Ihr Lieben,
da kommt ein neuer Aufsatz mit dem Titel “Wir erkennen die meisten Versuchungen nicht”. Viel Freude beim Lesen.
Alles Liebe
Hans
Einige Aspekte dieses Artikels sind neu, die grundsätzlichen Aussagen kennen wir allerdings schon. Aber es ist ganz interessant, sie einmal in einem anderen Zusammenhang zu betrachten.
Unsere fünf Sinne vermitteln uns ununterbrochen den Eindruck, dass das, was wir sehen, hören, fühlen, schmecken und riechen, die Realität ist. Das gilt auch für diejenigen von uns, die wissen, dass es eine Welt gibt, die wir nicht wahrnehmen; denn keiner von uns ist davor gefeit, sich immer wieder – oftmals sogar für eine längere Zeit – als ein Kind dieser Welt zu empfinden. Davor schützt dann auch kein Wissen, dass wir nie alleine sind, weil unsere Sinne nichts anderes registrieren als die “Realität”, die uns umgibt.
Alles schon mal gehört? Ja, natürlich. Aber ist uns auch wirklich klar, dass das Unsichtbare einen weitaus größeren Einfluss auf uns ausübt, als wir uns das in und mit unserer Phantasie überhaupt ausmalen können? Es ist nicht übertrieben, wenn wir sagen, dass die Realität jenseits dessen liegt, was wir wahrnehmen; dass unsere Eindrücke uns nur ein flüchtiges und oftmals auch falsches Bild dessen vermitteln, was tatsächlich unser Leben ausmacht und bestimmt.
Diese Tatsache macht es unseren himmlischen Freunden und Begleitern so schwer, uns zu einem richtigen Denken und Tun im Sinne der selbstlosen Liebe zu bewegen; und es macht es dem Teufel, Sadhana, Luzifer, Gottes und unserem Gegenspieler – oder wie immer man ihn nennen mag – so leicht, uns auf eine Weise zu führen und dabei zu verführen, die wir nicht bemerken. Und falls doch: Dass wir es spät oder vielleicht sogar sehr spät bemerken. “Zu spät” gibt es bei Gott nicht, weil schließlich alles wieder zu Ihm heimkehrt. Aber für uns, die wir dann nicht aufgepasst haben, kann es unter Umständen eine “sehr lange Zeit” werden.
Gut und Böse sind ständig unmittelbar um uns, beide sind uns so nahe, wie es uns unsere Arme und Beine sind – und noch näher. Dass uns das nicht bewusst ist (obwohl viele darum wissen), hängt mit der falschen Kirchenlehre zusammen, sodass die meisten, die allermeisten, den Himmel über uns – also “oben” – und die Hölle irgendwo und irgendwie unter uns – also “unten” – ansiedeln. Falscher kann eine Vorstellung kaum sein.
Alles in der Schöpfung ist Schwingung, ist Energie. Das gilt sowohl, von der jeweiligen Schwingung aus betrachtet, für den “höchsten” Punkt, die reinen Himmel, als auch für den “tiefsten”, die Hölle, und natürlich auch für all die unzählig vielen feinstofflichen Welten, die dazwischen liegen. Was uns jeder aufgeschlossene Wissenschaftler inzwischen bestätigt: Auch Materie ist nichts anderes als Energie. Wenn man in sie “hineinschaut”, sie in der Tiefe “beleuchtet”, stellt man fest, dass sich die Materie verflüchtigt hat und an ihrer Stelle etwas Unsichtbares, Nicht-Greifbares getreten ist. Der Eindruck von etwas Festem wurde und wird dadurch hervorgerufen, dass sich die kleinsten Teilchen mit für uns unvorstellbar hoher Geschwindigkeit ununterbrochen bewegen, dass sie rotieren.
Mangels besseren Wissens war man der irrigen Meinung – an deren Bildung und Verbreitung die Gegenseite einen gehörigen Anteil hatte -, die Schaffung der materiellen Universen einschließlich der Erde und der Menschen sei von Anfang an so in Gottes Plan vorgesehen, die außerhimmlischen Bereiche seien durch Ihn nach Seinem Willen so, wie sie sich jetzt darstellen (die Evolution mal nicht berücksichtigt), ins Leben gerufen. Falscher und irreführender kann eine Annahme nicht sein. Denn es ist ein großer, ein entscheidender Unterschied zwischen “das hat Gott gewollt, es war also Seine Absicht” und “das hat Gott zugelassen“.
Dieser Irrglaube, beruhend auf dem damaligen und auch heute noch weitverbreiteten Nicht-Wissen, hat dazu geführt, dass sich ein falsches Gottesbild und eine falsche Vorstellung über Sein Tun und Lassen herausgebildet haben. Die Begründung für diese nicht erkannte Unwissenheit fand man nicht zuletzt durch die Bibel bestätigt.
Jeder aufgeschlossene Mitdenker müsste eigentlich spätestens zu diesem Zeitpunkt und an dieser Stelle erkennen und zumindest für sich selbst akzeptieren, dass die Schilderung der Bibel zu dieser Thematik so nicht stimmen kann. Hier wurde etwas Gravierendes falsch dargestellt, und damit wurde es gleichzeitig für unzählige Menschen zu einer Richtschnur, die sie auf eine “falsche Spur” brachte. Mit weitreichenden und schwerwiegenden Folgen.
Wem konnte und kann daran gelegen sein? Gott oder Jesus Christus ganz sicher nicht.
*
Ursprünglich, das heißt vor dem Fall, und auch jetzt noch in den Himmeln, wird jedes Geschöpf vollständig – zu 100 % – von der Liebe Gottes durchstrahlt. Diese Liebe ist das Leben in allem, und damit verfügen alle himmlischen Wesen über eine Schöpferkraft, die zwar nicht der Schöpferkraft Gottes gleicht, aber, wie Er selbst oft gesagt hat, ihr ähnelt. Sie ist unvorstellbar groß. Es übersteigt unsere Phantasie und unser Vorstellungsvermögen, sich von ihr auch nur annähernd ein zutreffendes Bild machen zu können.
Sobald ein himmlisches Wesen seine Heimat verlässt oder, wie das bei Sadhana und ihrem Anhang der Fall war, verlassen muss, reduziert sich der Zustrom dieser göttlichen Liebes-Lebens-Kraft. Da Sadhana uneinsichtig war, entfernte sie sich vom Zentrum der Schöpfung immer mehr. Sie “fiel”, was aber nicht räumlich zu verstehen ist, sondern ihr energetischer Zustand verschlechterte sich mehr und mehr, bis sie schließlich am Endpunkt ihres Falls angekommen war, und sie und ihr Anhang nur noch ein Minimum an Energie von Gott erhielten, eine sogenannte Erhaltungsenergie. Diese diente und dient dazu, dass ein Wesen nicht “sterben”, sich also nicht in Nichts auflösen kann. Denn Gott verliert nicht, was Er einmal geschaffen hat.
Diese geringe Menge an Energie ist jedoch nichts im Vergleich zu der Energie, die Sadhana zuströmte, als sie noch bei Gott war. Es war und ist für sie ein nicht zu beschreibendes, im wahrsten Sinne des Wortes “erbärmliches Leben”, das sie jetzt, an diesem Tiefpunkt, führt.
Sie brauchte also unbedingt Energie. Woher bekam sie bzw. holte sie sich diese? In erster Linie von den Menschen, aber auch von den Astralwesen, die in ihrem Einflussbereich lebten und leben.
Jetzt wird uns sicher einiges klar, und vielleicht macht es bei dem einen oder anderen den berühmten “Klick”: Da sie und ihr Anhang nicht irgendwo in einer nicht näher zu bestimmenden Hölle leben, sondern mitten unter uns – um uns – sind (ebenso wie der Himmel mit seinen Engeln, auch mit unserem Schutzengel), liegt es ausschließlich an uns, ob und wie sie an uns herantreten und uns beeinflussen kann, und zwar, wenn nötig, auch in Sekundenschnelle. Ein Gedanke, ein Blick oder ein Wort von uns, die, ohne dass wir uns dessen bewusst sind, nicht in der Nächstenliebe sind oder sich zu sehr mit weltlichen Dingen beschäftigen oder nach Befriedigung unserer Sinne auf vielerlei Art trachten – und schon hat sie eine Möglichkeit gefunden, bei uns anzuklopfen, ohne dass wir dies bemerken. Das geschieht mehr oder weniger regelmäßig bei jedem Menschen (und hier spreche ich aus Erfahrung ).🙂🙁 Denn hier ist ihr Haupt-Betätigungsfeld, hier leben ihre Energielieferanten: wir Menschen.
Aber es geht ihr nicht nur um Energie. Sie ist gleichzeitig bestrebt, unsere Seelenschwingung so niedrig wie möglich zu halten, so dass es uns an entsprechender Kraft fehlt, um nach dem Leibestod in höhere und lichtere Gefilde aufsteigen zu können. Was geschieht dann? Was hat das für Folgen?
Wir bleiben als geistige Wesen in den Bereichen, in denen sie und ihre Anhänger das Sagen haben und immer wieder an uns herantreten und uns weitaus leichter verführen können, als lebten wir in höherschwingenden Ebenen.
Das unten folgende Gedicht beginnt mit den Worten:
Manchmal kann es hilfreich sein und gut,
sich hineinzudenken in des Teufels Lage.
Sich in den anderen hineinzuversetzen oder hineinzudenken, tun wir ohnehin sehr oft, wenn es uns wichtig ist. Es kann deshalb nicht nur nicht schaden, sondern es kann und wird für uns stets wichtig sein, sich – selbstverständlich mit der Hilfe und unter dem Schutz Christi – zu fragen: “Wo bin ich angreifbar? Wo findet der Teufel bei mir eine Einfallspforte?” Das ist schon allein deshalb wichtig, weil der, der uns Böses will, unsere Fehler und Schwächen, die wir selbst oft ignorieren oder nicht zugeben, sehr genau kennt. Er aber kennt sie! Für ihn sind wir, wenn wir das durch ein entsprechendes Denken, Reden und Handeln zulassen, das nicht in der Liebe ist, wie ein offenes Buch. Er schleicht sich in unser Empfinden ein, ohne dass wir dies bemerken.
Die Ernestine Victoria Oberlohr empfing (so ein Zufall ???) 🙂 zu diesem Thema vor ein paar Tagen eine geistige Aufklärung vom Herrn:
„Manche Versuchung ist subtil und wird in einer Weise durchgeführt, dass ihr sie auch nicht erkennen könnt, zumindest nicht sofort. Aber da Ich mit euch bin, gebe Ich euch immer wieder sanfte Hinweise, achtsam zu sein. Und Meine Kinder, die schon etwas mehr Erfahrung haben, spüren in ihrem Herzen, in ihrer Seele, in ihrem Gemüt, wenn etwas nicht in Ordnung ist und reagieren dementsprechend darauf.
Nun, wie reagiert Mein Kind, das spürt, dass hier die Gegenseite am Werk ist? Nun, die Antwort kennt ihr. Dieses Kind läuft so schnell wie möglich zu Mir, begibt sich an Mein Herz und weiß, dass diese Begegnung mit Mir der Schutz ist, den es braucht, um dem standzuhalten, was die Gegenseite bezwecken möchte. Und ihr wisst aus eigener Erfahrung, wenn ihr diesen Weg zu Mir nicht geht, nicht sofort geht, dass sich so manches in euch an Emotionen verstärkt und ihr erstaunt und betroffen vor euch selbst steht und euch fragt: “Wie konnte das geschehen?”, “Woher kommen all diese Emotionen, die jetzt da sind?”
Und dass ihr dadurch – um nicht zu sagen – zu allem fähig seid, aber zumindest zu vielem! Wenn ihr an diesem Punkt angelangt seid, euch zu fragen: “Wie kann das sein?”, dann wisst ihr, dass die Gegenseite am Werk ist.“
Der Herr hat uns aber mit diesen Seinen Worten auch gleich die Lösung aufgezeigt: “Dieses Kind läuft so schnell wie möglich zu Mir, begibt sich an Mein Herz und weiß, dass diese Begegnung mit Mir der Schutz ist, den es braucht …”.
Damit ist das Wichtigste zu diesem Thema gesagt. Eines jedoch fehlt noch. Und auch hier kann es hilfreich sein, sich in die Situation der Gegenseite zu versetzen, um die Wahrheit hinter den Worten zu erkennen und sie anzuerkennen:
Auf wen würden wir, wenn wir böse Absichten hätten, in erster Linie unser Hauptaugenmerk, unsere Energie und unsere Störversuche richten? Auf die vielen Mitläufer oder auf die, die es ernst meinen, die möglicherweise aus den Himmeln gekommen oder zumindest mit der Absicht inkarniert sind, in dieser Zeit das Gute, die Liebe zu leben?
Die Antwort liegt auf der Hand: Ich würde meine Bemühungen auf die konzentrieren, die mir durch ihre Bestrebungen, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Liebe zu leben, gefährlich werden könnten. Die anderen, die sich nicht um die Sinnfragen des Lebens kümmern, sondern “fröhlich” in den Tag hineinleben, sind mir ohnehin relativ sicher.
Das sollte uns doppelt wachsam sein oder werden lassen. Natürlich an Seiner Hand.
Hans
Manchmal kann es hilfreich sein und gut
Manchmal kann es hilfreich sein und gut,
sich hineinzudenken in des Teufels Lage.
Denn es ist doch sicher keine große Frage,
dass mit Fleiß er seine Arbeit tut.
Was meinst du? Du heißt ja gar nicht Faust?
Ach, ich glaub’, der Name ist ihm nicht so wichtig.
Wenn man ihn nur unterschätzt, am liebsten tüchtig,
reicht ihm das. Und dass du ihm vertraust.
Seinen Vorteil nutzt er, wenn er spürt,
dass da jemand ist, der hat sich nie betrachtet,
der sich gar nicht kennt. Da hat er schon geachtet
und ihn – kaum dass der’s bemerkt – verführt.
aus “Verlasse dich auf deines Herzens leisen Klang”