Natürliche Veränderungen den Menschen betreffend
Die Erde ist ein seelischer Organismus, vergleichbar mit einem Tier. Sie hat Gefühle, empfindet Schmerz und Zufriedenheit. Dies organische Lebewesen hat der Mensch zum Sklaven seiner unersättlichen Begierden degradiert. Er hat seinen Planeten in eine Müllhalde verwandelt. Er hat die Natur vergiftet und die Luft verpestet. In seinem blinden Fortschritt hat er die Erde in ein gefährliches Strahlenmeer gehüllt. Er ist dabei, die `grüne Lunge´ der Erde zu zerstören. Er hält Tiere in Massen in unwürdigen Gefängnissen und schlachtet sie gewissenlos ab. Er greift in die Zellteilung ein, um genetische Mutationen zu erzeugen – und öffnet damit das Tor zur Selbstzerstörung. Durch die Spaltung des Atoms entbindet er unreife Naturgeister, die freigesetzt alles übergeordnete Seelenleben in ihrer Reichweite zugrunde richten.
Im Zuge der globalen Neugestaltung wird ein Großteil des Mülls mit hohen Halbwertszeiten durchs Flammenmeer wieder in sein Natürliches umgewandelt oder in den geologischen Umwälzungen von der Erde feurig-heißen Tiefen verschlungen. Auch Meer und Luft werden in den elementaren Neugestaltungen weitgehend gereinigt.
Die im endzeitlichen Geschehen aus den Atomkernen (es sind dies die Tore zur geistigen Dimension) freigewordenen Geister werden gebunden wieder der Materie zugeführt – eigentlich: Hinter verschlossener Materietür verwahrt -, auf dass sie ihren vorgesehenen Entwicklungsweg fortsetzen können, oder sie erhalten fern jeglicher Zivilisation einen für sie bereitgestellten Lebensraum. Auch die als radioaktiver Abfall in den Tiefen der Berge und des Meeres entsorgten naturgeistigen Kreaturen werden befreit und neuen Erlösungsorten zugeführt.
Das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich erwächst und wird gebildet aus der Erde Seelensubstanz. In den unzähligen Gestaltungen der Natur kann man göttliche Vielfalt erahnen. Sie streben in verschiedensten Erscheinungsformen zurück ins Licht, sind aber geistig noch blind und folgen den niederen Instinkten der Selbsterhaltung im Rahmen ihrer spezifischen Art und Weise. Erst der Mensch ist in der Lage, sich bewusst über die Grenzen der Naturgebundenheit zu erheben, auf dass seine Seele zurück ins Göttliche findet.
Je liebevoller jemand ist, umso reiner und weitreichender ist seine Außenlebenssphäre. Seine lichte Ausstrahlung berührt alles Dasein von Stein, Pflanze, Tier bis zum Menschen und selbstverständlich die umgebende Jenseitswelt, was sich allseits befriedend und belebend auswirkt. Die dunkle Sphäre feindlich gesinnter und bösartiger Individuen hingegen wirkt sich beklemmend bis zerstörerisch aus, was sowohl Fauna und Flora als auch die geistige Welt intensiv wahrnehmen. Allein der materiell verhaftete Mensch hat kein reales Empfinden für die seelische Beschaffenheit seiner Umwelt und lässt sich zumeist von gefälligen Worten und schönen Gestalten blenden.
Nach ihrer Erneuerung wird sich im Zusammenspiel der lichten Menschensphären mit der globalen atmosphärischen Reinheit das Bild der Erde wandeln. In der kommenden Epoche gibt es ein bisher nie gesehenes Erblühen der Pflanzenwelt. Die schädlichen und giftigen Tiere ziehen sich aus den besiedelten Regionen zurück und bringen der Bevölkerung keinen Schaden mehr. In Gegenwart wiedergeborener Gotteskinder sind Raubtiere zahm und zutraulich. Im weiteren Zeitenverlauf kommen völlig neuartige Pflanzen- und Tierarten zum Vorschein, die allerorts erstaunen machen und beglücken.
Schließlich werden paradiesische Zustände herrschen wie zu Adams und Evas Zeiten. Man wird wieder mit der Tier- und Pflanzenwelt kommunizieren können, die Menschheit wird mit der Schöpfung in göttlicher Harmonie leben, es wird ein wunderbares Miteinander von Mensch und Natur.
Überschwemmungen, Erdrutsche, Waldbrände, verheerende Stürme, Dürre, Erdbeben und Vulkanausbrüche bringen seit jeher unsägliches Leid. Katastrophen vernichten Existenzen und führen in Heimatlosigkeit. Oft werden ganze Ortschaften oder Landstriche dem Erdboden gleich gemacht, wobei der Tod grausam und zumeist überraschend kommt.
Bis vor nicht allzu langer Zeit herrschte die Meinung, Naturkatastrophen seien eine willkürliche Gegebenheit. Heute weiß man: Durch Umweltverschmutzung und unbedachte Eingriffe in das Naturreich wird das biologisch-ökologische Gleichgewicht gestört oder gar zerstört. Dies hat der Mensch in wenigen Jahrzehnten geschafft. Er hat das System der Elemente komplett durcheinander gebracht. Verschmutzung und Raubbau auf allen Ebenen blockieren naturgemäße Vorgänge und setzen unnatürliche Abläufe in Gang.
Äußere Gegebenheiten sind jedoch stets Offenlegungen seelischen Raubbaus und seelischer Verschmutzung. Die Grundursache für alle Arten von Plagen liegt in der allgemeinen Gottverlorenheit und der dadurch bedingten Lieblosigkeit und Habgier. Naturkatastrophen, aber auch andere Unglücke sind stets Warnungen, Schüsse vor den Bug des auf einen tödlichen Abgrund zusteuernden Erdenschiffes.
In der neuen Zeit wird die Erdbevölkerung ein gottgefälliges Leben ohne Verbrechen und Ausbeutung, ein Leben in Nächstenliebe und Mitgefühl führen, weshalb kaum noch Katastrophen zu befürchten sind. Die wilden Naturgeister werden in der allgemeinen Liebe-Atmosphäre besänftigt und nur noch weitab der Zivilisation als entfesselte Kräfte vernichtender Gewitter, Orkane und Tornados über die Erde toben -beziehungsweise sehen die Siedler im Geiste die ungefährlichen Gegenden, darin sie ihre Behausungen errichten können. Dämme müssen nicht mehr erbaut werden und auch keine erdbebensicheren Häuser. In den Bergen braucht es keinen Schutz vor Steinschlag und Lawinen.
Des Menschen Liebe wird die Erde zum Erblühen bringen, die Ernten werden gesegnet sein, keine Schädlinge werden ganze Äcker und Felder vernichten, Pflanzenschutzmittel und Kunstdünger sind überflüssig. Niederschläge kommen stets zur rechten Zeit und die Temperatur ist allzeit der Fruchtreife gemäß. Schließlich werden ihm die Elemente wieder untertan sein. Das Wasser wird seine Füße tragen, Wind und Feuer seinem Wort gehorchen. Die Erde und alles was auf, in und über ihr ist, wird zum Diener der gottestreuen Menschheit.
Politik, Wirtschaft, Gesellschaft Kulturelles und religiöses Zusammenleben
Mit der Reinigung der Erdenwelt haben das selbstsüchtige Politik- und Wirtschaftswesen ihr Ende gefunden. Da wieder regional gelebt und gearbeitet wird, braucht es die übergeordneten und schwerfälligen Verwaltungsapparate nicht mehr.
In Gremien, Ämtern und leitenden Institutionen arbeiten keine phrasendreschenden Theoretiker, die in der Hauptsache ihre eigene Karriere im Sinn haben, sondern vom Gottesgeist erfüllte Christen, die in ihren Zuständigkeiten stets im Sinne des himmlischen Vaters agieren. Da wird nicht viel geredet und diskutiert, sondern unbürokratisch gehandelt. Wo Hilfe vonnöten ist, werden entsprechende Maßnahmen getätigt, ohne dass verschiedenste Instanzen Verfügungen oder Erlaubnisse erteilen müssen. Man gibt und hilft gerne, ohne einen Gegenwert erhalten zu wollen. Nächstenliebe steht über allen Machtansprüchen, sie ersetzt Rechthaberei und Eigennutz.
Gesetze und Verbote werden durch das Gebot Jesu Christi ersetzt. Etwaige Konflikte werden von weisen Richtern behandelt, die eingeweiht sind in die geistigen Hintergründe irdischer Vorkommnisse. Im göttlichen Licht erkennen sie die seelische Beschaffenheit der Beteiligten und können so notwendige Betreuungen anordnen.
Das Aktien-, Banken- und Versicherungswesen sowie die verlogene Lebensmittel-, Pharma- und Rüstungsindustrie gehören der Vergangenheit an. Sowohl die den Weltmarkt diktierenden, Länder und Völker gewissenlos ausbeutenden Mischkonzerne als auch die Computer- und Internetgiganten sind von der Bildfläche verschwunden.
Da das geistige Leben eine nie gekannte Gegenwärtigkeit und Erfüllung schenkt, lebt man wieder in und aus sich selbst und wird nicht fremdbestimmt. Die Flucht in die Produktionen der Unterhaltungsindustrie ist nicht mehr nötig – die mediale Überflutung findet keine Neuauflage. In seinem erneuerten Bewusstsein bricht der Mensch auch mit althergebrachten Traditionen: Weihnachtlicher Geschenkewahn, Silvesterknallerei, Volksfeste, Faschingstreiben, Zirkusse und viele andere Massenbelustigungen bleiben im Sumpf der Vergangenheit zurück.
Kaufrausch und Markenzwang, um sich in materiellem Besitztum und Selbstdarstellung zu spüren, haben keinen Platz in der neuen Welt. Da nun innere Werte die zentrale Gewichtung des Daseins ausmachen, wodurch die seelische Ausstrahlung viel intensiver als in der Vorzeit wahrgenommen wird, spielt Mode nur eine untergeordnete Rolle – die selbstgefällige Modeindustrie ist Geschichte. In der weiteren Geistes-Evolution, darin Seelenstrukturen und -färbungen ersichtlich werden, dient die Bekleidung, neben ihrer eigentlichen Funktion als Bedeckung des Körpers, gerne der Untermalung der jeweiligen Wesensart. Auch Namen werden wieder in dieser Seelenschau vergeben und deuten auf die vorgeburtliche Herkunft, die damit verknüpften individuellen Talente sowie die daraus erwachsenden Aufgaben hin.
Das unsägliche Patentwesen hat mit der Neugestaltung ausgedient. Erfindungen werden als Allgemeingut betrachtet und freibleibend zum Wohle der Menschheit verwendet. Ebenso gehören Musikkompositionen der Öffentlichkeit, Tantiemen wird es nicht mehr geben. Generell werden sämtliche Ergebnisse kreativen Schöpfertums als Geschenke Gottes für die Allgemeinheit angesehen, auf Grund dessen sie niemand besitzen kann.
Drogenkartelle haben ein globales Imperium geschaffen, das nicht nur lebensbedrohliche Substanzen in Umlauf bringt, sondern in ihren Machtansprüchen mit gewissenloser Brutalität foltert und mordet. Mit der Reinigung der Erde finden diese Machenschaften ihr sicheres Ende. Auch die die Seele entwürdigende und verachtende Pornoindustrie und die käufliche Sexualität wird es nicht mehr geben.
Sitten und Kulturen erhalten Volksstämme und ursprüngliche Gemeinschaften. Diese heimatlichen Identifikationen bilden eine bunte Verschiedenheit und sind zugleich Bereicherung des gesellschaftlichen Miteinander. Derlei Lebensweisen und Volkstümlichkeiten werden im Bewusstsein der ersten Generationen noch einige Zeit vorhanden sein. Im Zuge des geistigen Fortschreitens verschwindet das Bedürfnis nach abergläubischem und rituellem Brauchtum aber bald. Sanft durchdringt die Hinwendung zum lebendigen Christentum althergebrachte Bräuche und Gepflogenheiten, vereinend die Völker in Liebe und gottgemäßer Lebensart.
Der durch das Ablegen gottloser Lebensinhalte geschaffene Raum lässt die Menschheit ungeahnte Welten in sich entdecken. Sie wird erkennen, dass äußere Erscheinungen nicht ansatzweise Vielfalt und Reichtum ihres Innenlebens offenbaren. Sie wird erkennen, dass das Reich Gottes in ihr ist. Dem in Gottverankerten Bewusstsein erschließt sich nicht nur das irdische Dasein vom Kleinsten bis zum Größten, es enthält alles Leben im Kosmos und darüber hinaus ist es in seinem Fassungsvermögen Inhaber der unendlichen geistigen Welt.
Da der Mensch den Kontakt zu seinem göttlichen Wesenskern ganz und gar verloren hat, kann er allein in der Vorstellung leben, die er von sich hat. Niemand ist der oder die, der oder die er oder sie tatsächlich ist. Nahezu niemand weiß, woher er kommt und wohin er geht. Die Menschheit verbringt ihre Existenz in schöngefärbter Blindheit.
Nach der Erneuerung sind die Völker ihrer wahren Identität wesentlich näher. Sowohl das individuelle als auch das kollektive Bewusstsein stehen in der Einstrahlung des göttlichen Lichts. Der Glaube gewinnt an geistiger Substanz, wird zunehmend gewiss und konkret.
Einsicht in die Einheit allen Lebens in der Liebe zu Jesus Christus schenkt Wahrhaftigkeit und tiefe Zufriedenheit in allen Daseins-Bereichen. Achtung und Respekt vor dem Nächsten gründen sich nicht wie bisher auf äußerer Darstellung – man sieht wieder den Menschen und nicht seinen Besitz oder wer er vorgibt zu sein. Die universelle Verschiedenheit der geschaffenen Geister mit all den individuellen Talenten und Veranlagungen bildet einen vollkommenen Geistmenschen, an und in dem jede und jeder Einzelne zur umfassenden Einheit beiträgt. Jeder Mensch ist wertvoll in seiner geschaffenen Personalität.
In den Begegnungen und Tätigkeiten wird allzeit dem himmlischen Vater Ehre erwiesen. Das Bewusstsein, dass Gott allein gut ist und der Mensch nur durch, mit und in Gott wahrhaftig lieben und leben kann, wird sich in den künftigen Generationen bewahrheiten. Diese Geisteshaltung ist Basis für alles weitere Wachstum, worin sich der Schöpfung göttliche Bestimmung erfüllt: `Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst´ wird gelebte Realität.
Jährlich begeht man das Fest der Neugeburt. Die Gläubigen kommen zusammen, um in stiller Andacht und musikalisch Jesus Christus ihren Dank darzubringen und den Tagen der Erneuerung zu gedenken. Wahrhaftige Apostel sprechen und führen die Anwesenden tiefer ein in die himmlische Liebe. Mit hingebungsvollem Herzen beten sie gemeinsam das Vaterunser. Jetzt singen sie `Näher mein Gott zu Dir!´ Freudentränen fließen, man umarmt sich, kein böser Gedanke stört die reine Atmosphäre. Viele Engel befinden sich hier, es ist fürwahr ein beglückendes Miteinander. Auch der Vater ist in ihrer Mitte, sichtbar jedoch nur für einzelne seiner Kinder.
Ganz frei von äußerlichen Stimulationen finden solche Begegnungen vorerst aber nur bei einem kleinen Teil der Bevölkerung statt. Noch haben die Menschen das Bedürfnis, ihre Herzenstempel in der Materie zu manifestieren und in geschmückten Versammlungsorten Gottesdienste abzuhalten. Erst weit in der Ewigkeit werden materielle Gestaltungen der von Licht und Liebe erfüllten Seelenwelten nicht mehr benötigt.
Sport, Kunst, Musik
Sport als Wettkampf ist stets ein Kräftemessen, um einen Gegner oder eine Mannschaft zu besiegen. Es geht darum, besser und schneller als andere zu sein. Die Sportler versuchen mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln, ihr ehrgeiziges Gewinnstreben zu befriedigen.
In der neuen Welt finden solche Wettkämpfe nicht mehr statt. Meisterschaften und Sportgroßereignisse werden nicht länger ausgerichtet. Wenn sportliche Betätigung, dann wird diese spielerisch miteinander und nicht gegeneinander ausgeführt.
Je weiter der Mensch in seiner göttlichen Bestimmung voranschreitet, desto unwichtiger wird ihm jedoch sportliche Aktivität. Die geistige Ausrichtung der Seele sowie gesunde Ernährung erhalten den Körper schlank, beweglich und geschmeidig. Beliebt sind (Berg-)Wanderungen, denn sie symbolisieren das Begehen und Erklimmen des Lebenspfades.
Neben der verstandeswirkenden Künstlerzunft gibt es Kunstschaffende, die, zumeist ohne es zu wissen, mit einer latenten hellsichtigen Veranlagung, bisweilen hervorgerufen durch Drogen, agieren. Sie beziehen ihre Inspirationen aus den unterschiedlichsten Bereichen der jenseitigen Welt. Durch den allgemeinen Glaubensabfall und der dadurch entstandenen geistigen Blindheit haben sich die meisten von ihnen in den Abgründen ihrer Seelenwelten verloren, aufgrund dessen ihr Schaffen von unreinen Geistern bestimmt wird. Sie ziehen den Künstler immer tiefer in die dunklen Gefilde von Wort, Bild und Ton, wo dieser sich schließlich verliert und zur Marionette verblendeter Mächte wird.
Leider ist dies dämonische Treiben in der heutigen Zeit in allen künstlerischen Bereichen vorherrschend, so ist Kunst zum Zerrspiegel einer selbstgefälligen Gesellschaft verkommen. Sie dient zumeist dem Geld, schöpferischer Eitelkeit und einer vortäuschenden und hochmütigen Kritikerschaft.
Die eigentliche Aufgabe der Kunst ist es, Wahrheit zu vermitteln. Wahre Kunst als Dichtung, Musik und Malerei bedient sich der Worte, Töne und Farben, um der Seele ihre ureigene Gottesverbundenheit zu offenbaren. Schriften, Musikkompositionen und Bilder sind energetische Lebewesen, die sich nach jeweils geschaffener Art und Weise mitzuteilen suchen. Hier dient der Mensch der Kunst und die Kunst dem Menschen, der in diesem Dienst als Mittler göttlicher Ausdrucksweise fungiert.
So gestaltet wohnt der Kunst die Macht inne, ihren Schöpfer und ebenso den Zuhörer / Betrachter mittels ihrer zeitlosen Botschaft zu erfüllen und sogar zu verwandeln. Der Mensch, der sich schöpferisch vom Geist Gottes führen lässt, wird immer tiefer in Worte, Töne und Gemälde eindringen und darin eine Lebendigkeit finden, wie es sie an der Oberfläche künstlerischer Selbstgefälligkeit und Anmaßung niemals geben kann. Erreicht er schließlich die Quelle seiner Inspirationen, wird er der geistigen Aussage seines Schaffens unmittelbar gewahr.
Wie Feuer und Wasser haben auch Worte und Töne die Macht, zu bewahren oder zu zerstören. Höllisch inspirierte Musik hat in den vorangegangenen Jahrzehnten viel Schaden an den Menschenseelen angerichtet. Musik aus den Himmeln wird im nächsten Jahrtausend und darüber hinaus allerorts Segen und Heilung bewirken. Indem er mit dichterischen und musikalischen Kompositionen göttliches Leben offenbart, wird der Künstler zum Apostel der Liebe. Durch ihn wird Kunst wieder zur Schöpfung im wahrsten Sinne von Wort und Ton.
Familie, Ehe Kinder, Jugend, Erziehung
Heutzutage trennen sich Familien zumeist, Kinder und Enkelkinder gehen ihre eigenen Wege fern des Elternhauses. Doch was sich heute entzweit, findet sich morgen wieder: In der neuen Welt bleiben die Familien in Gemeinschaft, viele Generationen wohnen unter einem Dach oder in Nachbarschaft.
Auch Partnerschaften und Ehe sind erneuert, sie gründen sich nicht länger in persönlichen Vorteilen und sexuellen Vorlieben. Ebenso gehört das schwärmerische Verliebt-sein der Vergangenheit an. Man stürzt sich nicht mehr blind in eine Lebensgemeinschaft, denn im Geiste erwacht erkennen sich zueinander gehörige Menschen. Seelen-Verwandtschaften werden größtenteils gespürt und auch gesehen – sie schenken die Sicherheit einer gesegneten Beziehung. Achtung voreinander und das Wohl des Partners stehen stets über egoistischen Ansprüchen. Etwaige Differenzen werden im christlichen Geist bereinigt.
Die Liebe zu Gott ist das Band, das Mann und Frau umschließt und vereint. Sind zwei Menschen in ihren Herzensgeist eingegangen, kommt eine vollendete Ehe zustande. Sie bilden eine Einheit in harmonischer Verbundenheit, die jedes Vorstellungsvermögen übersteigt. Die Seelen fließen ineinander, verschmelzen in und mit Gott zu einem Wesen. Sie sind zwei und doch eins. Ich verspüre unsagbare Liebe beim Anblick dieser Paare.
Beim Geschlechtsakt steht die Zeugung im Vordergrund. Zur Seele, die inkarnieren möchte, wird eine Herzensverbindung hergestellt; sie wird eingeladen, jetzt den Weg irdischen Menschseins anzutreten. Vom himmlischen Vater wird der Segen für alle Beteiligten erbeten. Mann und Frau vollführen eine geweihte Handlung, deren Erleben und Höhepunkt sich mehr und mehr auf die Seelenebene verlagert; dies schenkt vor allem dem weiblichen Part ungeahnte Glücksgefühle. Weit in der Zeit sehe ich die geschlechtliche Vereinigung in Demut und Andacht vollzogen, sie wird in ihrer Ausführung zunehmend reiner und ätherischer. Der hemmungslose und ungezügelte Akt, der das Bewusstsein in den Tod der Materie zog, wird somit zum Gottesdienst.
Die keusche Zeugung beschert den Kinderseelen Lebenskraft, Gesundheit und Unverdorbenheit. Enthaltsamkeit während der Schwangerschaft erhält das seelische Gleichgewicht sowohl des Kindes als auch der Eltern.
Entbindungen sind weniger schmerzvoll und verlaufen weitestgehend komplikationsfrei. Abtreibungen gibt es nicht mehr. In seltenen Fällen kommt es zu einer jungfräulichen Geburt. Die so Geborenen sind mit besonderen Begabungen und Fähigkeiten ausgestattet, sie beschenken die Menschheit mit den reinsten Gaben des Himmels.
Engelsgeister und Sternenseelen, die das Erdenkleid anziehen möchten, begegnet man vor ihrer Geburt -falls man dies wünscht. Die Eltern kennen ihre Kinder also bereits vor deren Einzeugung und wissen um deren Abkunft und Identität. Dieser Umstand erhebt familiäre Verhältnisse in eine neue Dimension gegenseitigen Verständnisses, mitfühlender Geduld und uneingeschränkter Liebe.
Viele Kinder und Jugendliche führen heute ein gottloses Dasein zwischen Vergnügungssucht und einer schleichenden Verrohung des Verstandes, sei es durch die verkehrte Erziehung der Eltern, den krankmachenden Unterricht in den Schulen, oder den Massenkonsum in den Medien, der nicht nur manipuliert, sondern jeglichen Kontakt zur geistigen Identität unterbindet.
Diese glaubenslose Orientierungslosigkeit hat eine Spaßgesellschaft herangezüchtet, die ihren Lebensinhalt hauptsächlich in weltlicher Befriedigung, Selbstdarstellung und der damit einhergehenden Anerkennung sucht. Innerer Halt durch Gottesverbundenheit ist so nicht möglich.
Die in der neuen Zeit Geborenen wachsen unter völlig anderen Voraussetzungen auf, als dies heute der Fall ist. Von Geburt an wirkt die reine Liebe der Eltern und der weiteren Anwesenden segensreich auf die Nachkommenschaft ein, zugleich schwingen die Kinderseelen mit der erhöhten Liebeenergie der Welt in harmonischer Resonanz.
Eine gottgemäße Entwicklung kann nur zustande kommen, wenn Erziehung im Licht der Wahrheit vollzogen wird. Frühzeitige Einführung ins geistige Leben ist der Schlüssel zur Entfaltung göttlicher Anlagen und hat absolute Priorität. Sowohl religiöse als auch wissenschaftliche Schulung, die im Grunde ohnehin nicht zu trennen sind, werden in Sanftmut und Geduld, aber auch in gerechter Strenge vollzogen. Da Geistwesen mittelbar – in ferner Zukunft unmittelbar – in den Unterricht mit einbezogen sind, bekommt man bereits von klein auf einen realen Bezug zu den Jenseitswelten.
Talente werden individuell gefördert, so dass der später Erwachsene mit Liebe zur Tätigkeit sein irdisches Amt vollbringen kann. Im Verständnis, dass Funktion und Lebensdauer produzierter Werke von der Geistesgegenwart ihres Schöpfers abhängen, entfalten sich bereits in Schule und Ausbildung Fähigkeiten, die im späteren Berufsleben vortreffliche Ergebnisse in allen Schaffensbereichen hervorbringen.
Die auf materialistischem Weltbild basierenden Fächer und Studiengänge gibt es nicht mehr. Der Unterricht beinhaltet unter anderem: Entsprechungslehre, Seelen- und Naturkunde, jenseitige Sphären und Geisteswelten, Erd- und Schöpfungsgeschichte, der himmlische Vater in Jesus Christus. Physikalische sowie chemische Zustände und Vorgänge werden nicht mehr nur stofflich behandelt, sondern in ihren geistigen Bereichen, offenbarend die Geheimnisse der inneren Schöpfung. Gelehrte Marktwirtschaft hat nicht den größtmöglichen Gewinn im Sinn, sondern alle Berechnungen dienen dem Wohle der Menschheit.
Die maßgeblichen Lehrbücher werden aus göttlichen Offenbarungen erstellt. Dereinst sind die Lehrkräfte aber durchweg selbst Gefäße göttlicher Lebensinhalte, woraus die Schüler geistige Nahrung erhalten. Gedrucktes und digitales Lehrmaterial wird nicht mehr benötigt.
Zum Ende dieser Schau bekomme ich Einblick in einen Unterricht: Die Schüler und Schülerinnen sind mit einer Hingabe dabei, dass es eine wahre Freude ist. Ihre Seelen gieren nach existenziellen Offenbarungen. Verstand und Seele werden gleichermaßen vom Geisteslicht durchdrungen, so erhält der ganze Mensch die nötige Speise, um zu wachsen und zu reifen. Es ist wahrlich ein lebendiges Lehren, ein gesegnetes Miteinander von Lehrer und Schüler.
Es ist erforderlich zu wissen, dass die Erde eine Schule für Gotteskinder darstellt. Das irdische Schulsystem gibt ein gutes Bild dafür.
Eine wichtige Voraussetzung besteht darin, wie die Kleinen ins Schulleben eintreten. Das ist unter anderem abhängig von der elterlichen Verfassung und vorschulischen Erziehung. Im Hinblick auf das seelisch-geistige Wachstum bedeutet das: Wie rein war die Zeugung? Welche Entwicklung haben Mutter und Vater vor und während der Schwangerschaft durchlebt? Schenken sie ihrem Kind wahrhaftige Liebe? Hat das Kind einen Herzensbezug zur geistigen Welt?
Schule ist eine Herausforderung, man muss kontinuierlich lernen, um den nächsthöheren Bildungsgrad zu erreichen. Die Beschaffenheit des Unterrichts ist von den Lehrkräften abhängig. Haben sie am Fortschritt ihrer Schüler kein wirkliches Interesse, haben sie aufgrund des stereotypen Lehrplanes wenig Liebe zu ihren Lehrstoffen und deshalb keine ausreichende Motivation, hingebungsvoll zu unterrichten, oder sind sie in ihrer Fachidiotie nicht in der Lage einen gesunden Unterricht zu halten, werden viele Schüler freudlos lernen und als selbst Erwachsene ihren Kindern oder Schülern ebenfalls kein geistreiches Wissen vermitteln wollen oder können. Damit wird das schulische System immer verwaister, bis zuletzt nur noch tote Theorie gelehrt wird.
Sind die Lehrer gut ausgebildet und haben Freude an ihrem Beruf, werden sie den Unterricht kreativ und konstruktiv gestalten. Mit Liebe und Geduld werden sie die Schüler anschaulich einführen in die verschiedenen fachlichen Inhalte und sie mit Enthusiasmus dafür begeistern. Dadurch wird sich das Niveau beständig steigern. Der Unterrichtsbaum wird lebendige Frucht tragen.
Entsprechend verhält es sich in der Welt des Glaubens. Bislang wurde die Vermittlung göttlicher Lebensinhalte falsch vollzogen oder war bloß blinde Theorie, wodurch geistiges Wachstum nicht wirklich stattfinden konnte. In der kommenden Epoche werden Erziehung und Bewusstseinsbildung liebevoll, lebendig und wahrheitsgetreu erfolgen. Demgemäß wird die zukünftige Erde dann beschaffen sein.
In der gegenwärtigen Phase der Wandlung wurden und werden vermehrt Abkömmlinge aus den Lichtwelten geboren. Aufgrund der allgemeinen Gottlosigkeit tun sich viele von ihnen schwer – sie fühlen sich fremd in der Welt. Eigentlich bräuchten sie sehr behutsame Erziehung und sanft unterstützende Hinführung zum wahren Glauben. Meistens werden sie jedoch in die unterschiedlichsten Verstandes-Gefängnisse gesperrt, worin ihre Seelen verkümmern.
Da sie die widersinnigen Zustände und Systeme (intuitiv) nicht akzeptieren, sind sie oft verhaltensauffällig und verweigern Integration. Nicht selten nimmt ihr Dasein autistische Züge an. Die Flucht in die digitalen Welten, um sich aus der geisttötenden Erziehungs-Zwangsjacke zu befreien beziehungsweise vor der von ihnen unterschwellig wahrnehmbaren Verlorenheit dieser gottlosen Epoche zu fliehen, ist vorprogrammiert.
Einige von ihnen sind hochbegabt. Bereits in jungen Jahren zeigt sich ihr außerordentliches Talent, dem sie sich ganz und gar verpflichtet fühlen. Da sie mit ihrem Herzenslicht das Verstandesdenken zu durchdringen vermögen, werden sie zu fachlichen Koryphäen, die mit wissenschaftlichen und künstlerischen Offenbarungen allseits begeistern, womit sie der Menschheit bislang verborgene Möglichkeiten kreativen Bewusstseins und materiellen Fortschritts eröffnen.
Allerdings werden ihre Gaben zumeist zum Zweck finanzieller Bereicherung oder gottloser Wissenschaft ge- und missbraucht – und dienen somit satanischen Interessen.
In der Liebeatmosphäre der neuen Welt werden diese Gotteskinder ganz in ihrem Element sein. Wunderbare Veränderungen gehen mit ihnen vor sich, ihre Seelen erblühen in den Strahlen der geistigen Sonne. Vielerlei Gaben kommen zum Vorschein, die in heutiger Zeit keinen Nährboden finden und unbeachtet verkümmern.
Im weiteren Zeitenverlauf werden solche Geister regelmäßig geboren. In Zukunft finden sie aber bereits im Kindesalter in ihre göttliche Berufung und werden bald zu liebe- und weisheitsvollen Lehrern ihrer Geschwister.
Kulturerbe, Geisteswissenschaft, Technik
Einen bedeutenden Bestandteil heutigen Weltentums stellen Erforschung, Erhaltung und Bewahrung vergangener Kulturen in Form von Archäologie, Geschichtsschreibung und einiger weiterer Wissenschaften dar. Paläste, Schlösser, Burgen und andere tote Gemäuer werden unter Denkmalschutz gestellt oder als Weltkulturerbe gehegt und gepflegt, ausgegrabene Steinhaufen und Ruinen als wertvolles Erbe der Menschheit aufbewahrt. Die Überreste größenwahnsinniger Herrscher und von Päpsten heiliggesprochener Persönlichkeiten werden der Allgemeinheit als verehrungswürdige Reliquien dargeboten.
In den Schulen werden Kinder und Jugendliche gemartert mit den Kreuzzügen barbarischer Kirchenoberhäupter sowie den Feldzügen und Eroberungen despotischer Kaiser- und Königshäuser. Auch die unsäglichen Kriegsgeschehen des 20. Jahrhunderts mit all den Gräueltaten und Massenmorden wird ihnen und uns unablässig vor Augen geführt – mit der Rechtfertigung, aus der Vergangenheit zu lernen.
Erforschung und Bewahrung von Vergangenem können bis zu einem gewissen Grad sinnvoll sein, sie sind als verstandesbildende Elemente in der Erkenntnis- und Erfahrungswelt bisweilen vonnöten. Doch bindet das unverhältnismäßige Verhaftet-sein an Gewesenes das Bewusstsein unweigerlich an Vergänglichkeit und Tod.
Nun ist es an der Zeit, dass die Menschheit ihre geistige Ernährung umstellt. Lange hat sie gegessen von den vergifteten Früchten des Baumes der Erkenntnis. Unzählige schmerzliche Erfahrungen haben wir machen müssen, seit unsere Stammeltern aus ihrem göttlichen Bewusstsein gefallen sind und wir den Weg der Sterblichkeit antreten mussten. Wer kann bestreiten, dass der Marsch durch dieses dunkle Tal im Wesentlichen von Gewalt und Leid bestimmt war, und dass Falschheit und Tod als Widersacher der Wahrheit und des Lebens allzeit unser Dasein beherrschten?
Mit der Erneuerung der Erde lösen sich die Völker von den althergebrachten Verhaftungen und Konditionierungen. Unterstützung findet diese Befreiung dadurch, dass die Mehrzahl der Monumente vergangener Weltgeschichte in den apokalyptischen Umwälzungen vom Erdboden verschwinden wird.
Im Licht der aufgegangenen Geistessonne werden die Großtaten scheinbar ehrwürdiger Regenten als Größenwahn erkannt und in den Abgrund verabscheuungswürdigen Hochmuts und Machtbesessenheit stürzen. Die Schriften politischer und religiöser Selbstdarstellung sowie zahlreiche wissenschaftliche Theorien zeigen ihr wahres Gesicht, nämlich das der Blindheit. Auch die Astronomie erneuert sich im Wandel: Das Weltbild zufälligen kosmischen Geschehens und eines auf materieller Basis existierenden und expandierenden Universums fällt in sich zusammen – die Menschheit erkennt sich als Teil des geistigen Schöpfungsmenschen.
Der Baum der Erkenntnis speist die Bewohner der neuen Erde mit göttlichem Gedankengut. Mehr und mehr wird erleuchtetes Bewusstsein Lebenselement und Lebenselixier, darin Vergangenheit in Gottesgegenwärtigkeit lebendig wird und sich in seiner wahrhaftigen Gestalt offenbart. Dadurch wird die Absurdität der Bindung an vergängliche Werte, wie auch der irrealen Projektionen in die Zukunft klar erkannt und durchschaut. Dies fehlgeleitete Denken versperrte allezeit den Zugang zur eigenen zeitlosen Identität.
Philosophie
Da die Menschheit ihren göttlichen Halt verloren hatte, suchte sie mit ihrem Verstand nach der Ursache von Schöpfung und Existenz. Doch diese kann der materieverfallene Intellekt niemals ergründen und begreifen. So entstanden im Labyrinth des Denkens die absurdesten Theorien über Sein und Nicht-Sein, über Schein und Wirklichkeit, über Zeit und Ewigkeit. Diese haltlosen Gebilde wurden auf dem Thron geistigen Hochmuts errichtet, wodurch sich Philosophie zu einer anmaßenden, eingebildeten und gottlosen `Geisteswissenschaft´ emporhob.
Im zukünftigen Glaubenslicht stürzen all die falschen philosophischen Betrachtungsweisen vom Thron des eitlen Weltverstandes. Gemäß seiner Gottesgegenwärtigkeit muss der Mensch nicht mehr im Trüben nach Wahrheit fischen; liebevoll begleitet sie das irdische Geschehen, lichtvoll wohnt sie allem Dasein inne.
Immer intensiver nimmt sich die Menschheit als Manifestation göttlicher Lebendigkeit wahr, immer umfassender und eindringlicher offenbart sich himmlische Liebe in den anbetenden Herzen, immer mehr erfüllt sich das Wort Jesu Christi: “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.”
Die neue Lebensweise wird eine einfache und naturverbundene Zivilisation begründen, die mit der hochtechnisierten Welt von heute und den voraus gedachten Zukunftswelten nichts gemein hat. Viele als unentbehrlich und notwendig erachtete Erfindungen und Annehmlichkeiten fallen weg. Nicht der allem übergeordnete materielle Fortschritt und die gottlos forschende Wissenschaft, darin die Menschheit blind durch die Zeit stolperte, sind fürder Triebkraft und Perspektive, sondern wahrhaftiger Glaube an einen Schöpfergott und Vater, der seine Kinder mit allem versorgt, was sie zum irdischen Dasein benötigen.
Der selbstsüchtige Verstand gibt sich dem göttlichen Liebelicht anheim, beide bilden bald eine homogene Einheit – Wissenschaft ist gesegnete Frucht des Baumes der Erkenntnis. Nachfolgend einige Beispiele:
Dank modernster Technik ist man heute in der Lage, mittels Fotographie und Film den reißenden Strom der Vergänglichkeit anzuhalten, um jederzeit in frühere oder räumlich ferne Gegebenheiten eintauchen zu können. Dieser Drang ist tief im Menschen verwurzelt, er ist begründet in der materiellen Ungebundenheit der im Gottesgeist lebendigen Seele. In ihm und mit ihm ist sie in der Lage, jeden beliebigen Ort und Zeitraum zu gegenwärtigen – und das nicht nur von außen betrachtend, sondern wesenhaft miterlebend. Dies ist sowohl dem einzelnen Geist möglich, als auch einer Geistergemeinschaft, die bisweilen einhellig verbunden und frei von jeglicher Begrenzung vielerlei Begebenheiten in allen Regionen der Unendlichkeit beiwohnt.
In Jesu Gegenwart bewirkt dieses einträchtige Erleben unsagbare Glückseligkeit, denn sie erschließt göttliche Einsicht in die unerschöpfliche Tiefe jedweden zeitlichen und ewigen Geschehens. In der fortschreitenden Vergeistigung wird diese göttliche Lebendigkeit – zuerst vereinzelt und vage, später allgemein und detailgetreu – bereits in der leiblichen Existenz ausgeübt werden können. Fotografische Vergegenwärtigung sowie filmisch-dokumentarische Darstellungen zeitlich und räumlich ferner Geschehnisse mittels technischer Hilfsmittel sind dann nicht mehr nötig.
Das Internet wird es vorerst nicht mehr geben. Weltweite Kommunikation durch Vernetzung erfährt erst im Wiedererstehen überregionaler Zusammenarbeit erneute Berechtigung und Notwendigkeit. Je weiter der Erdbevölkerung Vergeistigung voranschreitet, desto unnötiger werden materielle Manifestationen übernatürlicher Abläufe und Gegebenheiten.
Sprich: Alle gegenständliche Analogie als instrumentalisierte Inkarnation immaterieller Vorgänge geht gemäß der allgemeinen seelisch-geistigen Evolution ein in ihre ursprüngliche Wahrhaftigkeit. Soll heißen: Ist die Menschheit in ihrer Entwicklung soweit gediehen, dass sie sich unabhängig von Raum und Zeit unterhalten und gegebenenfalls sehen kann, braucht sie die technischen Kommunikationsapparate nicht mehr.
Solche fließenden Übergänge finden im Verlauf kommender Epochen auf allen Ebenen zwischenmenschlicher Existenz statt, bis die Erdbevölkerung sich schließlich vollständig und umfassend im Geistesleben verwirklicht.
Die zukünftigen Wissenschaften haben wahrhaftige Einsichten bezüglich Entstehung der Erde, ihrer seelischen Evolution und Funktion, sowie ihrer Bestimmung zum Inhalt. Die Erkenntnis, dass sich alles Sein im Geistigen gründet, ist Fundament und Stammbaum aller weiteren Gelehrtheit, daraus eine neuzeitliche naturwissenschaftliche Lebendigkeit entspringt.
In diesem Licht stehend und gehend wird die Menschheit in ferner Zukunft in der Lage sein, Energie für ihr Wohlergehen unmittelbar aus dem allgegenwärtigen Äther zu ziehen. Denn im Grunde ist alles Energie oder eigentlich: Tatwille Gottes, dessen Basiskraft Liebe ist, die alles Geschaffene lenkt und erhält.
Doch zu guter Letzt ist der erleuchtete Mensch nicht mehr angewiesen auf die für seine irdische Lebensweise genutzte freie kosmische Energie, denn auf der höchsten planetarischen Entwicklungsstufe ist er selbstbewusster Inhaber und Ausführender göttlicher Schaffenskraft. Wo zuvor materiedienliches Denken und Handeln vorherrschten, um den Fortbestand der menschlichen Rasse zu bewerkstelligen, schenkt der Gottesgeist als belebendes und erfüllendes Prinzip auf jeder existenziellen Ebene Nahrung und Fortschritt: Das Volk der Erde ernährt sich vom Baum des Lebens.
Erleuchtetes Bewusstsein – Vergöttlichung
Seit etwa einem Jahrhundert forscht man ernsthaft nach extraterrestrischem Leben. In der allgemeinen geistigen Erblindung kann nicht gesehen werden, dass auf unserem Planeten ohnehin eine Vielfalt außerirdischen Lebens existiert, da hier ohne Unterlass Seelen von anderen Gestirnen als Erdenmenschen geboren werden, mit der Absicht, aus dem tiefsten Tal widergöttlicher Lebensweise den höchsten Gipfel des Glaubens und der Liebe zu erklimmen.
Die kosmische Abstammung ist für vielerlei charakterliche Eigenschaften und Vorlieben verantwortlich. Wem sich das vorgeburtliche Dasein seiner Mitmenschen eröffnet, erkennt in allerhand Verhaltensweisen und Leidenschaften Merkmale und Charakteristiken verschiedenster Völker des Universums.
Auch bei den aus der irdischen Seelensubstanz Geborenen wirkt die pränatale Existenz oft ausdrücklich nach: Bei so manchem Menschen gibt nicht nur die körperliche Erscheinung Zeugnis animalischer Abkunft. In vielen alltäglichen Handlungen offenbaren sich grundlegende tierische Eigenschaften als kennzeichnende Charakterzüge – was sich sowohl positiv als auch negativ darstellen kann.
In ferner Zukunft ist dem Menschen nebst seiner geistigen auch seine kosmische Herkunft ersichtlich. Diese Eigenschaft stellt so manches, was zuvor im Dunkeln lag, ins Licht und schenkt Verständnis in vielerlei Gegebenheiten des täglichen Lebens. Zugleich eröffnet sie den außerirdischen Seelen die Pforte in ihr vorhergehendes Dasein, wodurch sie in Kontakt mit ihren früheren Lieben kommen können.
Immer mehr galaktische Völkerschaften verschiedenster geistiger Gestaltung finden zueinander, die Erde wird zum Dreh- und Angelpunkt universeller Erweckung. Der Grad der Lebensfreude übersteigt in jener Epoche jegliches Vorstellungsvermögen.
Sehen ist dreidimensional – heißt es. Doch eigentlich ist es ein zweidimensionales, das nur scheinbar Tiefe erfährt. Dies schreibe ich im Bewusstsein, in dem ich im Loslösen der Seele vom Körper dreidimensionales Sehen – ich nenne es freies seelisches Sehen – erlebt habe.
Im Gegensatz zum begrenzten Schauen, wobei die Seele an das Gehirn gekoppelt und dadurch an die im Denken erzeugten Bilder einzelner Gegenstände und Wesenheiten gebunden ist, geht man im freien seelischen Schauen gleichsam mit dem Blick mit und erfährt so eine Tiefe und Wahrhaftigkeit, die das materiegebundene Sehen niemals erreichen kann. Da man in diesem interpretationslosen Schauen gleichzeitig hier und dort ist, bekommt der Raum eine überwältigende Plastizität und Ausdruckskraft.
Bei meinen Waldspaziergängen gewahrte ich in dieser körperlichen Losgelöstheit eine geistige Einheit, eine tiefgreifende Verbindung mit allem Dasein: Jeder Baum, jedes Blatt, jede Blüte war Liebe – göttliche Liebe, die alles beinhaltet, die alles belebt, die alles befreit.
Dieses erwachte Sehen gibt es, je nach seelischer Beschaffenheit, in vielerlei Nuancen und auf verschiedenen Ebenen. Es ist eine wundervolle Gabe, darin und daraus sich allgegenwärtige schöpferische Liebe offenbart.
Im weiteren Evolutions-Verlauf wird diese Art der Wahrnehmung die Menschheit nahezu unmerklich überkommen. Sie eröffnet auch den Blick ins Jenseits, ist aber gewiss nicht Voraussetzung dafür.
In der zukünftigen Welt werden die Menschen zunehmend hellhöriger und hellsichtiger. Im Zusammenschluss der reinen Erdatmosphäre und der allgemeinen Vergeistigung können Gedankenformen und -bilder bereits vor ihrer wörtlichen oder tätlichen Offenbarung wahrgenommen werden (Telepathie). Zuerst geschieht dies intuitiv, später sieht und hört man bewusst mit den Organen des Geistes, wodurch man sich unmittelbar von Herz zu Herz unterhalten kann – eine Lautsprache ist nicht mehr unbedingt nötig.
Im Herzenswort ist weitaus mehr enthalten als in der formalen Entäußerung eines Gedankens, dem akustischen oder geschriebenen Wort, das erst im Zusammenschluss mit anderen Wörtern eine sinnvolle Offenbarung darstellt. Im göttlichen Bewusstsein beinhaltet und offenbart ein einziger Herzensgedanke ein komplettes Wissensgebiet, das von der Seele augenblicklich und vollständig erfasst wird. Hier gibt es kein zeitgebundenes Lernen, sondern unvergängliches Erleben.
Hier wird offenbar, dass jeder Gedanke in seinem Ursprung und Urgrund all seine zahllosen Gedankenkinder bereits enthält, und dass der Eröffnungsgedanke dieser Schöpfung, das “Es werde!” alle geistwesenhafte Existenz in Ewigkeit und Unendlichkeit in sich birgt – und dass dieses Wort Gottes in jedes Menschen Seelenherz als Quelle allen Lebens unzerstörbar enthalten ist.
Schließlich wird die Menschheit ihre körperlichen Grenzen überwinden. Das Wort Trennung, sei es räumlich oder zeitlich, ist nicht länger von Bedeutung, die Verbundenheit ist geistig universell. So beschaffen wird es der Erdbevölkerung möglich sein, geistpersönlich sowohl diesseitige als auch jenseitige Reisen zu unternehmen. Wobei diese eigentlich in den individuellen Seelenwelten stattfinden, denn der gesamte Kosmos, mit allem darin befindlichen Leben, ist in seiner geistigen Existenz in jedes Menschen unendlichem Bewusstseinsraum vorhanden.
Da sich das Seelenleben weitestgehend frei von materiellen Bindungen gestaltet, kann man zum Ende seiner irdischen Existenz seinen Körper bei Bewusstsein angst- und schmerzfrei ablegen. Sterben hat nun die Bedeutung von Geburt in die Freiheit des Geistes. Der Verwesungsprozess des Leibes dauert nur noch kurz oder es gibt eine augenblickliche Auflösung desselben. Befinden sich in ihm noch Anteile der Seele, werden ihr diese in kürzester Zeit wieder zugeführt.
Es ist eine Welt ohne Leid und Schmerz, eine Welt voller Freude und Glückseligkeit. Endlose Zeiträume werden vergehen, die Menschheit dringt auf immer lichteren Erkenntnisebenen stetig tiefer ein in die göttlichen Schöpfungs- und Lebensgeheimnisse. Bewohner ferner Sterne kommen zu Besuch, Engel sind sichtbar anwesend, Gott besucht seine getreuen Kinder – der Gesamtorganismus Erde wird geadelt unter den Schritten seines Schöpfers und Erlösers Jesus Christus. Zuletzt senkt der Himmel sich zur Erde, sie wird zum Himmel umgestaltet. Das einst abgründig Tiefste wird zum Höchsten erhoben.
Schöpfungs- und Weltgeschichte sind von fundamentaler Bedeutung, sie sollen und müssen in Erinnerung bleiben. Dazu gehören auch die gewalttätigen Zustände der gottfernen Epoche vor der Neugestaltung der Erde. Neben der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, seiner Lehrzeit, Kreuzigung und Auferstehung nimmt vor allem seine jetzige Wiederkunft in der zukünftigen Geschichtsschreibung einen vorrangigen Platz ein.
Im voranschreitenden geistigen Wachstum vertieft man sich jedoch nicht nur in einzelne Geschehnisse, sondern betrachtet die Welt vom göttlichen Standpunkt aus und gewinnt dadurch ein völlig neues Verständnis von Zeit und Ewigkeit. Man wird gewahr, dass nicht nur der Raum, sondern auch die Zeit in sich unendlich ist. Man erkennt, dass die in Gegenwart und Gegenständlichkeit enthaltene Unendlichkeit in die universelle geistige Unendlichkeit mündet – ja, im Grunde mit ihr identisch ist. Man realisiert, dass jeder gegenwärtige Zeitpunkt ein Eingangstor zur Ewigkeit ist.
Der Mensch ist dann in der Lage, schier endlose Zeitdimensionen mit all ihren Inhalten komplex einzusehen. Wie eine Fotografie mit verschiedenen Personen und Umständen einen bildlichen Gesamteindruck vermittelt, so können dann zeitliche Abläufe zusammenfassend vergegenwärtigt werden; und dies nicht nur an ihrer Oberfläche, sondern fortschreitend in ihrer Geistestiefe. So erleuchtet schaut beziehungsweise erlebt man sowohl die Biographie dieser Erdenwelt als auch die Geschichte anderer Planeten und Gestirne des Universums.
In der Eingeburt in den Gottesgeist vergegenwärtigen sich schließlich Ewigkeiten – Äonen mit all ihren räumlichen und zeitlichen Abfolgen und Inhalten `verdichten´ sich zu augenblicklichen Bewusstseinselementen. Die Menschheit befindet sich jetzt zugleich außerhalb und innerhalb von Raum und Zeit, da sie deren Grenzen außer Kraft gesetzt hat. Sie weilt an der Quelle ewiger Gegenwart.
Was beinhaltet diese Erkenntnis? Ich wage es fast nicht auszusprechen, doch ist dies eine konsequente Schlussfolgerung: Ist jemand dergestalt vergöttlicht, dass er sich unabhängig von Raum und Zeit bewegt, begegnet er sich selbst in seinem vormals unvollkommenen Dasein und wirkt aus der zeitlosen Dimension in und mit Gott ein auf die eigene Entwicklung, auf das eigene Erwachen. Mit anderen Worten: In Gott eingeboren ist man mit Gott und gleichsam als Gott selbst der Geist im eigenen Herzen, der einen als freie Seele durchs Leben führt – und das seit Anbeginn der Schöpfung … bis zur in alle Ewigkeit Bestand habenden geistigen Wiedergeburt. Hier schließt sich der Kreis von Werden und Sein. Und hier hat das menschliche Begriffsvermögen längst sein Ende gefunden.
Unsterblichkeit des Leibes
Je weiter die Entwicklung der Erdbevölkerung voranschreitet, desto älter werden die Menschen, sie erreichen dann nicht selten ein Alter von mehreren hundert Jahren. Hat eine Seele ihren Herzensgeist bleibend in sich aufgenommen und verwirklicht, durchdringt und vereinnahmt dieser auch den Körper. Sie bewohnt dann natürlicherweise bereits einen feinstofflicheren Leib. Die Intensität ihrer Vergeistigung richtet sich nach der dauerhaften Manifestation Gottes in ihr.
Ein vollständiges Eingehen in den göttlichen Geist kommt in den nächsten tausend Jahren eher selten zustande, jedoch wird es stets Personen geben, deren Seele und Körper angesichts ihrer uneingeschränkten Liebe zu Jesus Christus ganz von seinem Geist durchdrungen sind, und die folglich in ihrer Dreieinheit unsterblich sind.
In der kontinuierlichen Weiterentwicklung von Äon zu Äon werden immer mehr Menschen schon während ihrer irdischen Existenz durch und durch vergeistigt sein. Und unendlich weit in der Zeit, die dann nicht mehr so benannt wird, da Vergänglichkeit das Bewusstsein nicht länger beherrscht, werden viele Unsterbliche die Erde bewohnen – beziehungsweise leben sie zugleich in den zwei Welten Diesseits und Jenseits. Dann ist aber auch bald alle irdische Seelensubstanz erlöst. Die Menschheit geht in ihrer Gesamtheit endgültig ein in die Welt des Geistes.
Wie im Kleinen, so im Großen. Gleichwie der menschliche Leib zeitgebunden verwest, da mit ihm verschmolzene Seelenspezifika aufgrund materieller Lebensweise in oft langwierigen und mühsamen Prozessen freigesetzt und ihrer göttlichen Bestimmung wieder zugeführt werden müssen, wird einst auch der Erdkörper von seiner ihm innewohnenden Seelensubstanz befreit sein, da diese durch die Evolution Mineral-Pflanze-Tier-Mensch in den geistigen Zustand übergegangen ist, also alles der Erde angehörige und zugebrachte Seelenleben seine ewige Bestimmung erlangt hat. Nur das planetarische Grundgerüst hat materiellen Bestand.
Ist ein Stern oder Planet mitsamt all seinen Lebensprinzipien solchermaßen erlöst, bleibt seine geistige Essenz in Ewigkeit bestehen. Das zurückbleibende Materie-Skelett wird als gänzlich entseeltes Instrument von der Muttersonne verzehrt und augenblicklich aufgelöst.
Aufgrund des seit endlosen Zeitenläufen bestehenden Kosmos gibt es bereits unzählige derart vollkommene geistige Welten, unsichtbar für das menschliche Auge – und doch wirklicher als es Materie jemals sein kann. Es sind dies Wohnstätten von Geistern mit verschiedensten Bestimmungen. Das Ende des universellen Erlösungsprozesses ist erreicht, wenn alle materielle Schöpfung ins geistige Leben eingegangen sein wird.
Wann wird dies der Fall sein? Die Zeitspanne bis dahin zu ermessen ist dem Verstand nicht möglich. Allein der Gottesgeist als innerstes und umfassendes Lebensprinzip ist in der Lage, Raum und Zeit in solchen Dimensionen zu begreifen, eigentlich: Diese auszuschließen. Die Erde sowie alle anderen Welten des Universums bestehen also so lange fort, bis ihr seelisch-geistiger Erlösungsvorgang beendet ist.
Diese Tatsache eliminiert jeglichen Zufall. Nichts in Ewigkeit und Unendlichkeit geschieht ohne Gottes Willen und Zulassung. Die Furcht vor vermeintlich willkürlichen irdischen und kosmischen Katastrophen löst sich in dieser Erkenntnis auf und wird ersetzt durch Glaube und Vertrauen in die liebevolle Führung unseres himmlischen Vaters.
Zuletzt bleibt Freude
Es gibt kein Wort, das die Freude beschreibt, die das Volk der Erde in ferner Zukunft erfahren wird. Jede Seele ist erfüllt mit größtmöglicher Glückseligkeit gemäß ihres geistigen Potenzials. Engelsgleiche Gotteskinder bewohnen die Erde, die, da sie sich mithilfe ihrer Bewohner dem Hemmschuh Materie entwunden hat, in ihrer geistigen Gestalt eingeht in die unvergängliche göttliche Freiheit und Wirklichkeit.
Nun befindet sich die Menschheit für immerdar in der geistigen Welt. Ich sehe sie ganz und gar erfüllt von Liebe zu Jesus Christus. Nichts kann diese Liebe mehr zerstören, ununterbrochen strömt sie und berührt sich selbst im Innersten allen Lebens, tragend jedes einzelne Bewusstsein zum Ursprung und Ziel aller Existenz, zum Herzen Gottes.
Diese Quelle speist alles Dasein mit unerschöpflicher und mannigfaltigster Lebendigkeit. Die Unendlichkeit ist erfüllt mit den wunderbarsten Schöpfungen, welche die Kinder der Liebe tätigen an und in ihres himmlischen Vaters Herzen.
Doch das soll nur eine Vorschau sein. Jetzt gilt es, die Welt abzulegen und in den kommenden Geschehnissen der Liebe zu dienen. Unser Leben unserem himmlischen Vater zu schenken, auf dass er uns mit seinem Leben erfüllen kann – dafür sind wir hier.
Nachbetrachtung
An dieser Stelle möchte ich noch einmal klarstellen, dass die Erdbevölkerung nach ihrer Neugeburt nicht unvermittelt in eine immerwährend reibungslose und gradlinige Entwicklung eintreten wird. Ihre Zukunft teilt sich in zwei hauptsächliche Daseins-Phasen:
Der erste kürzere Abschnitt von etwa 1000 Jahren entspricht in seiner Art und Weise des Menschen Kindheit, Pubertät und Jugend mit vereinzelten Problematiken, die sich je nach Gottesnähe mehr oder weniger herausfordernd darstellen. Er beinhaltet sinnbildlich die elterliche und schulische Erziehung sowie die Ausbildung bis zur Ausübung des erlernten Berufes, die mit fürsorglicher Liebe und göttlicher Weisheit vollbracht werden. In diesem Sinne werden sich die Jahrhunderte gestalten und es wird eine wahrhaft gesegnete Zeit.
Die Phase danach gleicht den verschiedenen Entwicklungsstadien erfüllten Erwachsenseins mit all den dazugehörigen Verantwortungen in Familie und Beruf. Die im Geiste Gottes lebenden Erdenbürger werden zur glückseligen Arbeiterschaft, um gefallenes Seelenleben in menschlicher Gestalt zu empfangen und in die geistige Heimat zu geleiten. Die Zeitdauer dieser Epoche kann man nicht ermessen.
Für die nächsten 1000 Jahre sind die hier beispielhaft dargestellten Bewusstseinszustände Möglichkeiten, sowohl individuell als auch kollektiv, die sich jeder Mensch gemäß seiner Glaubenstiefe und Lebensweise zu eigen machen kann. Angesichts der seelischen Herkunft und Ausrichtung werden das nicht alle gleichermaßen tun. Einerseits wird es immer die Herde Gottes geben, die das lichte Herz dieser Welt bildet, andererseits gibt es Geschwister, die sich im Geistigen etwas schwerer tun, da ihre Seelenkräfte sich mehr zur Materie hin neigen. Deshalb werden auch zukünftig Unterschiede in der Nächstenliebe und Gottesverbundenheit bestehen.
Erst nach diesem Millennium, also ab Beginn der geistigen Volljährigkeit, sind die göttlichen Attribute, von denen in diesem Kapitel einige maßgebliche angeführt sind, praktisches Allgemeingut, die alle Menschen zu wahrhaftigen Kindern Gottes erheben.
Diese Entwicklung findet kollektiv in der Vollkommenheit der Liebe statt, darin die Erdbevölkerung ihren Lebensinhalt in der Gemeinschaft mit Jesus Christus findet. Solch bestmöglicher Fortschritt kann und wird nur deshalb eintreten, da sie dem vorgegebenen Pfad ernsthaft und gewissenhaft folgt, in Demut und Hingabe die göttlichen Gnadengaben allzeit annimmt und tätig verwirklicht.
Gemäß der himmlischen Manifestation werden die seelischen Mängel kontinuierlich abnehmen, der Mensch wird als Aufnahmegefäß göttlicher Liebe und Weisheit stetig reiner und vollkommener. Schließlich geht das bislang auf materielle Gegenkräfte angewiesene Wachstum ein in unerschöpfliche Geistes-Gegenwärtigkeit. Fürsorglich und liebevoll wird Gottvater seine Kinder in alle Ewigkeit zunehmend mit seinem Leben erfüllen.
All die geistigen Gaben realisieren sich freilich auch ohne eine apokalyptische Erneuerung. Dies Geschehnis ist nicht Voraussetzung für die zukünftige Menschheitsentwicklung, sondern reinigende Notwendigkeit. Würde die Welt tatsächlich zur Besinnung kommen und sich von der sündhaften Lebensweise abkehren, würden sich die göttlichen Talente im weiteren Zeiten- und Ewigkeitsverlauf ebenso entfalten. Die Wandlung wäre sanft und frei von großer Not, auch ein mühsamer Wiederaufbau wäre nicht vonnöten. Statt einem operativen Eingriff würde eine natürliche Heilung erfolgen.
Und selbstverständlich kann jeder Mensch bereits in diesem seinen Erdendasein in seine Vollendung finden. Man muss nicht in einem fernen Zeitalter inkarniert sein, um eine in der Zukunft sich entfaltende Bewusstseinserweiterung zu erfahren. In der Liebe zum Vater ist Vollkommenheit immer gegenwärtig. Geht eine Seele ein in den Gottesgeist, steht ihr, gemäß ihrer Struktur und Aufnahmefähigkeit, das gesamte geistige Wachstum der Menschheit zur Verfügung – sie ist dann legitimer Bürger des Himmels. Was für ein wundervolles Geschenk!
Dann gibt es noch die Möglichkeit der Umkehr Satans. Ergibt er sich in seiner erneuten Freisetzung dem göttlichen Liebewillen, ist die Schöpfung augenblicklich frei von den Banden der Materie. Eine Heimkehr dieses gefallenen Geistes kann aber zu jeder Zeit und Ewigkeit stattfinden, denn seine Inhaftnahme bezieht sich nur auf seine böswillige Gesinnung. Wendet er sich vom Grunde aus zum Guten, ist er unmittelbar frei und steigt auf zu einstiger Größe. Jedoch nicht im Sinne äußerer Anbetungswürdigkeit, sondern in der demütigen Hingabe an den Geist der selbstlosen Liebe.