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Ein flammendes Plädoyer für die Liebe

Quelle: Hans Dienstknecht

Originaltitel: Ein flammendes Plädoyer für die Liebe

Originaldatum: 14. Juni 2018

Göttliche Offenbarung

Meine Söhne und Töchter, damit Mein heutiges Offenbarungswort in seiner tiefen Bedeutung richtig verstanden und verinnerlicht werden kann, schicke Ich etwas voraus, das Ich euch zwar schon wiederholt nahegebracht habe, das sich aber nicht fest genug in euch verankern kann:

Ich Bin die Quelle allen Lebens; es gibt keine andere.

Ich Bin die Grundlage eures Daseins.

Ich Bin der, der die gesamte Schöpfung – also sowohl die für euch unsichtbare als auch die sichtbare – aus sich heraus ins Leben gerufen hat und erhält.

Ich Bin der ewige Ursprung all dessen, was ist.

Ich Bin der, dessen Kraft in allem eine ununterbrochene Entwicklung fördert.

Ich Bin das Wesen, das man mit dem Begriff „Gott“ verbindet, und das man seit Menschengedenken mit den unterschiedlichsten Namen belegt hat.

Ich Bin der Eine.

Und Ich Bin die Liebe.

*

Weil alles aus Mir hervorgegangen ist, Bin Ich der Schöpfer; und was Ich geschaffen habe, sind Meine Kinder, für die Ich der „Vater“ Bin. Auch wenn Ich über die Person des Vaters hinaus weitaus mehr Bin – nämlich die ewig sich verströmende, unpersönliche Lebenskraft von nicht zu erfassender Größe, Tiefe und Macht –, so Bin Ich doch für Meine Kinder in dem Bild des Vaters jemand, der für sie „greifbar“ ist, mit dem man sprechen und den man liebhaben kann. Deshalb brachte Ich den Menschen durch Jesus von Nazareth das „Vater unser“. Es soll die innige Beziehung verdeutlichen, die zwischen Mir und dir und allem, was ist, seit Ewigkeiten besteht.

Alle Meine Kinder entstammen der gleichen Quelle. Alle Meine Kinder tragen das gleiche Leben in sich. Für alle gelten die gleichen Lebensgesetze, die in Meiner Liebe gegründet sind. Alle haben die gleiche Heimat; und sofern sie sie verlassen haben und zur Zeit auf unterschiedlichen Straßen unterwegs sind, streben alle wieder dem gleichen Ziel zu. Alle, ohne Ausnahme, werden dieses Ziel erreichen. Denn in allen brennt Mein Licht. Und alle werden von Mir gleich geliebt, ebenfalls ohne Ausnahme!

Wäre es nicht so, dann wäre Ich nicht die ewige, absolute, bedingungslose und selbstlose Liebe. Diese Liebe lebt in dir! Sie hat dich als geistiges Wesen erschaffen; sie hat dich auf deinem Weg in die Materie begleitet; sie führt dich durch dein Leben und ist bemüht – soweit dies dein freier Wille zulässt, und es für dein Seelenheil gut ist –, dir vieles zu ersparen und dir bei der Lösung deiner Lernaufgaben zu helfen.

Ich Bin in die Welt gekommen, um allen Hilfe und Stütze zu sein, weil alle Meine geliebten Kinder sind. Auf Golgatha vollzog sich ein Geschehen, das den meisten, auch euren Schriftgelehrten, unbekannt ist: Ich legte in das Innere, in den geistigen Leib eines jeden Menschen und einer jeden Seele eine Zusatzenergie, die weise, Mir in großer Liebe zugetane Männer und Frauen als den sogenannten „Christusfunken“ erkannt haben. Von diesem Zeitpunkt an konnte jeder, der guten Willens war, seinen Heimweg antreten und erfolgreich zu Ende gehen, was ohne diese Kraft zuvor nicht mehr möglich war.

Ich gründete keine Kirche, auch keine Gesellschaft, in der man Mitglied werden konnte. Ich brachte eine Lehre, die so einfach war, dass sie jedermann befolgen und in Freiheit ausüben konnte, ohne dabei in von Menschen erfundene Gesetze und Vorschriften eingebunden zu sein. Meine ewig gültige Lehre war so ansteckend und lebendig, dass viele sich entschlossen, Mir nachzufolgen.

Hätte Ich es anders gemacht, hätte Ich beispielsweise eine exklusive Gemeinschaft ins Leben gerufen, in die man hätte eintreten müssen, um gerettet werden zu können, so hätte Meine Liebe nicht allen gegolten. Hätte Ich eine Bewegung favorisiert, deren Ge- und Verbote man kleinkrämerisch und peinlich genau hätte erfüllen müssen, um ins Paradies zu gelangen – ohne dass die Liebe einschließlich der Feindesliebe zu allen und jedem im Vordergrund steht –, so wären alle diejenigen ausgeschlossen gewesen, die sich zu einem solchen Schritt der Strenge und Buchstabentreue nicht hätten durchringen können. Hätte Ich Mich der Auffassung von „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ angeschlossen, so hätte Ich Partei ergriffen, ohne das Gesetz von Ursache und Wirkung zu berücksichtigen.

Ich habe nichts dergleichen getan. Doch Ich habe das Gebot der Liebe gebracht, die Richtschnur, die jeder auf der ganzen Welt an sein Handeln anlegen und nach der er sich entsprechend seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten richten kann.

Alles andere ist Menschenwerk.

Meine unendliche, alles verstehende und alles verzeihende Liebe droht nicht, sie straft nicht, sie ängstigt nicht. Sie hat andere Möglichkeiten: Sie bewegt dich mit ihren ureigenen Mitteln dazu, dass Erkenntnisse in dir aufsteigen, dass du etwas veränderst und schließlich aus freien Stücken den Wunsch in dir entwickelst, heimkehren zu wollen.

Diese Liebe ist es, die auf dich wartet, und die dich dann wieder in die Arme schließen wird. Mag sein, dass dabei Freudentränen fließen werden …

Ich habe das Wort „alle“ deshalb so betont, weil dies einer der Schlüssel ist, der es dir ermöglicht oder erleichtert, die unumstößliche Wahrheit in Meinen Offenbarungen zu erkennen; und der dazu dient, in dir ein festes, durch nichts zu erschütterndes Fundament zu schaffen, auf dem deine eigene Gewissheit Meines wahren Wesens wächst. Damit bist du nicht mehr auf widersprüchliche und irreführende Lehren, Dogmen, Vorschriften, Gebote und Verbote angewiesen und musst auch nicht mehr auf sie zurückgreifen, um die „richtigen“ Verhaltensregeln zu finden oder schließlich doch nur unbefriedigende Antworten auf deine Fragen zu bekommen.

Lass uns gemeinsam auf dem Fundament, das Ich gelegt habe, aufbauen. Die Herzenslogik wird dir dabei helfen.

*

Vielleicht hast du noch nie so richtig darüber nachgedacht, was es bedeutet, wenn einfach so dahingesprochen wird: Gott ist die Liebe. Wenn es dir wegen mangelnder Erfahrung mit Mir oder aufgrund deiner religiösen Erziehung noch nicht möglich ist, Mich ohne Wenn und Aber als die Liebe zu akzeptieren, die Ich dir geschildert habe, dann bitte Mich im Gebet darum, sofern es dein Wunsch ist, Mich als die Liebe zu erfahren. Dann werde Ich dein Suchen begleiten und Licht in dein Bewusstsein bringen, auf dass dein Herz sich öffnet und du beginnst, die unzähligen kleinen und großen Beweise Meiner Liebe zu entdecken.

Wenn du schon bereit bist, Meine Liebe als den Urgrund allen Lebens anzuerkennen, dann lass uns den nächsten Schritt tun: Lass uns hineinschauen in das, was man dir als „Meine Wahrheit“ vorsetzt.

Wenn und weil Ich alle gleichermaßen liebe, kann es nicht sein, dass Ich an das eine Kind andere Maßstäbe anlege als an das andere. Liebe erfordert Gerechtigkeit, und sie wird durch die Barmherzigkeit gekrönt, auf die alle denselben Anspruch haben.

Die Ursache dafür, dass es unter der Führung Sadhanas, die sich später Luzifer nannte, zum sogenannten Fall oder Engelsturz kam, liegt in der Übertretung des für alle geltenden Liebegebotes. Was gegen das Liebegebot gerichtet ist, trägt den Keim der Uneinigkeit und Trennung in sich, weil Ungleiches sich abstößt, ebenso wie Gleiches sich anzieht. Ich erinnere euch an das Wort: „Wer in den Himmel eintreten will, der muss den Himmel in sich erschlossen haben.“

Um die ursprüngliche Harmonie und Einheit wieder herzustellen, muss die Abkehr beendet und die Umkehr eingeleitet werden. Das gilt sowohl für den Engelsturz in seiner Gänze als auch für jeden einzelnen, der im Eigenwillen der Liebe den Rücken gekehrt hat; und es gilt damit auch für die vielen kleinen und großen Lieblosigkeiten, die immer wieder euer tägliches Leben begleiten. Das bedeutet, dass die Folgen, die durch die Missachtung und Übertretung des Liebegebotes entstanden sind, durch dessen Beachtung und Erfüllung wieder aufgehoben werden. Durch nichts anderes! Dadurch allein beginnt die Rückkehr, die durch Meine Liebekraft ermöglicht und begleitet wird.

Dieses Prinzip ist Teil Meiner Gesetzmäßigkeiten. Denn die gefallenen Engel haben nicht deshalb die Himmel verlassen müssen, weil sie nicht genügend geopfert haben, weil sie Vorschriften nicht eingehalten und Gebets- und sonstige Übungen nicht befolgt haben oder einer „falschen“ Religion angehangen sind. Sie haben gegen die Liebe gehandelt; und daher laufen alle Anweisungen und Anstrengungen, die über das einfache Gebot der Gottes- und Nächstenliebe hinausgehen – und werden sie noch so eindringlich, heilsnotwendig und ängstigend oder mit dem „nötigen Druck“ gepredigt – ins Leere. Auch die Anrufung sogenannter „Heiliger“ wird euch keinen Erfolg bringen. Wenn sich dabei dennoch etwas zum Positiven wendet, dann geschieht dies nicht deshalb, weil ihr euch an einen „Vermittler“ gewendet habt, sondern weil Ich eure Not gesehen und euer flehentliches Bitten gehört und erhört habe. Wenn ihr daran glaubt und darum Wisst, dass Ich in euch lebe, dann werdet ihr nie wieder eine Notwendigkeit sehen, über Umwege an Mich herantreten zu müssen.

Da Ich kein Gott Bin, der nachtragend, beleidigt, zornig oder rachsüchtig ist und daher auch nicht durch Äußerlichkeiten jeglicher Art „besänftigt“ werden muss, versteht ihr auch jetzt Mein schon so oft ausgesprochenes Wort, dessen Umsetzung allein euch wieder den Heimweg bereitet: liebe – und sonst nichts!

Es gibt keinen anderen Weg zurück in eure ewige Heimat als den der gelebten Liebe. Etwas anderes als dieses Gebot habe Ich durch Jesus von Nazareth nie verkündet.

Wer etwas anderes lehrt und dies als Meine Wahrheit ausgibt, der spricht, wie schon wiederholt erwähnt, nicht aus Meiner Vollmacht!

*

Ein jeder von euch ist in einem Umfeld groß geworden, das ihn in seiner Weltanschauung geprägt hat, wozu auch seine religiöse Ausrichtung gehört. Dass ihr mit diesem oder jenem Glauben – oder auch ohne einen solchen – erzogen worden oder in Berührung gekommen seid, ist kein „Zufall“. Es entsprach entweder eurer Entscheidung vor der Inkarnation oder war bedingt durch die Beschaffenheit eurer Seele, die durch die Kräfte angezogen wurde, die ihr entsprechen, und die dort ihren Platz gefunden hat, wo sie etwas zu erkennen, zu lernen, zu entscheiden, abzutragen oder wieder gutzumachen hat.

Eure heutigen religiösen Ansichten sind also in erster Linie das Ergebnis eurer Erziehung bzw. der Umstände, in die ihr hineingeboren wurdet. Habt ihr euch einmal die Mühe gemacht oder euch die Freiheit genommen, euren angelernten Glauben auf seine Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit hin zu überprüfen? Im Grund genommen gibt es nur eine Religion: die gelebte Verbindung mit der in euch lebenden göttlichen Liebekraft. Alles andere sind mehr oder weniger Ideologien, deren Ursprünge in den Vorstellungen und Erfahrungen liegen, die Menschen gemacht haben. Auf die unterschiedlichste Weise, auch mit den Mitteln der Unterdrückung und Gewalt, haben sie es geschafft, ihr Gedankengut als „göttlichen Willen“ zu verkünden und zu verbreiten.

Nicht immer waren es ausschließlich Gegensatzkräfte, die solche Verkünder beEinflusst haben. Die Vorstellung, dass nur Schwarz oder nur Weiß ihre Ideen in solche Menschen haben einfließen lassen, ist falsch. Jeder Mensch gleicht einem Spielfeld, auf dem sich ununterbrochen alle Farbschattierungen tummeln. Wer sich schließlich durchsetzt und die Oberhand behält, hängt vom Charakter des Menschen und von der Intensität und Raffinesse der Verführung ab.

In eurer Seele liegt die Erinnerung an frühere Zeiten, als ihr in der Harmonie und im Licht ewigen Friedens lebtet. Schließlich ist dort euer Zuhause, und niemand kann diese Erinnerung je auslöschen, denn sie ist eingebettet in den Kern eures göttlichen Wesens. Dort, in eurem Inneren, habe Ich auch die Sehnsucht verankert, auf die ebenfalls nichts Negatives zerstörerisch einwirken kann. Sie wartet darauf – und sei es Äonen lang –, dass ihr es zulasst, dass Ich sie wecke.

Die Kombination von Erinnerung und Sehnsucht bringt irgendwann einen jeden Menschen und eine jede Seele dazu, auf die Suche nach dem Sinn, nach den Hintergründen, nach der Heimat und nach der Wahrheit zu gehen. Alle suchen, bewusst oder unbewusst, die Quelle ihres Lebens. Alle suchen die Liebe! Denn jedes Geschöpf braucht Liebe. Es sehnt sich in der Tiefe seines Herzens danach, auch wenn es dies nicht weiß oder dies vielleicht sogar vehement aus Groll gegen alles ablehnt, was auch nur im entferntesten mit Mir und Meiner Liebe zu tun hat. Im Grunde genommen sind die allermeisten Meiner Menschen- und Seelenkinder Suchende. Sie sind es so lange, bis sie erkennen, dass Ich in ihnen wohne, und sie anfangen, mit Mir zu leben.

Wenn ihr darangeht, die unterschiedlichen religiösen Gemeinschaften und ihre Auffassungen daraufhin zu prüfen, wo denn die Wahrheit zu finden ist – ohne dass es dabei zu einer Abwertung oder Verurteilung durch euch kommt! –, verfallen viele von euch immer wieder in den gleichen Fehler: Sie richten ihren Blick auf die äußere Darstellung, auf ein Drum-Herum, das sie anspricht oder abstößt, auf offensichtliche Mängel oder ihnen zusagende Zeremonien und Feierlichkeiten, auf Personen, die ihnen genehm oder nicht genehm sind und auf vieles mehr. Damit seid und bleibt ihr aber an der Oberfläche, weil es euch so nicht gelingen kann, das Wesentliche zu erkennen: die sich dahinter verbergende Lehre mit ihren vielfältigen unrichtigen, unwichtigen und sogar gefährlichen Facetten.

Das Richtige oder Falsche einer Lehre zu erkennen ist das entscheidende Kriterium, wenn ihr auf eurer Wahrheitssuche Schritt für Schritt vorankommen wollt. Aus mehreren Gründen wird die Prüfung der Lehre einer Glaubensgemeinschaft nicht oder ohne den nötigen Tiefgang vollzogen. Dies geschieht nicht zuletzt deshalb, weil viele ohnehin nicht die Absicht haben, sich mit den Details der Lehre, dem „Kleingedruckten“, auseinanderzusetzen, oder weil das Wissen darum möglicherweise Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Oder weil man auch ganz gut ein Teil einer Gemeinschaft sein kann, ohne der Lehre – so wie Ich sie verkündet und vorgelebt habe – die ihr angemessene Aufmerksamkeit zu schenken. Vielen reicht es, „dabei zu sein.“

Meine Geduld und Meine Nachsicht sind ebenso grenzenlos wie Meine Toleranz und Meine Liebe. Daher werde Ich nie jemanden dafür verurteilen, wenn er durch seine freie Willensentscheidung den Weg wählt, den er für richtig hält, und wenn er ihn auf die Art und Weise geht, die seinem momentanen Bewusstsein entspricht. Im Hinblick darauf aber, dass es sinnvoll wäre, die Erdenzeit zur Erkenntnis und Veränderung eures Wesens zu nutzen, kann es sich als eine ernstzunehmende Verzögerung auf eurem Weg zu Mir herausstellen, wenn ihr euch lediglich mit dem zufriedengebt, was andere euch als Meine Wahrheit vorsetzen.

Prüft, wenn die Erinnerung und die Sehnsucht in euch zu erwachen beginnen, ob es tatsächlich Meine Wahrheit ist. Allein Meinen Namen zu verwenden ist keine Garantie dafür, dass auch Mein Wille und Meine Liebe verkündet werden und Mein Geist dort herrscht. Würde Mein Name als Beleg für die Richtigkeit einer Lehre ausreichen, dann hätten alle Religionen, die „Gott“ auf ihr Banner geschrieben und auf ihren Schild gehoben haben, die Wahrheit – obwohl sie Unterschiedliches lehren …

In eurer Schrift findet ihr das Wort „Prüfet aber alles, und das Gute behaltet“. So richtig diese Aussage auch ist, so sind darin doch auch Fallstricke verborgen, falsche Wegweiser, die euch in eine eigentlich nicht gewollte Richtung bringen können.

Wer prüfen will, muss wissen, welches Richtmaß er anlegen muss. Legt er das falsche an, bekommt er ein falsches Ergebnis angezeigt. Welches Richtmaß legt ihr an, wenn es euch ernst damit ist, Meine Wahrheit zu erkennen? Schaut ihr auf eure religiösen Führer als diejenigen, die es ja wissen müssen, weil sie Mich studiert haben? Weil sie das Überlieferte bewahren und Traditionen pflegen? Weil sie als Autoritäten auftreten?

Und was ist das Gute, das ihr behalten sollt? Seht ihr darin die glücklich, zufrieden und sorgenfrei machenden Früchte als Folge einer friedvollen und selbstlosen Saat im Sinne Meines Liebegebotes? Seht ihr darin die vorgelebten Anweisungen für ein Leben nach Meinem Gebot? Wenn ja, wo findet ihr sie? Wer oder was hat sie hervorgebracht?

Wenn ihr die Wahrheit und nichts als die Wahrheit suchen und finden wollt, dann gibt es nur einen einzigen Maßstab, nämlich die Fragen:

Beruht das, was als göttliches Gesetz gelehrt wird, auf der uneingeschränkten Liebe Gottes? Ist das, was zu glauben und zu praktizieren vorgegeben wird, frei von jeglicher Einengung in Form von Verboten, Drohungen, Forderungen, Strafen, Angstmacherei und Schuldzuweisungen? Achtet es jede Person in ihrer Würde als ein Ausdruck der Liebe Gottes? Ist die alles verzeihende Liebe das tragende Element der Lehre? Gibt sie Hilfen über Hilfen, ohne jemals die Geduld zu verlieren? Ist die Lehre frei von allen menschlichen Aspekten, die dem Schöpfer in Unkenntnis Seines wahren, für euch unbegreiflichen Wesens angedichtet werden?

Wenn dem so ist, dann seid ihr der Liebe begegnet. Dann, Meine Söhne und Töchter, fangt an, die Verantwortung für euer Leben zu übernehmen. Ihr gleicht dann dem „verlorenen Sohn“, der sich entschieden hat, in das Haus seines Vaters – das auch sein eigen ist – zurückzukehren. Die verlorenen Söhne und die verlorenen Töchter kommen aus allen Ecken der Erde, aus allen Völkern und Kulturen. Es sind diejenigen, die den Ruf der Erinnerung und Sehnsucht in sich vernommen haben.

Denn Ich bin für alle gekommen, weil Ich alle heimholen werde.

Betrachtet, als Bild gezeichnet, das Geschenk Meiner erlösenden Zusatzenergie als Fahrausweis für die Heimfahrt. Es liegt auf der Hand, dass er seinen Zweck nur dann erfüllt, wenn er dazu benutzt wird, in den Zug zu steigen, aus dem du verändert, geläutert und in deiner Seele durchlichtet wieder aussteigen wirst. An die Fahrkarte nur zu glauben oder sich nur an ihrem Besitz zu erfreuen, wird nicht ausreichen, um dich das Ziel erreichen zu lassen. Sie ist nur gültig für eine Reise mit dem Zug, in dessen Führerstand die Liebe steht, und der den Namen „Freiheit“ trägt.

Wer meint, er käme leichter ans Ziel, ohne dass er diesen Zug besteigt, der wird enttäuscht feststellen müssen, dass er sich geirrt hat. Auch wer sich vor der Zugfahrt drückt, weil er glaubt, sie würde zu lange dauern und wäre zu schwer für ihn, der wird sich eines Besseren belehren lassen müssen.

Ihm sage Ich mit all Meiner Liebe: Mein Kind, den Weg zurück wirst du über kurz oder lang ohnehin antreten und bewältigen müssen. Nimmst du Mich als deinen Freund und Begleiter an deine Seite, wird die Strecke für dich ungleich leichter zurückzulegen sein, als wenn du versuchst, dies im Eigenwillen oder mit anderen Begleitern zu tun.

*

Ich habe dir von Meiner allumfassenden Liebe erzählt, indem Ich dir Mein Herz geöffnet habe. Ich Bin dir entgegengekommen als die ewige Liebe, die keine Grenzen kennt; die niemals etwas Trennendes aufgerichtet hat zwischen sich und allem, was aus ihr hervorgegangen ist. Was als Hindernisse aufgebaut wurde, haben sich Menschen ausgedacht, beEinflusst und verführt durch die Kräfte der Gegenseite. Das gilt auch für jede Fehlinterpretation Meines für euch unbegreiflichen Wesens. Keine eurer Religionen oder Ideologien ist davon ausgenommen.

Ich habe dies zugelassen, damit Meine Kinder zumindest eine Krücke haben, um den Weg, der in ihrer Erinnerung empordämmert, überhaupt betreten zu können. Aber es darf nicht mehr sein als eine Krücke, ein Hilfsmittel, das nur vorübergehend benutzt wird. Hast du die ersten Schritte gemacht, dann nimm den kräftigen Wanderstab namens „Liebe“ in die Hand, und tu alles an die Seite, was es dir noch schwermacht, freudig, vertrauensvoll, mutig und voll ansteckender Begeisterung deinem Ziel entgegenzueilen.

Habe Ich dich berührt, Mein Kind? Verspürst du in dir den Wunsch, Mir nahe- und näherzukommen? Fällt es dir schwer – noch schwer –, mit Mir zu sprechen, weil dir noch die rechten Worte fehlen? Weißt du nicht, welchen Namen du Mir geben sollst, weil dein altes Gottesbild nicht mehr mit dem übereinstimmt, was Ich dir in dein Herz geschrieben habe?

Wenn du Mich als die Liebe erkennst, kannst du Mich nennen, wie du willst!

Dann weißt du, dass Ich alles für dich Bin: Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Freund und Freundin – vor allem aber das Heilige Leben in dir, das dich seit Ewigkeiten liebt und erhält. Dann hast du erkannt, dass das gleiche Heilige Leben in allem und jedem pulsiert und darauf wartet, dass der Samen, den Ich vor zweitausend Jahren gelegt habe, in größerem Maße als bisher aufgeht. Dort, wo dies schon geschieht, ist Meine Gegenwart zu spüren; dort wird Mein Friede sicht- und fühlbar. Lass zu, dass Ich deinen Samen weiterhin und intensiver als in der Vergangenheit bewässere; zu deinem eigenen Nutzen, aber auch zum Nutzen für all die Menschen, deren schlafende Sehnsucht erst noch geweckt werden muss. Auch durch dich, durch das, was du zum Ausdruck bringst.

Amen

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