezeugt, dass Gott die Liebe zu Seinen Kindern wichtiger ist als Sein Heiligkeitsanspruch in der Reinheit Seiner Absolutheit und Vollkommenheit. Er offenbart das Opfer der Liebe, das Gott in Sich gebracht hat, um Sich freie Kinder zeugen zu können in und für alle Ewigkeit. Ja, die unantastbare Heiligkeit der Gottheit hat Sich Ihrer grenzenlosen selbstlosen Liebe ergeben und unterstellt, welche ist der Vater, und hat ihr königliche Macht gegeben in Ewigkeit.
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