Krankheit – Heilung

Samuel Surazal Das große Sterben und das große Erwachen

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Autor / Quelle
Samuel Surazal
Verwendete Ausgabe
1. Auflage Juli 2022
Originalsprache
Deutsch
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Deutsche Originalausgabe

1. Auflage Juli 2022 ▪ Samuel E. Surazal

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ISBN 978-3-946467-94-6

Heilen kann man nicht selbst, denn kein Mensch kann ohne Gott wahrhaft heilen – allein Jesus Christus kann heilen, Seine Kinder nur mit und durch Ihn. So können die Apostel des Herrn Seine Liebe-Macht bestätigen.

Das ist das Geheimnis des Heilens, dass sich das Gotteskind Jesus zur Verfügung stellt, Ihm als Instrument dient und zugleich selbst durchdrungen wird und Erlösung findet im Heilstrahl der Liebe Jesu Christi.

Heilen geht also nur, wenn ein Mensch sich in Liebe mit Jesus vereint – im Bewusstsein, dass es nur eine Macht gibt und eine Barmherzigkeit, und das ist Jesus Christus. Alles Mitleid, das wir empfinden ist Gottes Gegenwart in unseren Herzen. Ohne Ihn wären wir kalt wie ein Stein. In diesem Bewusstsein, wie sehr unser himmlischer Vater alle Menschen liebt, legen wir die Hände im Geiste oder tatsächlich aufs oder übers Haupt oder die betroffene Stelle der jeweiligen Person und sprechen:

„Lieber Bruder, liebe Schwester – oder auch liebes Tier – Jesus liebt dich. Er segne dich und heile deinen Körper und deine Seele.“ Dann gibst du das Schicksal dieser Person oder des Tieres ganz in Jesu Hand und Herz. Du musst dann wirklich loslassen mit den Worten: „Mein Vater, nicht Mein sondern Dein Wille geschehe.“ Dann wird Jesus da sein und das Geschehen durchdringen.

Doch was haben Krankheit und Not für einen Sinn und Zweck? – denn nichts geschieht umsonst und willkürlich.

Wenn wir oder unsere Lieben krank sind oder in einer schwierigen Lebenssituation fragen wir meist nach dem Warum. Warum lässt Gott dies oder jenes zu?! Diese Frage bündelt unsere Energie und entführt uns vom eigentlichen Sinn und Zweck der Not und der schicksalhaften Daseins-Herausforderung. Deshalb sollten wir nicht fragen: „Warum?!“ Sondern: „Für was ist es gut? Wohin soll es mich führen? Was möchte Gott von mir?“

Wir sollen auch zuvorderst nicht dagegen angehen und unsere Energie darauf verwenden, mit allen Mitteln eine Krankheit oder eine Konfliktsituation abzustellen oder deren vermeintliche Ursache zu finden. Es geht in erster Linie immer darum, in einer Not Gott näher zu kommen. So einfach ist das.

Wenn wir also krank sind oder existenzielle Nöte uns belasten, sollten wir darin Gott die Ehre geben und Sein Tun nicht in Zweifel ziehen. Wir sollten unsere Ohnmacht dazu benützen, Demut zuzulassen – und nicht in Angst, Eigensinn und Hochmut Klage erheben gegen unser Schicksal. Wir sollten lernen, Jesus Christus zu vertrauen in Leben und Tod. Trotzdem dürfen und können wir aber bitten, dass der Vater uns von einer Krankheit befreie oder uns aus einer Not herausführe, denn auf eines Ihn liebenden Kindes Bitte hin wird Er außerordentlich handeln.

Bei Krankheit oder Unfall kann man selbstverständlich gemäß des individuellen körperlichen Zustandes, des Glaubens und der Gottesgegenwart einen Arzt aufsuchen, das ist manchmal zwingend erforderlich. Dies muss jedoch jeder für sich selbst entscheiden.

Es gehört schon eine große Portion Gottvertrauen dazu, sich in einer tödlichen Krankheit oder einer anderen lebensgefährlichen Situation ganz Jesus Christus beziehungsweise einem Heiler in Gottes Diensten anheimzugeben. Das funktioniert nicht, wenn man Gott neben der Welt herzieht. Das funktioniert nicht, wenn man die Welt mehr liebt als Gott. Das funktioniert nicht, wenn man weltliche Genüsse und Rechte weiterhin für sich behält, und meint, ein zeitweiliger lichter Glaubenszustand reicht schon für einen umfänglichen Schutz, denn der Vater ist ja barmherzig und gut. Es muss eine tatsächliche Übergabe stattfinden, die zukünftig, wenn auch schrittweise aber bestimmt, keine verborgenen Gewohnheiten und widergöttliche Eigenschaften duldet. Das muss klar und eindeutig sein für den Menschen und für Gott.

* * *

Stößt man sich zum Beispiel den Kopf oder bricht sich etwas, spürt man den Schmerz sofort. Ernährt man sich falsch, bekommt man vielleicht erst nach 20 Jahren Bauchspeicheldrüsenkrebs, oder ein Raucher bekommt im Alter Lungenkrebs.

Wie in der Materie, so ist es auch im seelischen Bereich. Manche Ursachen guten oder schlechten beziehungsweise verkehrten Denkens und Handelns bekommt man sofort zu spüren, andere wirken sich erst nach Monaten oder Jahren aus, oder kommen erst im hohen Alter zum Vorschein – oder im jenseitigen Dasein.

Grundsätzlich ist es so, dass man zumeist die Auswirkungen des Fehlgehens der jetzigen Inkarnation zu spüren bekommt, und nicht, wie es gerne dargestellt wird, aus einem früheren Erdendasein; denn das ist eher selten der Fall, auch wenn man dies nicht so sieht oder nicht so sehen mag. Denn leichter und angenehmer ist es, missliche Lebensumstände auf ein längst vergangenes Dasein zu beziehen, als dass man sich im Jetzt betrachtet, sich verkehrtes Verhalten eingesteht und entsprechend handelt.

Die Schwachstellen und Fehlhaltungen unserer Seelen sind jedoch so gut mit dem Deckmantel weltlicher Verstandestätigkeit, psychologischer Verhaltensregeln und der damit einhergehenden Rechtfertigung getarnt, dass wir diese allein bei rechter Demutshaltung im Liebelicht Jesu sehen können. Das geschieht in der Regel schrittweise, denn könnten wir uns plötzlich im Licht der Wahrheit betrachten, wir würden uns vor aller Welt schämen und verstecken, da noch so viel Verkehrtes und Falsches in den Abgründen unserer Seelen sich befindet, das sich negativ auf unser derzeitiges Leben auswirkt (Dies wird aber geschehen in den drei Tagen der Finsternis, wenn Gott kommt und als Wahrheit der Menschen Seelen durchdringt).

Bei Seelen, die bereits ein- oder zweimal auf dieser Erde gelebt haben, kann ein früheres Erdenleben Auslöser für ein bestimmtes herausvorderndes Erlebnis sein, das bei rechter Erkenntnis und Einsicht stets die Macht der Erlösung in sich birgt. Hierzu sagt der Vater, dass nur etwa 1-2% der Erdbevölkerung wiederholt hier inkarniert. Das sind bei den derzeitigen knapp 8 Milliarden doch auch nicht wenig: Immerhin ca. 80 -150 Millionen.

Bei Krankheiten/Behinderungen von Geburt an kann sündhaftes Leben der Eltern oder Vorfahren Ursache sein. Hier kann der betroffene Mensch bei christlicher Lebensweise seinen gesamten Ahnenstamm mit erlösen.

Bei gottberufenen Seelen, die während des Erwachens, der Ausbildung und Ausreifung weiter sündigen, obwohl sie bereits am Herzen des himmlischen Vaters weilen, nimmt dieser die Sünden auf sich, Er nimmt Sein Kind so gut es geht aus dem universellen Gesetz von Ursache und Wirkung. Das ist die Gnade und Barmherzigkeit, in die Jesus Christus Sein ringendes Kind hüllt. Die Liebe der Gottheit (der Vater in Jesus Christus) beschützt Sein Kind vor der all-richtenden göttlichen Gesetzmäßigkeit und unantastbaren Heiligkeit der Gottheit. Wobei der Vater Seinem Kind gelegentlich ein kleines Kreuz zu tragen gibt, das Er aber selbst gewichtet, Er legt quasi der Ursache gestrenge Auswirkung in Sein Herz und vereint diese mit Seiner Barmherzigkeit.

Dann gibt es böse Menschen, die anderen andauernd Schaden zufügen, aber bis zu ihrem Lebensende gesund bleiben und die auch noch ein schneller Tod ereilt. Mit ihnen prüft der Vater einerseits unsere Selbstgerechtigkeit und unsere Bereitschaft zur selbstlosen Liebe, andererseits bekommen diese Personen die Auswirkungen ihres verwerflichen Tuns aus gottweisen Gründen erst im Jenseits zu spüren.

Gibt es also Zufall und Willkür? Ja, für Weltmenschen allemal. Sie sind dem gottlosen Treiben an der Oberfläche des materiellen Daseins hilflos ausgeliefert. Da schaut der Vater nicht hin, denn Er will ja nicht gesehen werden, deshalb bestimmen gnadenlose Schicksalsstürme das Leben – eigentlich den Tod – der Geschöpfe Gottes.

Nicht so bei Seinen Kindern. Sie leben zwar auch in den Weltenstürmen, aber gemäß ihres Vertrauens, ihrer Hingabe und ihrer Liebe zu Jesus Christus geht alles was mit ihnen geschieht erst durch Sein Herz. Er sieht also genau hin, ja, mehr noch, Er ist bei Seinen Kindern, Er weiß um all ihre Sorgen und Ängste, Er hat nur ein Bedürfnis und ein Ziel: Er möchte Seine Kinder von all ihrer Not und ihrem Leid erlösen. Er lässt nur zu, was unbedingt nötig ist zu ihrer Befreiung. Oder Er holt sie zu ihrem Schutz mittels einer kurzen Krankheit in die geistige Heimat.

Werden nun eine Krankheit oder ein Unfall von uns selbst oder von Gott verursacht? Wo ist der Unterschied? In uns wirkt das universelle Gottesgesetz von Ursache und Wirkung, das im Grunde immer korrigieren und heilen möchte. Die eigene Ursache bestimmt die göttliche Auswirkung, so oder so. Als Geschöpf in der gesetzlichen Strenge Gottes, als Kind in der liebevollen Barmherzigkeit des himmlischen Vaters. Als unentschiedener oder lauer Christ ist es ein stürmisches Leben hin und her zwischen dem göttlichen Gesetz und der väterlichen Barmherzigkeit – und der Mensch weiß nicht so recht, was sein Schicksal bestimmt. Deshalb ist es so wichtig, sich ganz und gar in Gottes Herz zu begeben und sich hier in kindlicher Demut in Seine Liebe fallen zu lassen. Dann wird alles gut.

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