Offenbarungen durch Jakob Lorber

Samuel Surazal Das große Sterben und das große Erwachen

Über diese Ausgabe
Autor / Quelle
Samuel Surazal
Verwendete Ausgabe
1. Auflage Juli 2022
Originalsprache
Deutsch
Diese Fassung
Originaltext
Hinweis zu dieser Ausgabe

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation

in der Deutschen Nationalbibliografie;

detaillierte bibliografische Daten sind im Internet

über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Deutsche Originalausgabe

1. Auflage Juli 2022 ▪ Samuel E. Surazal

Edition AVRA bei BuchWerkstatt Berlin

Rheinstr. 46 - 12161 Berlin
Eine Marke der Frieling & Hufmann GmbH & Co. KG

mailto:lektorat@edition-avra.de

Printed by Amazon Fulfillment

Verantwortlich für Inhalt, Korrektorat und Satz: Der Autor

Email: info@samuel-surazal.com

Website: www.samuel-surazal.de

ISBN 978-3-946467-94-6

So sprach der Herr zu und in mir (Jakob Lorber) für jedermann, und das ist wahr, getreu und gewiss:

Wer mit Mir reden will, der komme zu Mir, und Ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen; jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton Meiner Stimme vernehmen.

Und wer Mich aller Welt vorzieht, Mich liebt wie eine zarte Braut ihren Bräutigam, mit dem will Ich Arm in Arm wandeln. Er wird Mich allezeit schauen wie ein Bruder den andern Bruder, und wie Ich ihn schaute schon von Ewigkeit her, ehe er noch war.

* * *

Großes Evangelium Johannes, Band 1, Kapitel 45

Nathanaels Bescheidenheit, ein vorbildliches Apostelbekenntnis:

„Bis hierher habe ich zu reden gehabt mit dir; von da weiter liegt alles in der Hand des Herrn. Was Er will, das werden auch wir wollen und tun. Denn wir alle sind geistig noch sehr arm; darum müssen wir bei Ihm verweilen, auf dass das Himmelreich unser werde. Wir wollen mit dem Herrn auch jedes Leid und jede Verfolgung tragen, auf dass wir an und in Ihm den rechten Trost haben. In Seinem Namen wollen wir sanftmütig sein in allen unseren Gedanken, Urteilen, Wünschen und Begierden und in allem unserem Tun und Lassen, auf dass wir rechte Besitzer des wahren Erdreichs werden, das da ist die reine Gottesliebe in unseren Herzen.

Wir wollen auch das Land nicht scheuen, wo es hart und ungerecht zugeht, es soll uns hungern und dürsten nach der rechten Gerechtigkeit; haben wir ja den bei uns, der darin wahrhaft für ewig sättigen kann!

Wir selbst aber wollen gegen jedermann, ob er gerecht oder ungerecht an uns handle, voll Barmherzigkeit sein, auf dass wir der großen Erbarmung Gottes vor den Augen des Herrn als würdiger erachtet werden mögen!

Also auch wollen wir, soviel es nur möglich ist, allerorts, so wie hier vor euch, unsere Herzen vor jeglicher Unlauterkeit verwahren, auf dass der Herr nicht von uns ziehe, so wir Ihn anschauen; denn mit einem unreinen Herzen kann man sich Gott nicht nahen und anschauen im Geiste und in aller Wahrheit Sein Angesicht und die Fülle der Wunder Seiner Werke!

Sind wir aber reinen Herzens, so müssen wir friedsam, geduldig und sanft gegen jedermann sein, da ein zornig Herz nie rein sein kann, weil der Zorn stets dem Boden des Hochmutes entstammt. Sind wir aber eines friedsamen Herzens, so können wir dann auch ganz getrost uns dem als Kinder nahen, der uns die Kindschaft Gottes brachte und uns zu Gott als unserem Vater Selbst beten lehrte.

Wenn wir nach eurer Meinung auch in anderen Landen und Orten verfolgt werden unserer sicher allergerechtesten Sache wegen, so macht das, mein Freund, nichts; denn wir haben dafür ja Ihn und durch Ihn den Himmel der Himmel! Und so sind wir schon hier selig, überselig, ob uns die Menschen lieben oder verachten und verfolgen Seinetwegen, denn Er ist ein Herr über alle und über alles! Denn dem alle Himmel gehorchen und zu Seinem Dienste stets bereit sind, wie wir uns gestern und schon frühere Male überzeugt haben, dem zuallernächst dienen auch wir, und dies allein schon ist uns der höchste Lohn und die höchste Ehre! Darum sorge du dich nicht um uns, denn wir wissen und erkennen es, woran wir sind!“

Über diese Rede voll Entschlossenheit erstaunte der Oberpriester sehr und sagte: „Wahrlich, so ich nicht hier notwendig wäre und ich nicht hätte Weib und Kinder und manches andere, ich zöge selbst mit euch!“

Sagt Nathanael: „Wir aber haben Weiber, Kinder und Sachen verlassen und sind Ihm gefolgt, und unsere Weiber und Kinder leben dennoch! Ich sage dir nach meinem Dafürhalten: Wer in dieser Welt aus Liebe zu Ihm nicht verlassen kann, sei es was es wolle, der ist Seiner Gnade nicht wert! Ob dich das beleidigt oder nicht, es ist einmal also! Denn mein Herz sagt es mir, und im Herzen ist alles Wahrheit, so in selbem einmal der Geist zum lebendigen Denken in Gott erwacht ist. Er bedarf unser nicht; aber wir bedürfen Seiner.

Hast du Ihm schon je geholfen die große Sonne über den weiten Horizont emporheben und ausbreiten ihr Himmelslicht über die weite Erde? Oder hast du die Fesseln je gesehen, und noch weniger geschmiedet, die der Herr den Winden anlegt, wie Er die Blitze hält und den gewaltigen Donner und das Meer in seinen Tiefen?! Wer kann sagen, dass er dem Herrn je in irgend etwas geholfen habe?! Wenn aber also, wer, zu dem der Herr spricht, dass er Ihm folge, kann da noch gedenken seines Weibes, seiner Kinder, seiner Sachen und nicht ganz unbedingt folgen Ihm, dem Herrn alles Lebens, aller Himmel und aller Welten, auf den wir so lange gehofft haben, dass Er kommen werde und nun gekommen ist, genau in der Art und Weise, wie da alle Propheten und Erzväter von Ihm geweissagt haben?!“

* * *

Großes Evangelium Johannes, Band 1, Kapitel 72

Es wird nun der Weg angetreten, und der Oberste samt dessen geheiltem Weibe und zweien seiner ersten Unterkommandanten begleiten Mich. Der Oberste und dessen Weib aber nehmen den Jonael in ihre Mitte, besprechen sich mit ihm und befragen ihn über verschiedenes der jüdischen Religion, und was darin auf Mich Bezug hätte; und der im ersten Dörflein geheilte Gichtbrüchige nimmt einen alleraufmerksamsten Teil an solcher Unterredung. Ich aber gehe unter den sieben Töchtern Jonaels und dessen Weibe. Diese befragen Mich auch um so manches, was da etwa in Kürze über die Welt, über Jerusalem und über Rom kommen werde. Und ich gebe ihnen gütige Antworten und zeige ihnen, wie in Kürze der geheime Fürst der Welt gerichtet werde und kurz darauf alles, was seines Anhanges ist. Zugleich zeige Ich ihnen auch das Ende der Welt und ein allgemeines Gericht gleich dem zu den Zeiten Noahs, und sie fragen Mich voll tiefen Staunens, wann und wie solches geschehen werde.

Ich aber sage zu ihnen: „Meine lieben Töchter! So wie es zu Noahs Zeiten war, so wird es auch dann sein; die Liebe wird abnehmen und völlig erkalten, der Glaube an eine aus den Himmeln an die Menschen geoffenbarte reine Lebenslehre und Gotteserkenntnis wird in einen finstersten toten Aberglauben voll Lug und Trug verwandelt werden, und die Machthaber werden sich der Menschen abermals wie der Tiere bedienen und werden sie ganz kaltblütig und gewissenlosest hinschlachten lassen, so sie sich nicht ohne alle Widerrede dem Willen der glänzenden Macht fügen werden! Die Mächtigen werden die Armen plagen mit allerlei Druck und werden jeden freieren Geist mit allen Mitteln verfolgen und unterdrücken, und dadurch wird eine Trübsal unter die Menschen kommen, wie auf der Erde noch nie eine war! Aber dann werden die Tage verkürzt werden der vielen Auserwählten wegen, die unter den Armen sich vorfinden werden; denn wo dies nicht geschähe, könnten sogar die Auserwählten zugrunde gehen!

Es werden aber bis dahin von nun an noch tausend und nicht noch einmal wieder tausend Jahre vergehen! Alsdann aber werde Ich dieselben Engel, so wie ihr sie nun hier sehet, mit großen Aufrufsposaunen unter die armen Menschen senden! Diese werden die im Geiste totgemachten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken; und wie eine Feuersäule sich wälzt von einem Ende der Welt zum andern hin, werden diese vielen Millionen Geweckten sich hinstürzen über alle die Weltmächte, und nicht wird ihnen jemand mehr einen Widerstand zu leisten vermögen! Von da an wird die Erde wieder zum Paradiese werden, und Ich werde leiten Meine Kinder rechten Weges immerdar.

Aber von da an nach einem Verlaufe von tausend Jahren wird der Fürst der Nacht einmal auf eine nur sehr kurze Zeit von sieben Jahren und etlichen Monden und Tagen der Zeit nach frei seiner selbst willen, entweder zum gänzlichen Falle oder zur möglichen Wiederkehr.

Im ersten Falle wird dann die Erde zu einem ewigen Kerker ihrem innersten Teile nach umgewandelt werden; aber die Außenerde wird ein Paradies verbleiben. Im zweiten Falle aber würde die Erde zum Himmel umgestaltet werden, und der Tod des Fleisches und der Seele würde für ewig verschwinden! – Wie aber das, und ob?! – Das darf voraushin auch nicht einmal der erste Engel der Himmel wissen; das weiß allein der Vater. Was Ich euch aber nun veroffenbart habe, das saget vorher niemandem, als bis ihr nach ein paar Erdjahren werdet vernommen haben, dass Ich von der Erde erhöhet worden sei!“

* * *

Großes Evangelium Johannes, Band 3, Kapitel 209

„Die Mich in ihren Herzen ergriffen haben, die werden auch von Mir ergriffen; wer aber Mich ergriffen hat, kann Mich wohl wieder auslassen, aber er wird von Mir dennoch nie wieder ausgelassen werden. Denn Meine Liebe währt nicht etwa nur eine Zeitlang, sondern ewig, und der sie in sein Herz aufgenommen hat, der kann von Mir ewig nimmer loswerden! Denn Meine Liebe hält ihn für ewig fest im Zaume, auf dass er sich ewig nimmer von Mir ganz verirren kann.

Und so wird es auch mit euch ergehen! Ihr werdet wohl in Gelegenheiten und Weltzustände versetzt werden, in denen es euch ein wenig schwer werden wird, Meinen Namen zu bekennen und im Glauben fest zu verbleiben – denn es werden in Kürze Dinge geschehen, weil sie geschehen müssen, die euch über Mich kleingläubig machen werden -, aber Ich werde euch zur rechten Zeit schon wieder stärken und vollends erleuchten eures Herzens Kämmerlein. Darauf werdet ihr ob Meines Namens willen in keine Versuchung mehr kommen, sondern fortan bleiben in Meiner Liebe und in Meiner Kraft.“

* * *

Diese Seite teilen
WhatsApp Telegram E-Mail
Öffnet in einem neuen Tab.