Feierstunde in Zorneding am 13. Dezember

Samuel Surazal Das Buch der Feierstunden 2024/2025

Originaltitel
Feierstunde in Zorneding am 13. Dezember
Originaldatum
12 December 2025
Über diese Ausgabe
Autor / Quelle
Samuel Surazal

Jesus spricht: „Amen, Meine Kinder, so bin Ich getreten in diese Runde und habe den Schirm Meiner Liebe über euch gespannt, habe Meine Liebe geöffnet in euren Herzen, auf dass ihr Mein Wort recht vernehmet, auf dass ihr es aufnehmet mit der Liebe eurer Herzen und der Verstand als untergeordnetes Bewusstsein daran Anteil hat, aber nicht der Hauptempfänger ist. Das Wort, das Ich euch gebe, ist das Brot für das Herz und nicht für den Verstand in erster Linie.

So eröffne Ich diese Runde, indem Ich euch sage: Viele eurer Vorfahren und Eltern sind heute auch eingeladen. Und noch viele andere Jenseitige, die voller Freude diesen kleinen Geschwisterkreis erweitern und so einen großen Kreis bilden. Und um diesen großen Kreis herum gibt es einen noch größeren Kreis der Engelsscharen und der Heerscharen der Himmel. So ist es eine wunderbare Himmelsgemeinschaft mit Mir in der Mitte als eurem himmlischen Vater, der Ich nun verteile das Brot und das Wort und die Liebe in dieser Adventszeit, welche begangen wird zur Einstimmung zur einstigen Geburt auf dieser Erde, zur Weihnacht.

Und so ist diese Endzeit der Advent Meiner erneuten Geburt, Meiner geistigen Wiederkunft auf dieser Erde. Die Vorbereitung dazu findet jetzt statt in euch, und mit Mir zusammen geht ihr durch diesen letzten Advent, Hand in Hand und Herz in Herz. Diese letzte Zeit, Meine Kinder, diese besondere Zeit, möchte Ich gerne mit euch besprechen. Mit Meinen Kindern zusammen möchte Ich doch das Erlösungswerk vollbringen, und so frage Ich euch: Soll Ich der Höllentür jetzt schon einen Riegel vorschieben und alles beenden? Was denkt ihr darüber, Meine Kinder hier in dieser Runde? Ihr könnt Mir gerne eine Antwort geben, jetzt und hier. So frage Ich dich, Mein Sohn Josef; gib Mir einen Rat, was fühlst und denkst du über diese Zeit, wie würdest du handeln an Meiner Stelle?“ Josef: Eigentlich müsste man es beenden, weil das schlimm ist ohne Ende und es nur noch schlimmer wird aus meiner Sicht, aber auf der anderen Seite, das müsstest Du, lieber Vater, selber am besten wissen, wann die rechte Zeit ist, und ob wir Kinder soweit sind, dass wir das alles aushalten und Dir treu bleiben …

Jesus: „Ja, so sind eure Gedanken, Meine Kinder, und ja, Ich weiß es wohl am besten, was zu tun ist, und doch ist es so, dass Ich es mit euch besprechen möchte, Ich möchte euch mehr mit einbeziehen in Meinen Ratschluss, dass unser Zusammenschluss noch inniger wird. Und doch sage Ich: Wenn man möchte, dass Ich das böse Treiben auf dieser Erde beende, weil es so schlimm geworden ist, diese Falschheiten und Lügen nicht mehr auszuhalten sind, erwidere Ich: Da gibt es ein großes Aber, denn Mein Leib ist noch nicht vollständig, die meisten Meiner Kinder sind noch nicht bereit, sind nicht in dem Zustand, der ihre Entrückung erlaubt, die Erfüllung mit Meinem Geist. Und so, wenn Ich jetzt schon diesen Schlussstrich ziehen würde, wäre das gesamte Erlösungswerk infrage gestellt.

Die letzte Zeit richtet sich also nicht nur nach dem Gebaren der Welt, sondern nach der Entwicklung und dem Zustand Meiner Kinder; das ist es, was Mich veranlasst, zurückzuhalten und noch hin zu warten.

Und wie stehen die Menschen dieser Welt zu den Geschehnissen dieser Zeit? Einerseits sagen sie: `Warum lässt Gott so etwas zu!´ und `Was ist das für ein Gott, der solches Leid zulässt!?´ und beschimpfen Mich. Andererseits verspotten sie Meine Kinder und lachen über sie, wenn sie ihnen mitteilen, dass Gott das Böse nicht mehr lange zulassen und das arge Treiben bald beenden wird, wenn sie vom Eingreifen und Gericht Gottes sprechen. Ja, Meine Kinder, was soll man dazu sagen? … da ist es schwer, den Menschen mitzuteilen und beizubringen, was nun geschieht in Wahrheit. Und dann gibt es noch die sogenannten Christen, die selbst Richter sein wollen und das Gericht für alle herbeiwünschen, die nicht ihre verkehrten Glaubensansichten teilen. Das sind die, die am äußeren Wort kleben und den Geist darin nicht erkannt haben. Sie wollen ewige Verdammnis für alle Sünder und Andersdenkenden, doch in ihrer Selbstgerechtigkeit und ihrem Richtertun verdammen sie sich selbst. Sie graben sich selbst ihre Gräber und haben sie schon gegraben. Zu ihnen sage Ich: `Weichet von Mir, denn euch habe Ich noch nie erkannt, so wenig ihr Mich erkannt habt!´

Das ist die Gesamtsituation sozusagen nun in dieser Zeit, in der Ich aber die Meinen zusammenführe und in den Schutzmantel Meiner Liebe stelle. Für euch bin Ich Vatergott und nicht der Gott des Gerichtes. Für euch bin Ich Erlöser und Befreier und führe euch in eure geistige Heimat. Und auch wenn ihr noch vieles in euch tragt, was Sünde ist und was nicht passt in den Zustand, in den ihr kommen sollt, um Meinen Geist zu empfangen, so seid ihr doch schon gesäugt und getragen von Meiner Liebe und Fürsorge in jeder Phase eures irdischen Daseins. Für euch bin Ich immer da, Meine Kinder, und jede Bitte, die ihr an Mich richtet, erreicht Mein Herz, berührt Mein Herz, denn für euch habe Ich Mein Herz weit geöffnet und es bleibt geöffnet. Denn wen Ich einmal gerufen und angerührt habe, den lasse Ich nicht mehr los.

Und wenn du dich wieder verirren würdest in der Welt, Mein Kind, dann gehe Ich dir hinterher. Ich gehe mit hinein in deine Sünde, in die Dunkelheit deiner Seele und warte auf dich, dass du dich Mir wieder zuwendest. Und dann, Mein Kind, heile Ich deine Wunde, die du dir vielleicht zugefügt hast in deinem Fehlverhalten, in deiner Verirrung und Verblendung, in die du manchmal noch hineingehst. Dann bin Ich für dich da, nehme dich an die Hand, lege dir Meine Hände auf, auf dass die Wunde deiner Seele heilt und wir gemeinsam unseren Weg fortsetzen können. So tue Ich es alle Zeit, dazu bin Ich immer bereit. Es ist wichtig für euch zu wissen, dass Ich auch in euren dunkelsten Stunden, wenn ihr ein schlechtes Gewissen habt vor Mir und euch nicht traut Mich wieder anzuschauen, da bin, Meinen Blick auf euch gerichtet habe in der Erwartung, dass ihr euch Mir wieder zuwendet.

Wenn du ein schlechtes Gewissen hast, Mein Kind, weil du fehlgegangen bist, dann ist es gut, wenn du dieses eine kleine Zeit in dir trägst, denn die Stimme des Gewissens ist ein Kind der Wahrheit. Aber dann geh damit in die Reue, sie ist ein Feuer in der Seele, das deine Sünde verbrennt und ruhig eine Zeit brennen kann und soll, auf dass du diese Sünde nicht mehr begehen willst. Doch, Mein Kind, lege dann deine Reue in Mein Herz, auf dass dein Herz wieder frei atmen kann, denn anhaltende Reue trennt dich von Mir. Das Herz muss wieder frei werden in der Liebe. Darum benutze die Reue als Instrument der Reinigung deiner Seele für eine gewisse Zeit, doch dann gib deine Seele wieder frei für die unbelastete Liebe.

Ja, vieles ist noch in euch an Dunkelheit in den Räumen eurer Seelen, die ihr noch nicht betreten habt, und wartet auf Erlösung. Doch sage Ich auch: Ich arbeite mit Meinen Engeln in diesen Räumen ohne dass ihr es merkt. Hier findet verborgene Erlösung statt. Und ihr müsst nicht alles wissen, was in euch noch vorhanden ist, zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Das, was Ich an die Oberfläche eures Bewusstseins kommen lasse, ist von Mir genau bemessen, was ihr verarbeiten und tragen könnt an Sünde und Mir darbringt in der Hingabe an Meine Liebe.

Doch anderes, was verborgen ist in den Tiefen eurer Seelen, wandle Ich um in Licht, ohne dass ihr es merkt. Das ist etwas, was Ich für Meine Kinder tue, was Ich nur für Meine Kinder tue. Auch das ist ein Aspekt Meiner Erlösung für euch. Denn wenn Ich diese Räume nicht bereinigte, würden eure Wege noch viel länger dauern und es würden einmal in euch seelische Finsternisse aufsteigen, die euch überwältigen würden. Ja, manchmal geschieht es sogar, dass sich aufgrund einer großen Not, eines großen Schmerzes so eine Tür öffnet und sich dann Finsternis ausbreitet in einer Seele. Das lasse Ich bei manchen Meiner Kinder aus gewissen Gründen zu, doch im Großen und Ganzen geschieht es nicht.

Bei den Weltmenschen und Ungläubigen ist es aber so, dass Ich diese Untergrund-Arbeit nicht tue. Und wie ihr seht in dieser Zeit, in der die Finsternis auf dieser Erde sich ausgebreitet hat, dann auch die Finsternis aus den Tiefen der Seelen aufsteigt. Dadurch gibt es bereits viele Menschen mit psychischen Problemen und mit Depressionen. Das ist diese Verbindung der Dunkelheit der Seele mit der Dunkelheit in der Welt. Und es werden immer mehr werden, die in diese Dunkelheit verfallen, in Depression, in psychischer Belastung. Dann, Meine Kinder, wird es viele geben, die sich das Leben nehmen werden – und es ist schon soweit. Doch es werden noch viel mehr werden, weil sie diese Finsternis nicht ertragen können.

Und das ist leider nicht nur bei den Weltmenschen der Fall, sondern es sind auch Gläubige betroffen, die nicht in der Wahrheit stehen, bei denen die dunkle Seite, die dämonische Welt mit in den Glauben einfließt. So findet nun die Scheidung der Geister statt auf vielen Ebenen, in vielen Bereichen.

Doch, Meine Kinder, die ihr Mein Wort der Wahrheit vernehmt, ihr steht im Strahl der Barmherzigkeit und unter dem Schutzmantel Meiner Liebe. Darum könnt ihr ohne Sorge und Angst euren weiteren Weg beschreiten und braucht nicht hineingehen in die Sorge der Welt. Habt immer Mich im Blick und kämpft und ringt um die Freude. Die Freude gibt es in der Demut, in der Sorglosigkeit, in der Liebe. In der Liebe zur Liebe erblüht die Seele in Meinem Licht, auf dass alles abfällt von euch, was dunkel ist.

Und dann ist Mein Kind bereit, zu empfangen den Heiligen Geist aus Meinem Herzen: Die Entrückung aus der Welt in das Leben des Geistes. Und das soll ja geschehen schon in dieser Zeit mit Meinen Kindern, so wie Ich einst Meine Apostel bleibend in Meinen Geist entrückt habe, die auch zubereitet waren so wie ihr, die Mich aber sehen konnten und dadurch Begünstigte Meiner leiblichen Gegenwart waren.

Ja, für die damaligen Menschen war es leichter, da sie Mich sahen und Mein Wort sie unmittelbar berührte und belebte. Ihr habt es schwerer, da ihr Mein Wort mittelbar erhaltet und Mich nicht sehen könnt. Dadurch hat euer Glaube einen höheren Stellenwert und das Maß Meiner Barmherzigkeit ist darum ein größeres. Und doch, Meine Kinder, ist euer Glaube längst über das normale Maß hinausgegangen. Ihr seid Wissende geworden. Euer Glaube ist übergegangen ins Wissen, dass Ich bei euch bin. Und dieses Wissen ist bereits die Wahrnehmung Meiner Gegenwart diese kann euch niemand mehr rauben. Darum haltet euch fest an Mich, was auch immer kommen mag in dieser Zeit. Bei Mir ist alles gut, Meine Kinder. Amen.“

* * *

Meine Kinder, eure Sehnsucht nach Meinem Wort ist es, die Mich immer wieder herbeizieht und Mich veranlasst, euch um Mich zu scharen. Und Ich als Vater dann so gerne Mein Brot verteile und Meine Liebe euch mitteile, und was es Mir bedeutet, Meine Kinder, dass ihr euch aufgemacht habt, Mein Herz zu erobern im Weltenkampf.

Und so steht jedes von euch in einem ganz eigenen Kampfesgeschehen, in einem Prozess individueller Freiwerdung. Und da kann es bei einem Christen sein, dass er einen Kampf hat, der für einen anderen kein Kampf wäre, sondern ein leichtes, da durchzugehen. Und deswegen ist es ganz wichtig, dass ihr nicht urteilet, wenn jemand in einem für euch scheinbar leichten Prozess steht und nicht mehr weiter weiß und um Gebet bittet. Denn für diesen Menschen, mit seiner Seelenbeschaffenheit und Seelenstruktur, mit dem Erlebten bislang auf dieser Erde, hat Not eine ganz andere Bedeutung als für euch. Und umgekehrt kann es genauso sein. Darum seid immer eins in der Liebe zueinander und füreinander und auch im Gebet, wenn ihr nicht versteht, warum ein Bruder oder eine Schwester gerade für diese Situation, die euch so nichtig erscheint, um Gebet bittet. Und so sollt ihr Mir immer näher kommen, in diesem gemeinsamen Vorwärtsschreiten, fernab vom Treiben dieser Welt.

Ja, wenn ihr euch zu den Armen und Bedürftigen, zu den von der Gesellschaft Unbeachteten, zu den Geringgeschätzten, zu den Verachteten mehr hingezogen fühlt als zu den Reichen und Prominenten, die in den Medien dargeboten und förmlich angebetet werden, wenn ihr eure Freude abzieht vom glamourösen Geschehen, vom Glanz und der Gaukelei und vom Wohlleben dieser Welt, und eure Freude hauptsächlich darin besteht, dass ihr Bedürftigen und Armen beistehen wollt, dann seid ihr Mir schon recht nahe und bereit für Meine Himmel. Denn dann habt ihr euch entschieden für die Armut und für das Opfer und nicht für den Reichtum dieser Welt.

Und, Mein Kind, wenn du bereit wärst, für einen Bruder oder eine Schwester, die du liebst, deinen Platz im Himmel abzutreten, damit diese in den Raum der Glückseligkeit eintreten können, wenn du in Freude dieses Opfer bringen würdest aus Liebe zu deinen Geschwistern, ja dann, Mein Kind, lebe Ich schon in dir. Denn dann bin Ich deine Liebe und dein Leben geworden. Das ist das höchste Gut, das ein Mensch erreichen kann, die absolute Opferbereitschaft zusammen mit Mir. Und was ist, wenn Ich dein Leben und deine Liebe geworden bin, Mein Kind? Dann bist du überall in Mir und Ich in dir – das ist das höchste himmlische Bewusstsein, und das ist der eigentlich höchste Himmel. Meine Kinder, so könnt ihr euch prüfen und feststellen, wo ihr steht und wie weit ihr bereit wäret, Mir nachzufolgen in der Abkehr von der Welt und in der Opferbereitschaft. Das ist das Wesentliche dieses Weges zu und mit Mir.

Und so, Meine Kinder, gibt es viele Gläubige, die hoch jauchzen und jubeln in ihrem Glauben, im Glauben, sie seien erlöst und erfüllt vom Heiligen Geist und geistig wiedergeboren. Und doch wollen sie nur die Freude in der Welt und das Wohlleben. Opfer sind ihnen fremd. Das ist nicht der Weg der Wahrheit und des Lebens. Der Weg der Wahrheit ist der Weg der Entsagung, auch der Leidensbereitschaft.

Doch tut sich auf diesem Weg ein Schatz auf im Herzen, aber nur dann, wenn man diesen ernsthaft und wahrhaftig beschreitet. Dann wird der dornige Weg zu einem Weg unsagbarer Freude und Glückseligkeit in Meinem Geist. Darum habt den Mut, hineinzugehen in de Raum der Demut, der Hingabe eurer Leben an Mein Leben, auf dass Ich in euch auferstehe und ihr mit Mir zum ewigen Leben, auf dass der kleine Jesus in der Krippe eurer Herzen zum großen Jesus werde, vom Menschenkind zum Gottessohn und schließlich zum himmlischen Vater in euch und ihr dadurch wahrhaftige Kinder Gottes sein werdet in Ewigkeit. Amen.“

Wir spielen das Lied `Amazing Grace´

Geistige Schau Samuel: Während des Liedes habe ich Jesus hier in unserer Mitte gesehen mit einem großen Korb mit Brot. Dann sind Engel zu Ihm hingegangen und Er hat jedem ein Stück Brot gegeben. Die Engel sind dann zu jedem Einzelnen von uns gegangen und haben uns ein Stück Brot gegeben. Unsere Seelen haben dieses Brot aufgenommen, das Jesus hier verteilt hat. Und das wollen wir ja dann in der Materie nachvollziehen.

Samuels Frau bereitet nun das Abendmahl zu, während er eine Begebenheit aus dem Großen Evangelium Johannes vorliest:

Lazarus ließ sich gleich einen frischen Wein bringen und sagte, das Große und Allerhabenste, was wir nun aus Deinem Gottesmunde vernommen haben, muss auch mit einem frischen Weine bekräftigt und in unserem Herzen besiegelt werden.

Sagte Jesus: „Da hast du, Mein Freund und Bruder Lazarus, recht. Alles Gute und Wahre findet im Brot und Wein seine volle Entsprechung. Darum werdet ihr nach Mir zu Meinem Gedächtnis, auch beim mäßigen Genusse des Brotes und des Weines, stets versichert sein können, dass Ich im Geiste, so wie nun im Leibe, bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde mitten unter euch, Meinen Kindern, Brüdern und Freunden, persönlich befinden werde.

Werdet ihr Mich mit euren Fleischesaugen auch gerade nicht allzeit schauen, so wird es euch aber dennoch euer Herz sagen. Freuet euch, denn euer Herr, Gott und Vater ist unter euch und segnet für euch das Brot und den Wein. Seid denn fröhlich und heiter in Seinem Namen und gedenkt dabei der armen Brüder und Schwestern und besonders der Armen im Geiste. Wenn euch euer Herz eine solche Mahnung geben wird, da denkt und glaubt allezeit, dass Ich Mich persönlich unter euch befinde. Und um was Gutes und Wahres fürs Leben der Seele ihr Mich da bitten werdet, das werde Ich euch denn auf alle Zeit bereitwilligst und wohlverständlichst geben. Die Mich aber da mit großer Liebe ihrer Herzen begrüßen werden, die werden sich auch bald mit ihren Augen überzeugen, dass Ich wahrhaft persönlich Mich unter euch befinde.“

Wir nehmen nun Brot und Wein zu uns

Jesus spricht dazu: „Meine Kinder, so nehmt nun das Brot zum Zeichen dafür, dass ihr Mein Wort der Wahrheit in eure Herzen aufgenommen habt, dass ihr es tief in eure Herzen versenkt habt, auf dass das Wort, das Ich hier zu euch spreche, und das Wort, das Ich von Anbeginn in euch gelegt habe, ein Wort werde und eine Liebe. Und trinkt dann den Wein zum Zeugnis dafür, dass ihr das, was ihr erkannt habt als Wahres und Gutes, umsetzt in die Tat in der Liebetreue eurer Herzen zu Mir. Das ist das wahre Abendmahl und ist das wahre Brot und ist der wahre Wein.

So ist dies ein besonderer Moment in dieser Zeit, wo Ich selbst zugegen bin und Meinen Leib verteile an die Menschen und Mein Blut, wie Ich es einst getan habe, als Ich Mich am Kreuz geopfert habe und geblutet habe für die Sünden der Menschen. So ist es auch heute wieder, dass Ich opfere Meinen Leib, das seid ihr, und Mein Blut, das sind eure Opfertaten der Liebe. Tut dies nun in der Freude eurer Herzen. Denjenigen, die aus den Himmeln zugegen sind, habe Ich auch das Brot gereicht und den Wein, und so tut ihr es nun zusammen mit diesen und so ist es eine himmlische Einheit, die hier versammelt ist. Amen.

Meine Kinder, mit dem Essen des Brotes und mit dem Trinken des Weines erneuere und vertiefe Ich Meinen Bund mit euch. Dies Abendmahl ist das Zeugnis und der Treuebeweis, den ihr Mir erbringt, dass ihr wahrhaftige Kinder Meiner Liebe seid. Amen.“

* * *

„Meine Kinder, Ich muss noch einen Knoten lösen in dieser Runde, ein beengtes Herz, das Ich sehe und so sage Ich: Mein Kind, es ist nicht so, dass ihr im Opfergang auf dieser Erde mit hängendem Kopf durchs Leben gehen sollt und alles, was Welt bedeutet, verachten sollt, sondern ihr sollt mit Freude am Leben und mit Freude zur Liebe über diese Erde gehen, voller Mut und Tatkraft und Zuversicht und Zutrauen, dass Ich bei euch bin. Ja, ihr könnt euch freuen in euren Gemeinschaften und jubeln, die Liebe bejubeln und eure Freude zum Ausdruck bringen, die ihr in euch fühlt auf diesem Weg zusammen mit Mir.

So ist der Weg über diese Erde einerseits ein Opfergang und doch ist es ein Weg der Freude. Wie zwei Schienen eines Geleises, beides gehört zusammen und lässt sich nicht trennen. Freude am Leben und an der Liebe einerseits und die Selbstverleugnung und das Loslassen von der Welt andererseits – diese ganze Entscheidung für Mich. Ich muss an erster Stelle stehen und dann kommt erst die Welt, in der ihr auch lebt, der ihr auch manchmal Tribut zollen müsst gemäß eurer irdischen Grundbedürfnisse und was noch alles euer Leben auf dieser Erde ausmacht. Darum stellt die Freude in den Mittelpunkt eures Weges und nicht das Opfer, denn wenn ihr das Opfer in den Mittelpunkt stellt, dann werdet ihr zum Opfer, dann seid ihr selbst der Mittelpunkt eures Lebens, und der soll doch Ich sein. Ich hoffe, Ich habe jetzt ein bedrücktes Herz ein bisschen leichter gemacht. Und so wollen wir voller Freude und Liebe zueinander diesen wundervollen Nachmittag weiterbegehen. Amen.“

* * *

Die Heilige Nacht im Wandel der Zeit

Als ich ein Kind noch gewesen, das ist schon lange her,

da war Weihnachten ein Erlebnis, ein Märchen und noch viel mehr.

Es gab nur kleine Geschenke, denn wir waren ja nicht reich,
doch diese bescheidenen Gaben kamen dem Paradiese gleich.
Da gab es Äpfel und Nüsse, mitunter auch ein paar Schuh,
und wenn es die Kasse erlaubte, ein kleines Püppchen dazu.
Wie war doch das Kinderherz selig ob all der Pracht,
und es war ein himmlisches Raunen um die stille Heilige Nacht.
Dann wurde ich älter und größer und wünschte mir das und dies,
ich hörte auf, an das Christkind zu glauben
und verlor dabei das Paradies.
Und dann kam der Krieg mit Hunger und mit Not,
da wurde ich wieder bescheiden
und war dankbar für ein kleines Stück Brot.
Wir alle wurden da kleiner und nur ein Wunsch hatte die Macht,
wir wollten vereint sein mit unseren Lieben,
in der stillen Heiligen Nacht.
Doch der Wunsch erfüllte sich selten,
denn die Soldaten lagen draußen und hielten die Wacht
und wir waren einsam in der stillen Heiligen Nacht.
Und als dann der Krieg zu Ende,
wuchs eine neue Generation heran,
und die hatte auch ihre Wünsche an den Weihnachtsmann.
Nur waren die nicht klein und bescheiden,
denn der Wohlstand kam ins Land,
die Wünsche wurden größer und größer
und das Schenken nahm Überhand.

Nun wird gewünscht und gegeben

und keiner fragt nach dem Wert,

vergessen sind Krieg und Armut

und die einsamen Stunden an Herd.

Aus dem schönsten der christlichen Feste
hat der Mensch einen Jahrmarkt gemacht
und er wünscht sich vom Besten das Beste
und vergisst dabei den Sinn der Heiligen Nacht.

* * *

Jesus spricht: „Meine Kinder, eigentlich möchte Ich zu jedem von euch im Herzen sprechen. Ihr könnt Mich doch schon vernehmen, nicht unbedingt als gesprochenes Wort, aber als Impuls der Liebe, und dass Ich aussende die Seele des Wortes. Diese ist ein Gedankenfeld, das in euch Gestalt annimmt und durch euch zum Wort wird. Ihr umkleidet die Seele des Wortes mit eurem Sprachgebrauch, mit eurem Seelenzustand, so empfangt ihr es dann in der Stille eurer Herzen. Das habe Ich in alle Meine Kinder gelegt. Dazu ist es aber nötig, dass ihr euch diese stillen Stunden nehmt, diese Zurückgezogenheit von der Welt, um Mich in euch zu vergegenwärtigen, um mit Mir sprechen zu können.

Dann kann es noch eine Fortführung geben, dass du, Mein Kind, Mein Wort auch der Öffentlichkeit preisgibst und das Brot des Lebens verteilst an deine Geschwister und an die Menschen, die Sehnsucht danach haben. Oder du schöpfst aus Meinem Geist in dir und sprichst mit deinen eigenen Worten Worte der Wahrheit und des Lebens. Und so gibt es viele Möglichkeiten, das Brot des Lebens zu verteilen. Der Dienst am Nächsten, jemanden zu unterstützen in seiner Bedürftigkeit, ist auch das Brot des Lebens. Oder wenn du einem Menschen nichts nachträgst, sondern in der Liebe bleibst, wenn dich jemand beleidigt, wenn dir jemand nichts Gutes will. Mit deinem Verzeihen schenkst du auch das Brot des Lebens. Und so habe auch Ich heute das Brot verteilt unter euch, und habe von Anbeginn eurer Existenz schon dies Wort-Brot in euch gelegt, das sich in dieser Zeit offenbaren soll, ganz individuell und auf eine ganz persönliche Art und Weise. Diese Zeit ist nun gekommen, Meine Lieben, darum unterschätzt nicht den Wert eures irischen Daseins. Nehmt euch Zeit in die Stille zu gehen, horcht hinein in eure Seele, in euer Herz. Dann kommen die göttlichen Impulse, dann hört ihr Mein Wort in euch. Und das schenkt uns eine noch viel innigere Verbindung, diese Intimität der Seele, wie Ich es immer wieder betone.

Nur du und Ich, Mein Kind, sind dann beisammen in dieser Hütte, in dieser einfachen Hütte deines Herzens. Da sitzen wir gemeinsam an einem Tisch und besprechen uns. Du sagst Mir all deine Sorgen und Gedanken und Nöte und Freuden und was du getan hast an diesem Tag. Ich höre dir zu. Und dann erfülle Ich deine Worte mit Meiner Liebe und erfülle deine Gedanken mit Meiner Liebe. Und so soll es eigentlich jeden Tag sein, diese Begegnung mit Mir. Ich bin immer da und bereit für dich. Wie wenn du der einzige Mensch auf dieser Erde wärst, so bin Ich für dich da und warte voller Sinnsucht auf dein Wort, auf deine Liebe. Amen.“

* * *

Jesus spricht: „Meine Kinder, seid ihr im Grunde genommen alle Rohdiamanten Meiner Liebe, die Ich zurecht schleife für die eine oder andere Aufgabe. Ihr seid Perlen Meiner Liebe, die Ich reihe zu einer Perlenkette. Das ist die Gemeinschaft eurer Herzen, die Mir so wichtig ist und die für euch so wichtig ist, diese Einheit in der Liebe. Meine Kinder, so beschließe Ich diese Feierstunde. Und doch ist es Mir wichtig, dass ihr euch noch austauscht über Geistiges, dass ihr Gespräche führt untereinander das Geistige betreffend, denn dann wird der Geist rege im Herzen. Er bewegt sich und will Nahrung und das ist gut. So endet dieses Jahr nun mit dieser Feierstunde für euch, das Feierstundenjahr. Ja, viele Worte habe Ich euch geschenkt in den letzten beiden Jahren. Viel Nahrung habt ihr bekommen aus Meinem Herzen. Doch ist es auch wichtig, dass ihr mehr Eigenständigkeit entwickelt, auf dass Ich in euch lebendig werde im Wort und in der Tat noch mehr. Und so werde Ich in Zukunft Mein Wort etwas kürzer halten, auf dass ihr euch in den Feierstunden mehr austauschen könnt, auf dass der Geist zwischen euch fließen kann und eure Eigenständigkeit, eure göttliche Eigenständigkeit ein neues Wachstum bekommt – in der Liebe zu Mir, in der Liebe zueinander und in der Liebe zu euren Nächsten.

So seid gesegnet zu dieser Stunde und darüber hinaus. Mein Segen wird euch niemals verlassen. Ich werde euch niemals verlassen. Die Perspektive in der geistigen Heimat ist eine wunderbare, doch jetzt zählt dies Leben. Dieser Augenblick der Ewigkeit, der euer irdisches Leben beinhaltet, ist wichtig. Jetzt und hier Mir zu dienen in der Liebe eurer Herzen ist eure Aufgabe. Alles was danach kommt, behaltet es, tragt diesen Schatz des glückseligen Lebens in der Ewigkeit und schaut gelegentlich hinein, doch wichtig ist das Jetzt und Hier.

So geht mutig und tapfer durch die kommende Zeit. Verzagt nicht und gebt niemals auf, wenn ihr fallt. Ich bin immer bereit und reiche euch Meine Hand, um euch wieder aufzurichten. Und dann schüttelt den Staub von euch, das ist die Welt, und geht weiter voran an Meiner Hand diesen Weg, der da ist der Weg der Wahrheit und des Lebens. Ja, Ich selbst bin dieser Weg und Ich bin das Ziel für jeden Menschen dieser Schöpfung. Unsichtbar für die meisten, sichtbar für euch. Amen.“

* * *

„Meine Kinder, einst ginget ihr zur Erden,
erfüllt vom Wunsch, Mein Gotteskind zu werden.
So habe Ich euch also hierher gesandt,
ihr zoget an der Erde sterbliches Gewand.
Ihr richtetet zuvor an Mich die innige Bitte:
Mein Vater, führe Du allezeit unsere Schritte.
Dann empfing euch der Erde Sterblichkeit,
ihr machtet euch auf den Weg so weit.
Ihr wart erfüllt von kindlichem Vertrauen,
versuchtet, voller Mut vorwärts zu schauen.
Die Welt stürmte mit Gewalt auf euch ein,
verführte euch mit irdischem Trug und Schein.
Ja, die Welt hatte euch scheinheilig gefangen,
ihr vergaßet, das ihr wolltet zu Mir gelangen.
Meine Lieblinge, Ich war bei euch allezeit,
war doch immer da und stets bereit,
euch an Meiner Hand zu führen,
eure Herzen inniglich zu berühren.
Ihr seht, das Ich voll Lieb und Treue bin,
euch zu Mir zu ziehen ist all Mein Sinn.
Ihr lebtet in Lüge, Not und Leid,
dadurch wurde euer Herz für Mich bereit.
Meine Kinder, Ich liebe euch so sehr,
so liebet auch ihr Mich mehr und mehr.
Meine Liebe möchte euch um sich scharen,
möchte euch doch vor Kummer bewahren.
Dazu sollt ihr Mir vollständig vertrauen,
sollt eure Zuversicht auf Mich alleine bauen.
Meine Kinder, so schenket Mir euer Leben,
dann kann Ich euch freudig das Meinige geben.
Ihr gehet fest in Mein liebendes Herz ein
und werdet für alle Zeit die Meinigen sein.“

* * *

Diese Seite teilen
WhatsApp Telegram E-Mail
Öffnet in einem neuen Tab.