Die neue Erde – 1000jähriges Friedensreich – Seelisch-geistige Evolution – Zukunftsbilder

Samuel Surazal Ein Crash mit Höchstgeschwindigkeit gegen eine Wand aus Licht und Liebe

Über diese Ausgabe
Autor / Quelle
Samuel Surazal

`Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde;
denn der erste Himmel
und die erste Erde sind vergangen,
und das Meer ist nicht mehr.
Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem,
von Gott aus dem Himmel
herabkommen,
bereitet wie eine geschmückte Braut
für ihren Bräutigam.
Und ich hörte eine große Stimme
von dem Thron her, die sprach:
“Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen!
Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein und er selbst,
Gott mit ihnen,
wird ihr Gott sein;
und er wird abwischen alle Tränen von ihren Augen,
und der Tod wird
nicht mehr sein,
noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein,
denn das Erste ist vergangen.”
Und der auf dem Thron saß, sprach:

“SIEHE, ICH MACHE ALLES NEU!”

Und er spricht:
“Schreibe, denn diese Worte
sind wahrhaftig und gewiss!”
Und er sprach zu mir:
“Es ist geschehen.
Ich bin das Alpha und das Omega,
der Anfang und das Ende.”´

Einblicke und Aussichten

Schon immer haben sich Menschen guten Willens nach einem Leben in Liebe und Frieden gesehnt, einem Leben ohne Ausbeutung, ohne Verbrechen, ohne Krieg. Jetzt ist es soweit. Nach jahrtausendelanger Gewaltherrschaft wird eine paradiesische Welt erstehen. Die Erdenbürger werden in geschwisterlicher Eintracht und wahrhaftiger Nächstenliebe zusammenleben. Geistorientiertes Dasein schenkt Zufriedenheit und Beglückung, im lebendigen Glauben findet der Herzen Sehnsucht Erfüllung.

Die in diesem Kapitel vorgestellten Zustände und Gegebenheiten sind zuerst aber noch kein Allgemeingut – nun kommt der Erlösungsprozess erst in Gang. Ein neues Fundament ist bereitgestellt: Der Wahrheits- und Liebe-Pfad, den Jesus Christus vor 2000 Jahren errichtet hat, ist jetzt offensichtlich und kann frei beschritten werden. Die satanischen Kräfte, die diesen Weg mit allen Mitteln verborgen hielten und zu zerstören versuchten, sind nicht mehr vorhanden.

Zu Beginn der neuen Zeit befinden sich nur Menschen auf Erden, die guten Sinnes sind. Sie sind die Stammeltern der zukünftigen Generationen.

Die Erstgeburten des Friedensreiches sowie alle folgenden Nachkommen müssen stets aufs neue in Liebe und Weisheit zur Wahrheit erzogen werden. Sie entstammen ja dem kosmischen Erlösungsprozess und bringen gemäß der vorgeburtlichen Existenz mancherlei seelische Eigenheiten und Unzulänglichkeiten mit in ihre Inkarnation, die im körperlichen Dasein mehr oder weniger ausgeprägte materielle Abhängigkeiten und Begierden mit allerlei egoistischen Auswirkungen erzeugen, die überwunden werden sollen. Diese sind weiter Notwendigkeit, denn sie gewährleisten geistigen Fortschritt, der von nun an umfassend auf einer höheren Stufe der Menschheitsentwicklung – zwar langsam, aber beständig und sicher – vonstatten geht.

(Anmerkung: Das himmlische Wachstum hingegen benötigt keine negativen Gegenkräfte. Die Seele, selbstbewusst eingeboren in ihre ursprüngliche Göttlichkeit, ist vollkommenes Aufnahmegefäß für Gottes Geist. Als solches empfängt sie ihres Vaters unerschöpflichen Reichtum, immer tiefer wird sie eindringen in das Wesen der Liebe und des Lebens. Nichtsdestotrotz ist der Himmelsbewohner aufgrund seiner Mitarbeit am kosmischen Erlösungswerk fortwährend mit Unvollkommenheit und Sünde konfrontiert, wodurch er seine Liebe-Weisheit festigt und vertieft.)

Die seeleneigenen Missstände gilt es vor allem durch licht- und liebevolle Geistesbildung in göttliche Bahnen zu lenken. Um die Erdbevölkerung auf dem rechten Weg zu erhalten, ziehen immer wieder eigens dafür ausgebildete Himmelsgeister irdische Körper an. Sie können nun uneingeschränkt offenbaren und werden nicht wie in der Vorzeit belächelt, verspottet, verfolgt oder in konfessionelle Gefängnisse gesperrt. Mit ihren göttlichen Talenten bilden sie die Stützpfeiler des geistigen Weltenhauses.

Die vollständige Wiedergeburt in den Gottesgeist werden in den nächsten tausend Jahren aber immer nur diejenigen erlangen, die ihr Dasein konsequent in der Liebe zu Jesus Christus gestalten. Das Gros der Menschheit wird ihre Vervollkommnung weiterhin in den jenseitigen Bereichen realisieren, aber wesentlich `geistreicher´ und nicht mehr derart gottverloren ins Jenseits eintreten, wie das heutzutage der Fall ist. Dadurch kommt es kaum noch zu negativen Einflüssen von verstorbenen Seelen, die Erdensphäre ist vorwiegend rein und unbeschwert.

Erst in der Phase der globalen Evolution ab Beginn des 3. Millenniums werden die seelische Wiedergeburt mehrheitlich, die geistige vielfach bereits im Materiedasein verwirklicht.


Vergleichbar ist das Weltgeschehen mit einem Menschen, der sich aufgrund seiner widergöttlichen Lebensweise Schaden zugefügt hatte und krank wurde. Gott rührte ihn an und machte ihn auf seine Verkehrtheit aufmerksam. Dieser kümmerte sich jedoch nicht groß darum und frönte weiter seinen Leidenschaften. Schließlich ging es ihm zunehmend schlechter – bis ihm die Ärzte mitteilten, dass er nur noch kurze Zeit zu leben habe, wenn er sich nicht radikal ändere.

Er wollte das aber nicht wahrhaben und lenkte sich ab mit allerlei Vergnügungen. Ja, er gewöhnte sich an die Beschwerden und befriedigte weiterhin seine unheilvollen Begierden. Über kurz oder lang zeigte sein geisteskrankes Verhalten jedoch Wirkung: Er bekam hohes Fieber, die Schmerzen nahmen überhand. In ihm tobten Angst und Verzweiflung, schließlich lag er im Todeskampf darnieder.

Doch Gott ist ein Gott der Barmherzigkeit und ein Vater seinen verlorenen Kindern. Der dreitägige Todeskampf läuterte und reinigte die Seele des Erkrankten, alles Übel fiel von ihm ab. In dieser segensreichen Befreiung öffnete er sich für die göttliche Liebe und gesundete. Voller Dankbarkeit und wie neugeboren erfreute er sich seines wiedergeschenkten Lebens.

Nach längerer Zeit melden sich, zuerst still und leise, dann ihn lautstark bedrängend, die alten Gewohnheiten wieder zu Wort. Nun kommt es darauf an, ob der Mensch seinem hehren Weg treu bleibt, auf dass ein Leben in anhaltender Gesundheit stattfinden kann. Widersteht er den dunklen Energien nicht, werden diese allmählich wieder die Herrschaft über ihn gewinnen. Dann wird es wohl noch eine Zeit lang gutgehen und er wird ein einigermaßen heiles und zufriedenes Dasein führen. Doch bald werden die früheren Verhaltensmuster sein Denken und Handeln wieder bestimmen, worauf er abermals in große Not geraten und Hilfe benötigen wird, um nicht erneut dem Tod ins Angesicht blicken zu müssen.

Hält er den wiederkehrenden Anfechtungen stand und bleibt seinem Glauben treu, führt sein Weg geradewegs in ein von Freude und Glückseligkeit erfülltes Dasein.

So oder so wird es auch dem Menschengeschlecht ergehen.


Nach dem 2. Weltkrieg diente die Bevölkerung, vom Leid des Krieges gedemütigt, gemeinsam dem Wiederaufbau der Länder. Erleichterung, aber auch Ernüchterung schufen eine zumeist hilfsbereite und mitfühlende Atmosphäre. Der Wille zum Guten war vorherrschend und prägte Wiederherstellung und Neuaufbau der Städte und der Infrastruktur sowie Gründung politischer und Errichtung wirtschaftlicher Systeme. Leider mündete das, was damals gutwillig begann, innerhalb weniger Jahrzehnte in eine hochmütige und dekadente Lebensweise – Wohlstand und Wohlleben haben in kürzester Zeit einen machtvollen und unersättlichen Materialismus geschaffen.

Nach der Erneuerung der Erde wird es eine weltweite Atmosphäre der Hilfsbereitschaft und Herzensgüte geben, die, da das Miteinander auf einem von Gott errichteten Fundament basiert, ein wahrhaftiges und beständiges Glaubensleben ermöglicht. Die zukünftigen Generationen werden ein von Licht und Liebe erfülltes Leben führen – ohne die Nöte vergangener Epochen.

Da der Vater dem satanischen Geist zum Ende des Jahrtausends noch einmal die Fesseln abnimmt, ist die Gefahr groß, dass sich die Schlange der Versuchung erneut im Garten Eden einnistet und Teile der Weltbevölkerung wieder in das Gefängnis der Glaubens- und Lieblosigkeit entführt. Sollte dies der Fall sein, wird diesem Übel ein für allemal das Handwerk gelegt – dann wird die Sonne der Liebe und der Wahrheit für immer über diese Erde aufgehen.


Ein Blick zurück aus der Zukunft

Vor der Umwandlung der Erdenwelt hatte man das Gefühl, dass die Zeit immer schneller vergeht, und nicht nur im Alter fragte man sich, wo die Jahre denn nun eigentlich geblieben sind. Dieser Umstand war der Endzeit geschuldet. Je näher die letzten Tage kamen, umso treibender gestaltete sich die Zeitfrequenz, umso mächtiger wirkte der Zeitgeist. Dies bedingte eine sich stetig steigernde allgemeine Ungeduld und kollektive Hast. Der Stress, der dadurch erzeugt wurde, machte vieler Menschen Seelen krank und negativ beeinflussbar. Wer nicht bewusst gegensteuerte, wurde im Sog der Zeit mitgerissen und bekam schmerzhaft die rettende Hand Gottes zu verspüren.

Diese Hand hielt die Zeit an, um im globalen Stillstand eine vollständige und sorgfältige Reinigung durchzuführen. In den drei Tagen der Finsternis schlug das Herz der Erde nicht. Dadurch hatte man kein Zeitgefühl, man war völlig gegenwärtig. Den Seelen, die im Licht der Liebe Gottes wohnen, schenkte dieser Zustand Geborgenheit. Ohne dies Licht herrschte große seelische Not.

In des Vaters Hand gesundete die kranke Erde schnell. Am dritten Tag begann ihr Herz wieder zu schlagen und ist auferstanden vom Tode. Die geheilte Erde und der gläubige Mensch bilden nun eine wunderbare Symbiose, darin sich eine völlig neue Lebensqualität offenbart: Nicht die Länge der Zeit ist jetzt ausschlaggebend, sondern die Tiefe der Gegenwart. Vergeudete Zeit gibt es nicht mehr. Sinnlosigkeit gehört der Vergangenheit an. Die Zeit wurde zum Freund des Menschen.

Der Magnetismus der erneuerten Erd-Polarität ermöglicht eine herzliche und einfühlsame Denkweise. Dank der veränderten Frequenz elektromagnetischer Impulse kann das Gehirn nun geistiges Gedankengut leichter erfassen. Der gleichsam magnetisch zum Herzen orientierte Verstand arbeitet wieder gottgemäß. Diese Entwicklung wird sich in der kommenden Epoche gemäß der Treue und Hingabe an das göttliche Leben fortsetzen und intensivieren.


In der neuen Welt

(Ich bin versetzt in verschiedene Zeitabschnitte)

Es ist vollbracht! Die Erneuerung der Erde ist erfolgt. Der Vater hält sein Neugeborenes in den Armen, behutsam wiegt und liebkost er es, sehnsüchtig erwartet er seines Kindes Blick …

Hoffnungsfroh gehe ich durch teilweise zerstörte Ortschaften. Ein sanfter warmer Wind streichelt mich. Trotz der von den Naturkräften erzeugten katastrophalen Zustände herrscht eine unbeschreibliche Leichtigkeit. In dieser reinen Atmosphäre fühlt man sich automatisch glücklich; so, als ob man verliebt wäre, aber nicht personengebunden, vielmehr universell. Gleich wem man begegnet, gleich was man berührt, alles atmet Liebe, alles schenkt Liebe.

Voller Erwartung gehe ich in der Zeit vorwärts. Während man früher oft verlorenen Blicken begegnete, sieht man jetzt fröhliche Antlitze mit leuchtenden Augen, jedoch mit einem erahnbaren “Ist das wirklich alles passiert?” darin. Man spürt eine gewisse Verhaltenheit und Unsicherheit in der neu geschenkten Freiheit.

Als ich weiter vor gehe, fällt mir auf, dass alle Häuser offen zugänglich sind, nichts ist abgeschlossen. In den Begegnungen begrüßt man sich nicht beiläufig, sondern sieht sich in die Augen, tauscht innige Worte aus und umarmt sich herzlich. Überall sieht man Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, ohne Argwohn, ohne dass jemand einen Vorteil erheischen möchte. Dem Nächsten zu dienen ist das Gebot der Stunde – die gegenseitigen Liebegaben schenken allerorts ein vertrauensvolles und freudiges Zu- und Miteinander.

Zwar sind die Menschen getragen von dieser neuen Daseinsqualität, es ist jedoch vielfach ein unbewusstes Getragen-sein. In der beständigen Hingabe an das wiedergeschenkte Gottesleben muss man sich dieses erst zum bewussten Eigentum machen. Um das gut bewerkstelligen zu können, steht man auf einem sicheren geistigen Fundament. Die Menschheit ist wieder frei im Denken und Handeln, die Zwänge der Vorzeit sind verschwunden. Der Weg zum Himmelreich ist offenbar – jetzt kann man ihn sehend beschreiten.

Kurzer Ausflug ins verwirklichte Geistesleben: Voraussehen und in der Zeit vorwärtsgehen ist im Geiste ein und dasselbe. Ich habe in der Beschreibung tatsächliche Gegenwärtigkeit gewählt, da ich Zukunft nicht nur geschaut, sondern die vorherrschenden Zustände durch und durch empfunden habe. In diesem Sinne war ich als Seele real vor Ort, bin gleichsam in der Zeit vorgegangen.

Auch andere Darstellungen dieses Buches sind so entstanden – wobei manche rein geistigem Sehen entstammen, es sind dies ausschließlich bildhafte Eindrücke, die ich einfach nur in irdische Worte kleiden muss; andere Offenbarungen entspringen sinnhaften Botschaften aus dem Herzen, sind also gefühlte, unmittelbar mit der Seele kommunizierende Verhältnisse, deren authentisch-wörtliche Umkleidung Übung erfordert.

Im weiteren geistigen Wachstum wird jegliches Fühlen zum Sehen. Die erwachte Seele erkennt und erlebt, dass in der sie begründenden Geistigkeit im Fühlen und Sehen von Gegenständen, Gegebenheiten und Zuständen kein Unterschied besteht. Was sie fühlt, das sieht sie – was sie sieht, das fühlt sie. Erfolgt schließlich die geistige Wiedergeburt, ist ihr alles zeitlose, gegenwärtige Realität. Hier erlebt sie alles, wie es tatsächlich ist: Unumstößliche Wahrheit und Wirklichkeit, alles durchdringend, alles umschließend, alles belebend.

Liebe, Liebe, Liebe. Amen, Amen, Amen.


Ausblick in die kommenden 1000 Jahre

Nach der globalen Erneuerung baut sich das irdische Magnetfeld wieder auf. Mit dem Weichen der Dunkelheit verlassen die Überlebenden ihre teils zerstörten Häuser. Die Erde, wie sie einst beschaffen war, gibt es nicht mehr. Die Artilleriegeschosse des Krieges, die Naturkatastrophen sowie die Einschläge der Meteoriten haben nicht nur Städte, sondern auch Dörfer und Ländereien verwüstet.

In einzelnen Gebieten wird man lange suchen, bis man auf Geschwister trifft. In anderen Gegenden finden sich mehr Menschen; dort bilden sich schnell Verbände, um mit dem Beerdigen unzähliger Toter und mit den Aufräumarbeiten in Stadt und Land zu beginnen. Sie haben schwere körperliche Arbeit zu bewältigen, die die meisten von ihnen nicht gewohnt sind.

Die Geographie der Erde hat sich drastisch verändert, denn nicht nur die magnetischen Pole stehen auf neuen Wirkungsorten, auch die geographischen Pole haben durch die leicht veränderte Neigung der Erdachse eine neue Sonnenausrichtung. Infolgedessen sind die Vegetationszonen gewandert: Wüsten erblühen, brachliegende Regionen werden fruchtbar. Aufgrund der schweren Beben haben sich Flussläufe verlagert, neue Seen sind entstanden, andere verschwunden; ganze Landmassen haben sich verschoben, neuer Erdboden hat sich aufgetan. Die Ländergrenzen sind gefallen – der Beginn einer gemeinsamen Welt.

Eine Zeitlang wird das irdische Geschehen noch gelähmt sein, bis wieder rege Tätigkeit entsteht. Fortbewegung wird größtenteils zu Fuß und mit Fahrrädern bewerkstelligt, auf dem Land dienen vielfach Pferde zur alltäglichen Wegbewältigung. In den Stadtparks werden Obst und Gemüse angebaut, Brot wird auf Feuerstellen gebacken, Wasser von Bächen, Seen und Flüssen geholt. Tausch Ware für Ware und Tätigkeit für Tätigkeit ist wieder üblich. Ehrliches Handwerk ist hoch geachtet und bekommt den Stellenwert, den es verdient.

Mit Beginn der Neuzeit nehmen die Apostel Christi ihre Berufung auf. Sie sind das Salz der Erde. Ihr Auftrag besteht in der Weisung und Führung der Menschheit hinein in die wiedergeschenkte Freiheit. Sie haben viel zu tun und widmen ihr Dasein allein dieser Aufgabe. Sie sind die Priester der einzig wahren Kirche: Das Herz Jesu Christi. Wie einst die Apostel vor 2000 Jahren tragen sie seinen Geist in die Städte und Länder. Kraft ihres Glaubens heilen sie Kranke und Verletzte, vereinzelt erwecken sie Tote zum Leben.

Doch nicht immer und überall sind sie vorbehaltlos willkommen. Vielerorts werden sie neugierig gemustert und befragt. Gelegentliche Widerstände sind keiner Boshaftigkeit, sondern Unwissenheit und Orientierungslosigkeit geschuldet. Aufklärung ist dringend vonnöten. Erst in der Einsicht in die Hintergründe des apokalyptischen Geschehens bildet sich das Glaubens-Fundament, auf dem man sein Dasein sinnvoll gestalten kann. Oftmalige Besuche himmlischer Boten sind nötig, bis sich die Herzen einsichtig für den Christusgeist öffnen. Im allgemeinen guten Willen wird das aber sicher vonstatten gehen.

Zukünftig wird es jedoch auch immer wieder Personen geben, bei denen eine übermäßig ausgeprägte Eigenliebe den Willen zum Guten fortwährend unterdrückt. Sie sind die `Prüfsteine´ zur wahrhaftigen Erkenntnis sowohl des individuellen als auch des kollektiven geistigen Wachstums. Etwaige Querelen und Auseinandersetzungen finden aber stets im kleinen Kreis statt. Liebe und Geduld werden das Böse allzeit entwaffnen – zur Freude der Gemeinschaft der Gläubigen und der Verherrlichung Jesu Christi.

Im weiteren Verlauf wird die Menschheit in sehr einfachen Verhältnissen leben. Materieller Fortschritt tritt in den Hintergrund, die seelisch-geistige Entwicklung hat absoluten Vorrang. Nicht Konsumdenken, Gewinnstreben und Herrschsucht sind mehr Lebensinhalt, sondern selbstlose Hilfs- und Opferbereitschaft. Der menschenverachtende Kapitalismus und der zu Korruption und Machtbesessenheit entartete Kommunismus finden keine Neuauflage. Diktatur und moderne Sklaverei gehören der Vergangenheit an.

Die Ortsvorsteher sind wahre Stellvertreter Gottes; sie herrschen nicht, sondern dienen der Bevölkerung fürsorglich und verständnisvoll. In allen Bereichen irdischen Daseins bewirkt gelebte Nächstenliebe göttliche Realität: Jeder Mitmensch ist Bruder und Schwester. Wer hat, gibt gerne, ohne einen Gegenwert zu verlangen. Es wird nicht mehr gestohlen und betrogen, man kann jedem Menschen vertrauen. Was für eine wundervolle Lebensweise.

Die Erdbevölkerung steht auf einem Glaubens-Fundament, das eine Entwicklung im Sinne gottgeschaffener Existenz ermöglicht. Mit Fleiß und Geduld wird im Verlauf der folgenden Jahrhunderte eine vom Geist der Wahrheit und der Liebe erfüllte Zivilisation erstehen. Dank der seelischen Gesundung gibt es kaum noch Krankheiten und Behinderungen. Da die Menschen wieder in und nach wahrhaftigen Grundsätzen leben, erreichen sie zumeist ein hohes Alter – ohne die lebensverlängernden Maßnahmen heutiger Wissenschaft. Durch den achtsamen und liebevollen Umgang untereinander und mit sich selbst ereignen sich selten Unfälle und Unglücke. Wenn, dann sind sie zugelassen zum Aufzeigen versteckter seelischer Fehlhaltungen, was in der Regel so gesehen wird.

Gemäß des geistigen Fortschritts wird es möglich sein, mit geliebten Verstorbenen und anderen jenseitigen Wesenheiten sowie mit kosmischen Geschwistern zu sprechen und sich bisweilen sogar zu sehen. Immer dünner wird der Schleier, der Diesseits und Jenseits trennt, doch noch fällt er nicht.

In der zweiten Hälfte dieses Jahrtausends lebt die Menschheit bereits wieder in einer technikorientierten Gesellschaft, wobei sich Geistesleben und Wissenschaft die Waage halten, der Baum der Erkenntnis trägt gesegnete Früchte. Den Menschen geht es sehr gut – vielleicht zu gut? Im bleibenden Treuesein wäre ein sanftes Hineingehen in eine endgültige und bleibende paradiesische Epoche möglich. Der Vater führt mich aber zu folgender Einsicht, da dies offenbar die Entwicklung mit der höheren Wahrscheinlichkeit ist:

Gegen Ende des Millenniums machen sich in Teilen der Erdbevölkerung Muster der alten Welt bemerkbar. Ihre Liebe neigt sich mehr und mehr hin zu körperlichen Vergnügungen. Wohlleben verführt zu Lauheit und Dekadenz, dadurch verlieren viele den Herzenskontakt zum himmlischen Vater. Es kommt wieder zu Spannungen und Unfrieden, da materielle Ansprüche geltend gemacht werden. Im schleichenden Glaubensabfall gehen die geistigen Gaben allmählich und unmerklich verloren. Es entsteht eine Pseudospiritualität, der viele aus geistiger Bequemlichkeit zum Opfer fallen.

Auslöser für den neuerlichen Materialismus ist die Lockerung der Fesseln Satans. Für kurze Zeit wird ihm ein gewisses Maß an Freiheit eingeräumt, um ihm noch einmal die Möglichkeit der Umkehr und Besserung zu geben – wozu er offensichtlich nach wie vor nicht in der Lage ist.

Für die nun erfolgenden Glaubenskämpfe ausgebildete Himmelsgeister sind bereits inkarniert. Sie sind in der Lage, sich mithilfe der abermals wirkenden satanischen Gegenkräfte in kürzester Zeit in die höchsten geistigen Höhen zu erheben. Sie setzen all ihre Talente und Kräfte ein, um den Zwistigkeiten und seelischen Verirrungen entgegen zu treten.

Teile der Bevölkerung werden sich nach den göttlichen Offenbarungen richten, gemeinsam werden sie im Willen des Vaters leben, in ihnen wird die Sonne der Wahrheit und der Liebe bleibend aufgehen. Andere werden gänzlich der geistigen Blindheit anheimfallen und mit allen Mitteln die Erfüllung ihrer materiellen Begierden zu erreichen versuchen. Dadurch wird es wieder arm und reich geben, Herrschsucht und Hochmut beuten die Menschen guten Willens aus und benützen sie für ihre Zwecke.

“Daraufhin wird die Welt ein letztes Mal im Feuer Meiner Gnade erbrennen, dass für immer verbannt werde die Macht Satans von dieser Erde, auf dass sie erblühe in den Strahlen der ewigen Sonne der Wahrheit und der Liebe! Amen Amen Amen.” so spricht Gott der Herr.

Dies ist die Epoche, in der die Welt in ihrer Gesamtheit in ein immerwährend bleibendes, von göttlichem Leben erfülltes Bewusstsein eintritt, darin sie den äonenlangen Weg beschreitet, bis alles in Materie gebundene Seelenleben erlöst ist. Dieses Wachstum führt die Menschheit immer tiefer ein in Gottes Dasein. Dadurch wird sich der Grad von Liebe und Weisheit beständig erhöhen, daran angleichend auch die allgemeine Lebensfreude.

Und so wird diese Erde, die bald aus ihren Trümmern wie Phönix aus der Asche erstehen wird, einst im Liebelicht ihrer wieder entdeckten Gotteskindschaft gen Himmel fliegen. Der Ort namenlosen Leids, dessen bisherige Geschichte geschrieben ist mit dem Blut unzähliger, auf grausamste Weise seelisch und körperlich Misshandelter und Ermordeter, wird zum Planeten größter Glückseligkeit.


Verbreitung des Christentums

Nach der Reinigung der Erde kann sich der Geist Jesu Christi nur in den Regionen entfalten und verwirklichen, in denen das Christentum bereits vorhanden ist. Überlebende in den Gebieten, worin Hinduismus, Buddhismus, Islam oder andere religiöse Gemeinschaften vorherrschen, haben noch keinen Zugang zum himmlischen Vater.

Doch der hat vorgesorgt: Über den Erdball verteilt befinden sich personell kleine, im Glauben jedoch große Christengemeinden. Sie haben die Aufgabe, ihre andersgläubigen Geschwister in Sanftmut und Geduld mit dem Vater bekannt zu machen, was aufgrund der allgemeinen Offenherzigkeit gut vonstatten geht. Auch die durch die veränderten Klimazonen bedingten Völkerwanderungen ermöglichen die Verkündigung und Verbreitung des einzig wahren Glaubens. So kann im Verlauf der Jahrhunderte eine weitreichende, licht- und liebevolle Bekehrung erfolgen.

Es gibt sehr entlegene Gegenden auf der Erde. Die dortigen Bewohner hat die Zivilisation bisher nicht erreicht, oder es kommt nach der Erneuerung niemand mehr dorthin. Sie führen ihr Leben annähernd so weiter wie bisher, doch auch sie fühlen seelische Wonne in der gereinigten Welten-Atmosphäre.

Durch die fehlenden dämonischen und satanischen Einflüsse sowie der Anwesenheit guter Geister verblasst vorhandener Aberglaube bald. Diese abgeschiedenen Völker empfinden ihre weitere Entwicklung als eine ganz natürliche, darin sie zumeist glücklich und zufrieden sind. Von der Lehre Jesu erfahren sie lange Zeit nichts, ihr weiteres Wachstum verläuft völlig unabhängig vom Rest der Welt. Erst nach Jahrhunderten werden sie zu ihren christlichen Geschwistern stoßen und es wird große Freude und Eintracht sein in allen Herzen.


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